Behörden stellen nach Brand in Ludwigshafen Ermittlungen trotz Hinweise auf Stromdiebstahl ein

Veröffentlicht am 23. Juli 2008

Ludwigshafen: Die Ursache des Feuers bleibt angeblich ungeklärt - oder will man den wahren grund einfach nur nicht bekannt geben? Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Ludwigshafen, bei der neun Ausländer starben, eingestellt, da keine weiteren Ansätze vorliegen. Eine sogenannte “unbekannte Wärmequelle” habe das Feuer ausgelöst.

Deutlich geworden sei lediglich, dass der Brand am Fuß der hölzernen Kellertreppe durch “eine bislang unbekannte, eng begrenzte Wärmequelle” ausgelöst worden sei. Wie der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig erklärte, entstand dadurch zunächst ein Schwelbrand, der nach maximal drei Stunden zu einem offenen Feuer wurde, als bei der Kellertür eine Öffnung entstand und so Sauerstoff in den Keller strömte.

Also liegt die Vermutung doch sehr nahe, dass hier ca. 3 Stunden lang Kabel vor sich hin schmorten, bevor genügend Sauerstoff das offene Feuer entfachte. Unter der Treppe soll laut Anwohnern und Ludwigshafner Bürgern der Stromdiebstahl vollzogen worden sein. Dies bestätigen auch hinter vorgehaltener Hand Ludwigshafener Feuerwehrmänner, die beim Brandeinsatz vor Ort waren.

Da das Treppenhaus in dem ausschließlich von Türken bewohnten Mehrfamilienhaus wie ein Kamin wirkte, konnte sich das Feuer schnell nach oben ausbreiten. Zudem wurde den Bewohnern der einzige Fluchtweg abgeschnitten.

Die Staatsanwaltschaft schloss als Brandursache erneut einen technischen Defekt, etwa durch Überlastung des Stromnetzes, aus und spricht lieber von einer “unbekannten Wärmequelle”.

Wenn sie dies nicht täte und statt dessen in Richtung Stromdiebstahl und somit grobe Fahrlässigkeit gegenüber den Hausbesitzer und den Mietern ermitteln würde, würde ja ganz schnell auch die Gebäudeversicherung ihr Geld zurück fordern. Und was wäre mit den Spendengeldern von über 100.000€ ?

Aber all dies darf ja nicht sein. Die Opfer waren ja Ausländer - eben keine Deutsche.


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