Chemnitz: KSA vs. Egon Krenz

Veröffentlicht am 20. Juni 2008

Noch vor kurzer Zeit beschränkten sich die Aktivitäten der national-konservativen Intellektuellen-Clique, um Götz Kubitschek, fast ausschließlich auf theoretische Ergüsse. Seit Mitte dieses Jahres wurde nun ein Strategiewechsel vollzogen, man entdeckte plötzlich die politische Aktion. Der Antrieb für diesen Schritt ist nicht schwer zu erraten, schmort man doch seit Jahren im eigenen Saft und kann bei kaum einem Jugendlichen das Interesse zur Mitarbeit wecken. Aus diesem Grund war es unumgänglich, die politische Aktion auf die Straße zu tragen, da diese Art von Aktivitäten zweifelsfrei ansprechender auf junge Menschen wirken, als stundenlange Monologe von Kubitschek oder Weißmann. Des Weiteren zeigen die doch zum Teil beachtlichen Erfolge seitens des verfemten „Nationalen Widerstands“, daß man politischen Aktivismus, welcher auf die Straßen getragen wird, gut und problemlos mit Grundlagen- und Schulungsarbeit in Einklang bringen kann. Noch vor Jahren verlachte man die Aktivitäten seitens des NW, nun greift man selbst auf derartige Aktionsformen zurück. So verpaßte man dem Kind ein neues Gewand und gab ihm einen wohlklingenden Namen. Fertig war die Konservativ-Subversive Aktion (KSA).

Nach der ersten Aktion der KSA im Mai dieses Jahres, bei der man den 68er-Kongreß der „Linksjugend“ in Berlin erfolgreich störte und per Flugblättern auf sich aufmerksam machte, blies man nun zum zweiten Streich anläßlich des Besuches von Egon Krenz in Chemnitz.

Eine unter anderem von der Rosa-Luxemburg-Stiftung arrangierte Veranstaltung mit dem letzten Staatsoberhaupt der DDR, wurde von etwa 15 Mitgliedern der KSA am Sonnabend, den 14. Juni, in Chemnitz aufgesucht, um auf das in der DDR geschehene Unrecht hinzuweisen und gegen eine Relativierung der in der DDR geschehenen Verbrechen zu protestieren. Auch Egon Krenz war 1999 wegen Totschlags in vier Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Die zum Großteil von Altkommunisten besuchte Veranstaltung wurde erfolgreich durch Wortergreifungen unterbrochen.

Aller Kritik und allen Spannungen zwischen konservativen Kreisen und dem NW zum Trotz, waren die beiden bisherigen Aktionen der KSA zweifelsfrei gelungen und finden auch unsere vollste Zustimmung. Weiter so.





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