Dortmund: Bericht zum vierten nationalen Antikriegstag

Veröffentlicht am 15. September 2008

Die Vorbereitung
Im Vorfeld des Antikriegstages wurden im ganzen Ruhrgebiet Materialien an die Bürger verteilt, welche, genauso wie viele an Brücken aufgehängte Transparente, die Demonstration am 06.09.08 bewarben. Die Aktionswoche zum Antikriegstag begann dann am 30.08.08 mit einer Saalveranstaltung, auf welcher die Redner Dr. Pierre Krebs, Christian Worch und ein Kamerad aus Dortmund sprachen. Sie gingen auf die auf die Notwendigkeit unserer Demonstration ein und erklärten mit beeindruckenden Worten, wie sich Europa verändern muss, damit es eine Zukunft haben kann. Anschließend trat noch ein Liedermacher aus Rostock auf, der die 80 Zuhörer noch einmal musikalisch motivierte, am Antikriegstag ihr Bestes zu geben.

An den folgenden Tagen wurde besonders in Dortmund fleißig Infomaterial an die Einwohner verteilt und Schulen mit Informationen bereichert, die auf den Antikriegstag hinwiesen. Am Mittwoch verteilten 15 Kameraden aus Dortmund in der Dortmunder Innenstadt Flugblätter. Auf dem Rückweg von der Verteilaktion wurden zwei Kameradinnen von etwa 30 Antifaschisten angegriffen. Dabei wurde die eine Kameradin durch Pfefferspray, die andere durch Tritte verletzt. Die Antwort der nationalen Aktivisten aus Dortmund folgte prompt und so wurde die antifaschistische Spontandemonstration, die aufgrund angeblicher Übergriffe des nationalen Widerstandes auf Antifaschisten am selben Tag stattfand, von zehn nationalen Aktivisten stark behindert. Hier zeigte sich wieder die bekannte Feigheit der Antifas, welche es selbst bei ihrer fünffachen Überzahl nicht auf eine körperliche Auseinandersetzung ankommen ließen, sondern sich lieber parolenschreiend hinter einer Polizeikette versteckten. Am Donnerstag entschlossen wir uns dann, in einer größeren Gruppe Flugblätter verteilen zu gehen. Nicht noch einmal sollte ein Antifahaufen zwei Mädels angreifen können! So trafen sich spontan 45 nationale Sozialisten in der Innenstadt und verteilten, unbekümmert von den paar lächerlich keifenden Antifaschisten, weiter Flugblätter an die Dortmunder Bürger.

In den Nächten von Dienstag bis Freitag wurden jede Nacht sämtliche Stadteile Dortmunds sowie die Demonstrationstrecke mit Plakaten und Flugblättern verschönert, um noch einmal auf unsere Demonstration aufmerksam zu machen.

Am Freitagabend fand in direkter Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofes eine Kundgebung mit 40 Teilnehmern statt. Sinn und Zweck dieser Kundgebung war es, abermals auf die anstehende Demonstration hinzuweisen und darüber hinaus den Bürgern die Möglichkeit zu geben, Antworten auf eventuelle Fragen zu erhalten, da fast jeder Einwohner Dortmunds über Zeitungen oder Propagandamaterial vom Antikriegstag erfahren hatte.

Gleichzeitig wurde die Demonstrationsstrecke von linkem Müll gesäubert, so dass manche Grüne oder DGB-Vertreter ganz verwirrt schauten, als die Plakate, die sie Minuten vorher aufgehängt hatten, sofort wieder verschwunden waren und zerbrochen in Mülleimern lagen. Nachdem die linken Plakatierer die Präsenz einiger nationaler Aktivisten bemerkten, beschlossen die bürgerlichen Antifaschisten, nur noch in einer Gruppe von 15 Mann zu plakatieren und die Polizei zu ihrem Schutz zu rufen.

Die Demonstration
Am Sonnabend fand dann die mit viel Spannung erwartete Demonstration statt. Im Gegensatz zum 1. Mai 2007 erfolgte die Anreise diesmal ohne Probleme und auch jene, die zu spät kamen, konnten sich der Demonstration noch anschließen, so dass die Teilnehmerzahl auf der Hälfte der Strecke bei 1340 Personen lag. Zu dieser Zahl muss man noch die acht bis zehn Jugendlichen hinzuzählen, die sich in Körne dem Demonstrationszug anschlossen. Wir möchten uns auch noch einmal ganz herzlich bei den Kameraden aus dem europäischen Ausland bedanken, die zahlreich angereist waren und somit einen nationalen Antikriegstag mit internationalem Charakter ermöglichten! So waren Franzosen, Belgier, Bulgaren, Tschechen, Niederländer, Österreicher, Engländer und noch viele mehr anwesend.

