Umweltschutz ist Heimatschutz! - Die Vierte

Veröffentlicht am 11. Juli 2008

Keine 10 Jahre ist es her, da tummelten sich auf den Wiesen am Wald die Störche, die hier reichlich Nahrung fanden. Unberührte Natur, so schien es, Stilllegungsflächen die durch die EU subventioniert wurden.

Riesige Felder, bespannt mit Folie, verunreinigt durch Pestizide, das ist von den einstigen Wiesen geblieben. Nur wenige Dorfbewohner konnten sich damals vorstellen, was Kapitalismus - ständige Rationalisierung - wirklich bedeutet. Heute wissen es alle.

Um den Unmut über die schamlose Ausbeutung Ausdruck zu verleihen, verteilten Nationale Sozialisten in den letzten Wochen mehrere tausend Flugblätter in der Lausitz. Teilweise wurden diese so gut angenommen, dass sie durch Unbekannte vervielfältigt und weiterverteilt wurden.

Unser Spreewaldbauer reagierte einen Tag später, indem er ebenfalls ein Flugblatt verteilen ließ, auf dem er unsere Behauptungen als unwahr hinstellte und zu einer Bustour über die Felder einlud, während dieser auf Fragen eingegangen wird (u.a. was gespritzt wird, warum nur nachts gespritzt wird usw.). Bei der Bustour mussten wir leider feststellen, dass kein speziell geschultes Personal die Fragen beantwortete, sondern ein kurzfristig angeheuerter Busfahrer, der natürlich unsere Fragen nicht beantworten konnte.

Flugblatttext:

Du denkst, dass Erdbeeren gesund sind? Du glaubst, dass Gurken ja nicht schädlich sein können, gerade wenn sie aus dem Spreewald kommen? Du hast dich getäuscht! Auch hier, in der Landwirtschaft, hat der Kapitalismus Einzug gehalten.

Der selbsternannte Spreewaldbauer Karl Heinz Ricken ist so ein “moderner” Großbauer, der es mit Einsatz von Chemie schafft, dort Gurken wachsen zu lassen, wo noch nie Gurken gewachsen sind. Laut Aussage von Anwohnern wird nachts massiv gespritzt. Bisher wurden mehrere Fälle von Giftmitteleinsatz dokumentiert.

Nach Berichten mehrerer Jäger kam es zu einigen Todesfällen von Rehwild, welches vermutlich durch den Giftmitteleinsatz verstarb. Doch nicht alles so gesund?

Warum hüllt sich die Presse so in Schweigen? Weil Karl Heinz Ricken ihr bester Kunde ist, schließlich wurde Wochen vor seiner “Erdbeermeile” täglich auf der ersten Seite Werbung geschalten.

Wo sind die Umweltschutzverbände und die “Grünen”, die sich den Schutz der Natur auf ihre Fahnen geschrieben haben? Sie haben alle den Kampf bereits aufgegeben, sie wurden durch Postenschacherei vom System korrumpiert und haben höchstens noch oberflächlich Interesse an ihren vorgegebenen “Werten”. Doch ist Karl Heinz Ricken schuld? Oder sind wir es alle, weil wir ja auch immer billiger kaufen wollen oder müssen? Kapitalismus heißt ständig rationalisieren. Auf Unternehmerseite bedeutet das:

* Personalkosten sparen. Mittlerweile arbeiten in der Ernte Rumänen unter menschenverachtenden Arbeitsbedingungen.
* Immer mehr Ausbeute aus dem Boden zu holen: Da zählen bei der Qualität nur noch äußerliche Merkmale, Giftstoffe in der Frucht oder der Zustand des Bodens interessiert den Kapitalisten nicht.

Wir fordern ein neues System, welches nichtmehr das Geld in den Mittelpunkt stellt, sondern das Volk. Wir fordern die Einstellung der Überproduktionen zugunsten der Qualität. Wer aus der Natur etwas nimmt, muss auch wieder was zurückgeben, dass allein ist Wirtschaft (Kreislauf). Alles andere ist Ausbeutung nach Heuschreckenmanier. Was zurückbleibt, wenn die Heuschrecke Ricken weitergezogen ist, werden wir in ein paar Jahren wissen.

Kauf nicht bei der Erdbeere!
Boykottier alle Waren, die von Ricken produziert wurden!

Frage im Laden nach, woher die Ware stammt oder noch besser, baue in deinem Garten dein Obst und Gemüse selber an - da weißt du ganz genau, was du hast.

Nationale Sozialisten in der Lausitz





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