Dortmund: Bericht zur Demo gegen eine Antifaveranstaltung
Veröffentlicht am 8. November 2004
Heute fand zum wiederholten male eine Demonstration mit ca. 100 Teilnehmern als Reaktion auf antifaschistische Arbeit in Dortmund statt. Diesmal mobilisierte das Dortmunder Bündnis gegen Rechts und die Falken Dortmund zu einer antifaschistischen Infoveranstaltung in Dortmund- Eving. Auf der Veranstaltung sollten die Teilnehmer über das Thema “Bomberjacke, Springerstiefel? - Neonazis in Jugendszenen” informiert werden. Da uns bewusst war, dass die Macher nie vor hatten, ein objektives Bild von uns zu vermitteln, entschlossen sich sofort Kameraden dazu, eine Demo anzumelden.
Die Demo begann, anders als vorher veröffentlicht wurde, erst um 19:30. Die Polizei hielt es im Vorfeld der Demo für nötig, die Demo um eine Stunde nach hinten zu verlegen. Da es jedoch nicht möglich war, allen beteiligten rechtzeitig bescheid zu geben trafen sich die meisten bereits um 18:00 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof (Vorabtreffpunkt). Von dort aus ging es per U-Bahn nach Dortmund-Eving.
Nach einer Stunde warten begann in Dortmund-Eving dann die Demonstration in Richtung Jugendzentrum, in dem die Antifaveranstaltung stattfinden sollte. Mit Transparenten und vielen Trillerpfeifen machten wir dann zu der späten Stunde auf uns aufmerksam und marschierten bis zum Vorplatz des Jugendzentrums. Während der Demonstration sahen wir lediglich einmal Antifas die sich mit einem Transparent in eine Seitenstraße stellten, mehr als 10 werden es nicht gewesen sein. Direkt auf der Kreuzung vor dem Jugendzentrum hielten wir dann unsere Kundgebung ab. Zuerst sprach Axel Reitz (KDS) und danach ein Kamerad aus Hamm (freier Nationalist). Während der Kundgebung gab es eigentlich keine Störungen. Nur zwei bürgerlich wirkende Antifa versuchten mit Zwischenrufen etwas an dem Zustand unserer Anwesenheit zu verändern.
Genau so friedlich wie sie begonnen hat, endete die Veranstaltung dann auch wieder. Mit der U-Bahn ging es zurück zum Hauptbahnhof, wo eigentlich alles beendet werden sollte. Es kommt jedoch selten so, wie man es sich denkt.
Im Hauptbahnhof vielen dann 5 bis 10 Leute auf, die man schon optisch der anderen Seite zurechnen konnte. Ohne Grund warf eine Person aus der Gruppe eine Flasche in unsere Richtung und versuchte dann, durch den Bahnhof in die Stadt zu flüchten. Da die Polizei die Situation nicht schnell genug einschätzen konnte, hatten wir mit ca. 30 Leuten die Möglichkeit den Antifa hinterher zu rennen. Für zwei Antifas endete das Spiel bereits im Bahnhof. Die Polizei versuchte natürlich sofort uns daran zu hindern den Bahnhof in Richtung Antifas zu verlassen, was ihnen aber missglückte. Mit ca. 15 Leuten schafften wir es aus dem Bahnhof heraus zu kommen und die Antifas in die Stadt zu verfolgen. Diese flüchteten ca. 500 Meter hinter dem Bahnhof in eine Sparkasse und verkrochen sich hinter einem Schalter. Trotz der Videoüberwachung folgten wir ihnen in die Sparkasse.
Geplant war eigentlich eine Personalienkontrolle, diese erübrigte sich jedoch, da uns die dort anwesenden Antifas bereits bestens bekannt sind. Schon nach der letzten Demo in Dortmund entstand eine nonverbale Kommunikationen zwischen ihnen und einigen Kameraden am Hauptbahnhof und als wir vor kurzem in der Dortmunder Innenstadt Flugblätter gegen die Unterdrückung des palästinensischen Volkes verteilten, trafen wir ebenfalls einige von ihnen an.
Ob die Antifaveranstaltung nun überhaupt stattgefunden hat, können wir trotz der Demonstration immer noch nicht sagen. Einen Tag nachdem wir unseren Demonstrationsaufruf veröffentlichten, hat sich das Bündnis Dortmund gegen Rechts dazu entschieden, ihren Aufruf von ihrer Internetseite zu nehmen. Ob die Veranstalter nur die öffentliche Mobilisierung gestoppt, oder die Veranstaltung wirklich abgesagt/verschoben haben ist uns nicht bekannt. Fest steht, dass wir wieder auf die Straße gehen, wenn Antifas versuchen in unserer Stadt Fuß zu fassen. Jede antifaschistische Veranstaltung, egal ob es sich um eine Informationsveranstaltung, oder um eine Demonstration handelt, zieht Konsequenzen mit sich. Eine Demo ist schnell angemeldet und auch in kurzer zeit sind wir in der Lage, 100 Leute zu mobilisieren. Was die Antifa aus dieser 3 Aktion gegen antifaschistische Arbeit gelernt hat (es fanden dieses Jahr bereits zwei Kundgebungen vor antifaschistischen Infoveranstaltungen statt) bleibt offen.
Dortmund ist unsere Stadt!
Bilder folgen…
quelle Autonome Nationalisten östliches Ruhrgebiet




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