Bei angenehmen Wetterverhältnissen konnte die Veranstaltung mit etwas zeitlichem Verzug beginnen. Die Verzögerung rührte daher, dass laut Polizei eine Bombendrohung eingegangen sei und die komplette Wegstrecke unserer Demonstration mit Spürhunden abgesucht werden musste. Nachdem die Aufstellung der Demonstration erfolgt war, ließen wir die Redner zu Wort kommen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch nicht sicher, inwieweit die Demonstration beginnen könnte und deshalb entschlossen wir uns, Herbert Schweiger und Gottfried Küssel auf der Auftaktkundgebung sprechen zu lassen, da sehr viele Teilnehmer gespannt auf die Reden gewartet hatten.

So sprach zuerst der Dortmunder Dennis Giemsch und wies noch einmal auf die Aktualität des Antikriegstages hin. Diesem folgte Herbert Schweiger, bei dem wir uns noch einmal bedanken möchten, dass er in seinem Alter noch aktiv auf der Straße mitwirkt und sich bereit erklärt hat, auf unserer Demonstration zu sprechen. Der Kamerad Schweiger betonte, die Hauptursache der Unruhen dieser Zeit seien der Kapitalismus und das zu ihm gehörende Wirtschaftssystem mit seinem Zins und Zinseszins, was nicht funktioniere und den Menschen auf Dauer nur schade. Es war eine sehr eindrucksvolle Rede, welche den begeisterten Zuhörern einen stürmischen Applaus entlockte.

Als nächster Redner trat Gottfried Küssel ans Mikrofon. Auch er machte in seiner Rede eindrucksvoll auf die momentan herrschenden Probleme aufmerksam und bezog auch aktuelle Themen, wie den Konflikt im Kaukasus, in seine Rede mit ein. Nach der mit viel Beifall bedachten Rede von Kamerad Küssel beendeten wir die Auftaktkundgebung. Schließlich teilte uns die Polizei mit, dass – wen wundert’s? – keine Bombe auf der Wegstrecke gefunden werden konnte. So setzte sich die Demonstration endlich in Bewegung. Von weitem wirkte der Demonstrationszug wie eine riesige Polizeiarmee, da die Herren Ordnungshüter die Demonstranten so fürchteten, dass sie fast alle Hundertschaften aus NRW, die Reiterstaffel, einige Wasserwerfer und zahlreiche Räumfahrzeuge vor Ort zusammenzogen. So zog die Demonstration, von der man zu manchen Zeiten weder Anfang noch Ende erblicken konnte, weil sie sich einfach über eine unüberbückbare Länge erstreckte, Richtung Körne. Die Mischung aus über 100 schwarz-weiß-roten Fahnen und einem schwarzen Block aus über 300 Menschen formte sich für den Zuschauer zu einem beeindruckenden Bild. Schade ist nur, dass man von den Transparenten wenig sehen konnte, da die Polizei dazu angehalten war, möglichst nah an den Transparenten zu laufen bzw. zu stehen. Mit dieser Polizeitaktik sollte es den Bürgern unmöglich gemacht werden, die Botschaften auf den Transparenten zu lesen. Die größte Mühe gab sich die Polizei allerdings bei dem Versuch, den Blick auf das Fronttransparent unserer Demonstration durch ihr nahes Heranrücken zu be- bzw. verhindern. Auf diesem befand sich nämlich ein Auszug aus einer Rede Adolf Hitlers, welche er 1935 im Münchner Hofbräuhaus gehalten hatte. Der Auszug lautete: „Für den Frieden jederzeit ein Ja, für die Aberkennung deutscher Ehre stets ein Nein!“ Der Demonstrationszug bewegte sich nun durch die Karl-Marx-Straße und mit lautstarken Parolen wurden die Abschaffung des Kapitalismus und die Etablierung des nationalen Sozialismus gefordert. Auf mittlerer Höhe der Karl-Marx-Straße kam es zu Rangeleien mit der Polizei, da diese im hinteren Teil der Demonstration ältere Menschen drängte, schneller zu laufen und diese massiv anging. Der aggressive Polizist wurde dann auch sofort von der Einsatzleitung aus dem Zug gezogen. Der Demonstrationszug zog weiter und von antifaschistischen Störern war nichts zu sehen. Auch die beschäftigungslosen Rentner von der Aktion 65+, die großmündig angekündigt hatten, unsere Demonstration blockieren zu wollen, befanden sich an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt auch nur in Sichtweite. So konnte unsere Demonstration bis nach Körne weiterlaufen und die zweite Kundgebung fand auf der Kreuzung Kaiserstraße/Ecke Franziskanerstraße statt. Es redeten ein englischer Kamerad, ein tschechischer Kamerad, und ein Mitstreiter aus Bulgarien. Sie alle betonten nochmals, dass der Kampf gegen diese kranke Welt und den Kapitalismus nur auf der Grundlage eines Europas der Vaterländer – einer auf souveränen Nationalstaaten aufbauenden Gemeinschaft – funktionieren kann. Nach Beendigung der zweiten Kundgebung zogen wir ein kleines Stück weiter nach Körne, um dort die dritte Kundgebung abzuhalten, auf der Christian Worch und ein Kamerad aus den Niederlanden sprachen. Sie knüpften in ihren Reden an das auf den vorherigen Kundgebungen Gesagte an.

