Bundesweiter Aktionstag: “Freiheit statt Angst” in Ulm

Veröffentlicht am 11. Juni 2008

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich nationale Aktivisten aus der Region auf, um am bundesweiten Aktionstag der AK-Vorratsdatenspeicherung, am 31. Mai in Ulm teilzunehmen.

Nach kurzem Besuch des Infostandes und einigen Gesprächen mit anderen anwesenden Personen, fand gegen 15.30 Uhr die Demonstration unter dem Motto “Freiheit statt Angst” statt, an der wir ebenfalls teilnahmen.

Die Demonstration führte durch die gut besuchte Einkaufsstraße, vorbei am Ulmer Münster bis zum Rathaus und wieder zurück.
Obwohl sich relativ wenige Teilnehmer (ca. 40) einfanden wurde man irritiert von den überraschten Passanten beäugt. „Freiheit statt Angst” wurde anfangs etwas leise gerufen.

Die Stimmung musste also besser werden und so beschlossen wir als erfahrene Demonstranten dem ganzen etwas Lockeres zu geben, damit die Leute auftauen und schrieen „Für die Freiheit, für das Leben, Schäuble aus dem Rollstuhl fegen”, was sofort sehr viel Anklang unter den restlichen Demonstranten fand und lautstark übernommen wurde. So zog man an den Musikern vom Heimattag vorbei, die etwa genauso überrascht über unseren Besuch waren wie die restlichen Zuschauer. Schnell holte man sich noch einen Heimattag-Luftballon und verwickelte die erstaunten Zuschauer in ein kurzes Gespräch um unser Anliegen zu erklären.

Nachdem die Demonstration auf dem Rückmarsch war, wollten wir uns natürlich nicht nur mit einer lustigen Parole begnügen und unsere Grenzen austesten. „B** Überwachungsstaat, wir haben dich zum Kotzen satt” fand mindestens genauso viel Anklang bei den Demonstranten und verlieh der Demo dazu noch einen bissigen Charakter, schließlich waren wir hier um die Leute aus ihrem Konsumwahn aufzurütteln und auf die Probleme dieses Systems hinzuweisen, was auch bei einigen gelang, denn hinterher erkannte man in den Reihen der Demo einige neue Gesichter.

Zu bemängeln gibt es aber trotzdem noch ein paar Dinge:
Leider bereuten wir unsere fehlende Dreistigkeit ein eigenes Transparent mitzunehmen, denn außer ein paar Schildern mit dem Grundgesetz fehlte es an Plakaten und Transparenten mit klarer Botschaft.
Das Megaphon viel etwas klein aus und erreichte damit nur wenig Zuhörer.
Die Demonstrationsroute war etwas kurz, was aber nicht weiter schlimm war, da sie mitten durch die gut gefüllte Fußgängerzone ging und man somit doch genügend Leute erreicht hat.

Weit und breit war keinerlei Partei zu erkennen. Weder die Grüne Jugend, noch die Jungen Liberalen hatten sich die Mühe gemacht aufzutauchen! Von der Antifa ganz zu schweigen, die verkrümelte sich noch vor Demonstrationsbeginn.

Alles in allem also ein Demonstration für die man sich aber nicht schämen muss, aber noch in den Kinderschuhen steckt. Wir hoffen, dass es weiterhin solche und andere Aktionen der AG-Vorratsdatenspeicherung gibt und werden sie auch weiterhin unterstützen.

Gemeinsam für unsere Grundrechte und gegen Überwachung!
Stoppt den Überwachungswahn!

Ulm

Ulm


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