Schöne vernetzte Welt oder die Freuden und Gefahren der virtuellen Netzwerke

Veröffentlicht am 22. Oktober 2008

Der Weltnetz-Freizeitpark wird auch für politische Aktivisten immer größer und beliebter. Mittlerweile tummelt sich nahezu jeder zweite „Kamerad“ auf den verschiedensten Netzwerken wie StudiVZ, MeinVZ, MySpace oder Lokalisten. Was auf den ersten Blick wie ein Freizeitspaß wirkt, offenbart bei näherem Hinsehen doch das ein oder andere fragwürdige Problem. Oft lassen die Benutzer einen tiefen Blick in ihr Leben gewähren, welchen sie ansonsten für die Öffentlichkeit und besonders die feindlich gesinnte, mit aller Macht zu verbergen versuchen. Hierbei spielt nicht selten falsches Vertrauen in die Anonymität der Netzwerk-Provider eine große Rolle.

Das man Netzwerke nutzt um untereinander die Kommunikation zu pflegen, welche gerade bei politischen Aktivisten sehr wichtig ist, leuchtet ein auch wenn da nur zu ca. 5% wirklich drauf geachtet wird, dass man eben nie allein und ungestört ist. Dabei sind gerade die scheinbar unbedenklichen Informationen am bedenklichsten. Bilder der Familie, Bilder und Namen der engsten Freunde, Hobbys, politische Gesinnung und vor allem kommt man über die Freundeslisten zu den gleichen persönlichen Informationen wie eben angegeben. Darüber hinaus hat man meist noch gleich die passende e-Post-Adresse sowie ICQ-Nummer oder MSN-Adresse gleich mit im Sack. Wen sowas alles interessiert? Was er damit wohl anfangen kann? Diejenigen, die den ganzen Tag dafür bezahlt werden, Profile zu erstellen, Kontaktverbindungen herauszufinden, Gesprächsnetzwerke zu finden und abzuspeichern u.s.w.u.s.f. kurzum der Überwachungsstaat und seine Schützer bzw. Staatsschützer.

Neben den tausenden Werbekunden, welche die angegebenen Namen und Adressen kaufen und verkaufen und durch deren Hobbys und Interessen auch noch wunderbar zielgesteuertes Marketing direkt am Spionageopfer vollziehen, dürften die Weltnetz-Cops besonders für Nationale Aktivisten ein nicht bedachtes Problem darstellen. Nun mag der ein oder andere damit kontern, das er doch anonyme Kontaktdaten habe oder eine Chiffre so sei ihm dieser faule Zahn schnell gezogen. Überall dort, wo es Passwörter und Verschlüsslungen gibt, befindet sich auch als Schatten derer das dazugehörige Program zum öffnen und reinschaun. Neue Suchmaschinen sind bereits in der Lage, selbst hinter Chiffre-Nummern die dazugehörigen Adressen zu ermitteln ob sie nun irgendwo mal angegeben wurden oder über die abgespeicherte IP-Nummer ausgelotet werden. Beispielsweise 123people.de ist eine eigens eingesetzte Suchmaschine für die Recherche zu Personen, die Daten von MySpace oder facebook erfasst. Hierbei handelt es sich um zwei der größten Netzwerke überhaupt. Niemand ist anonym, niemand ist sicher. Für einen Spezialisten ist der Inhalt eines anonymen Netzwerkes sowie auch einer e-Post so offen wie für die Post eine beschriebene Postkarte. Und Spezialisten gibt es reichlich – Im Sold des Staates.

Wenn man am Beispiel der Lokalisten bedenkt, wer hinter diesem Netzwerk steckt, wird besonders den Oppositionellen und noch besonderer den Nationalen Oppositionellen bewusst, in welch gefährlichen Sphären sie sich bewegen und wer alles durch die eigene Freiwilligkeit Zugriff auf ihr Innerstes hat. Seit Mai dieses Jahres hält die ProSieben-Sat1 Media AG 90% der Lokalisten media GmbH. Der Medienkonzern, zu dem auch die Fernsehsender ProSieben, Sat1, kabel eins, N24 und 9live zählen, gehört zu 12% der Axel Springer AG („Bild“ „Die Welt“), zu 88% aber dem größten Medienunternehmen der Welt : Haim Saban, dem Sohn eines jüdischen Basarhändlers und mittlerweise größtem Medienmogul der Welt, welcher nebenbei auch noch der engste Freund des früheren jüdischen Vize-Außenminister der USA ist. Am Ende landet alles bei der Lobby.

Wir schauen einfach nicht mehr genügend hin und ergeben uns der Allmacht der auserwählten Lobbyisten. Das sollte sich schnellstens in die Köpfe der Bewegung einbrennen und zum Handeln anregen, denn: The Lobby is watching you!





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