Manch einer mag die Wegstrecke als zu weit oder die Kundgebungen und Reden als zu lang oder zu zahlreich empfunden haben. Man muss aber bedenken, dass wir die Bürger erreichen wollen und die sehen uns immer nur auf einem Stück der Strecke und bekommen meist nur eine einzelne Kundgebung mit. Deswegen haben wir den Demonstrationsverlauf bewusst so gestaltet und besonders breite Straßen bevorzugt, damit die Polizei nicht alles hermetisch abriegeln konnte.

Es ging weiter Richtung Körne West, wo die letzte Kundgebung stattfinden sollte. Jedoch gefiel es einigen Leuten – genauer gesagt: den Herren in Grün – wohl nicht so gut, dass unsere Demonstration durchweg friedlich und erfolgreich gewesen war. Ihr Entschluss: Kürzung der Wegstrecke um die letzten 100 Meter! Da wir mit unserem Erfolg bis dahin aber so zufrieden waren und viele Teilnehmer noch eine lange Heimreise vor sich hatten, ließen wir uns auf dieses Spiel nicht ein. Die Stimmung eines Großteils der Polizisten wurde dann plötzlich sehr aggressiv. So wurde brutal gegen Demonstranten vorgegangen, die sich ein paar Meter nach vorn bewegen wollten. Das ließen sich diese freilich nicht gefallen und es kam zu Auseinandersetzungen, bei denen laut Polizeiangaben wohl auch Feuerwerkskörper geflogen sind. Die vor der Demospitze befindliche Polizeieinheit setzte mit unverhältnismäßiger Härte Pfefferspray (Tierabwehrspray) und Schlagstöcke gegen die Versammlungsteilnehmer ein, obwohl die besagte Einheit wie alle im vorderen Teil der Demonstration eingesetzten Polizeieinheiten den Befehl hatte, 50 Meter Abstand zur Demonstrationsspitze herzustellen! Die verletzten Kameraden wurden unverzüglich durch unsere Sanitäter behandelt und aus der Gefahrensituation in Sicherheit gebracht. Bezeichnendes Beispiel: Ein Sanitätspolizist, der uns etwas Lösung gegen Pfefferspray abgab, als unsere Vorräte erschöpft waren, wurde von seinen eigenen Kollegen angepöbelt, was er da mache und warum er die Leute nicht verrecken lasse. Das war ihm wohl zu primitiv und er antwortete nicht darauf.

Aufgrund der polizeilichen Schikanen löste der Veranstalter die Demonstration auf und um 19:20 Uhr begann die Abreise. Am Abend trafen wir Dortmunder Kameraden uns in einer Gaststätte und feierten unseren Erfolg mit vielen Teilnehmern der Demonstrationen und freuen uns, dass auch die ausländischen Kameraden trotz ihres langen Heimwegs noch zu uns gestoßen sind.

Insgesamt kann die Demonstration als ein voller Erfolg bewertet werden. Wir werden uns bemühen, die kleinen Mängel die es gab, beim fünften nationalen Antikriegstag zu beheben!
Wir bedanken uns bei allen Aktivisten aus dem Ausland und den Reisegruppen aus Deutschland. Dank gilt auch allen aktiven Gruppen und Einzelaktivisten, die uns in der Vorbereitung und Durchführung unterstützt haben! Besonderer Dank geht hierbei an die NPD-Unna, NPD-Verden, Die Lok, Resistore Vertrieb und an die Band Civil Disorder.

Die Veranstalter

Bilder und weiter Berichte unter www.widerstand.info





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