HNG - Vater Henry Beier spricht in Dresden

Veröffentlicht am 26. August 2008

HNG Veranstaltung mit Henry BeierAm 23.August sprach der langjährige Aktivist und Vater der Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG), Henry Beier, in Dresden. Die HNG als überparteiliche Organisation, betreut seit nunmehr fast 30 Jahren politisch Inhaftierte und ist weit über die Grenzen Deutschlands bekannt.

Henry Beier, dessen Heimat im Erzgebirge liegt, meldete sich mit 15 ½ Jahren als Kriegsfreiwilliger. Seinen Arbeitsdienst leistete er in der Gegend um Warschau. Als in den letzten Kriegsjahren immer mehr Menschen vor der Roten Armee flüchteten, begleitete er die Flüchtlingstrecks ins Reichsgebiet. Die Offiziersschule, welche Beier in Berlin noch besuchte, konnte er wegen des Kriegsendes jedoch nicht mehr abschließen.

Nach dem Krieg war Henry Beier als Lehrer in der ehemaligen DDR tätig. Außerschulisch betreute und schulte er auch privat junge Menschen körperlich und politisch nach dem Vorbild der Hitlerjugend, was ihn schnell zur Zielscheibe der Staatssicherheit machte. Als die Repression und Verfolgung aufgrund seiner politischen Aktivität an Vehemenz zunahmen siedelte Beier in den Westsektor über, wo er in Frankfurt/Main wohnhaft wurde. Hier suchte er Kontakt zu nationalistischen Gruppierungen und setzte, nachdem dieser hergestellt war, seine politische Betätigung fort.

Neben spektakulären Propagandaaktionen wie dem mysteriösen Auftauchen von 12 Meter langen Hakenkreuzbannern am Frankfurter Dom, wusste Beier noch viele andere interessante Begebenheiten aus dieser Zeit zu berichteten. Beier betätigte sich auch als Redakteur und Schreiber und brachte selbst einige Schriften heraus. Er arbeitete aktiv mit vielen Organisationen zusammen und unterstützte diese. Dieser außerordentliche, gerade für heutige Verhältnisse beispielhafte Aktionsradius blieb nicht ohne Folgen. Eine Äußerung in einer seiner Schriften war der Grund zu einer Verurteilung zu 1 ½ Jahren Haft wegen Volksverhetzung, der noch weitere folgen sollten.

Während dieser Haftzeit erfuhr Beier selbst, wie wichtig es für einen politisch Inhaftierten sein kann, psychologische Unterstützung und Halt von draußen zu bekommen. So wurde in ihm der Gedanke zu einer Hilfsorganisation für politische Gefangene geboren. Noch während seiner Haftzeit begann er mit dem Aufbau der HNG, welcher Beier zunächst selbst vorstand. Später übernahm Christa Görth, Aktivistin der Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten das Amt der Vorsitzenden und wurde 1991 von Ursula Müller abgelöst welche bis heute den Vorsitz der HNG inne hat.

Wenn auch die HNG nicht frei von Mängeln ist, ist sie gerade heute ein nicht wegzudenkender Bestandteil unserer Bewegung. Gerade deshalb war es dem „Arbeitskreis Politik“ eine besondere Freude, den Vater dieser Hilfsgemeinschaft als Gast begrüßen zu können. Zum Abschluss seines Referates rief Henry Beier dazu auf, sich aktiv in den Reihen der HNG zu betätigen. Nur so können bestehende Mängel beseitigt und frischer Wind in die Hilfsgemeinschaft gebracht werden.





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