Zum Mythos Rechtsterrorismus
Veröffentlicht am 1. Juni 2008
Um die Menschenfeindlickeit der sog. “Rechtsextremisten” zu belegen, muss immer wieder deren Gewaltbereitschaft herhalten. Weil aber die gewöhnlichen Gewalttaten (Körperberletzung etc.) hierfür nicht ausreichen - gemessen an der gesamten Gewaltkriminalität liegt “rechte Gewalt” im 0,x % Breich - erfolgt ein Rückgriff auf zwei längst vergangene Bombenanschläge mit zahlreichen Todesopfern, die ominösen “Rechtsterroristen” in die Schuhe geschoben werden. Die Rede ist einmal vom Attentat auf das Münchner Oktoberfest am 26. September 1980 mit 13 Zoten und über 200 Verletzten, sowie eine Sprengstoffexplosion im Bahnhof von Bologna im August 1980 mit 85 Getöteten und ebenfalls über 200 Verletzten.
Brisant in diesem Zusammenhang: Die Verstrickung staatlicher Organe in beide Anschläge im Rahmen der Operation “Gladio”. Bereits kurz nach dem gemeinamen Niederringen des Faschismus in Europa waren die Gemeinsamkeiten zwischen West- und Ostalliierten zu Ende, ein neuer Konflikt zwischen den, jetzt nur noch zwei, verschiedenen politischen Lagern drohte am Horizont. Der “kalte Krieg” zwischen Kapitalismus und Kommunismus begann. Weil aber die NATO-Führung nicht damit rechnete, Westeuropa gegen einen Ansturm der Roten Armee lange halten zu können, begann man kurz nach Ende des 2. Weltkriegs mit dem Aufbau geheimer Sondereinheiten, die im Falle einer sowjetischen Besetzung als Partisanen tätig werden sollten. Zu diesem Zweck wurden in 16 europäischen NATO-Staaten nicht nur streng anti-kommunistisch gesonnene Freiwillige rekrutiert, sondern auch umfangreiche Waffenlager angelegt. Diese Vorgänge sind im übrigen kein Produkt der Verschwörungstheorie, sondern durch die im Rahmen eines Untersuchungsausschusses vom ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Andreotti erzwungenen Aussagen hinreichend belegt.
Als mutmaßlicher Attentäter von München wurde ein Mann namens Gundolf Köhler präsentiert, der bei dem Anschlag ebenfalls ums Leben kam. Köhler war Mitglied der “Wehrsportgruppe Hoffmann” gewesen, einer paramilitärischen Truppe, die bis zu ihrem Verbot etliche Jahre lang die Protektion des bayrischen Ministerpräsidenten Franz Joseph Strauß genossen hatte. Der Sprengstoff stammte seinerzeit von einem gewissen Heinz Lemke, ebenfalls in paramilitärischen Kreisen unterwegs. Durch Zufall wurden Lembkes Waffenlager entdeckt, 33 an der Zahl, bestückt mit Sturmgewehren, Handgranaten Panzerfäusten etc. - Waffen, die an Zahl und Qualität weit über das hinaus gehen, was gelegentlich bei Militariafanatikern aus nationalen Kreisen gefunden wird. Woher stammte dieses umfangreiche Arsenal? Die Frage wird wohl nie benatwortet werden. Nachdem Lembke sich in der U-Haft bereit erkläre, das Geheimnis zu lüften, wurde er am nächsten Morgen erhängt in seiner Zelle aufgefunden - Selbstmord nach Behördenangaben.
Ähnliche Hintergründe ranken sich um den Anschlag in Bologna, der seinerzeit den kommunistischen Terroristen der “Roten Brigaden” in die Schuhe geschoben wurde.
Übrigens, das Vorgehen hat Mehtode bis heute: Im September 2005 wurde im Rahmen einer Routinekontrolle im irakischen Basra ein Auto gestoppt, vollgestopft mit Sprengstoff. Bei den nach einem längeren Schusswechsel festgenommenen Insassen handelte es sich um Angehörige des SAS, einer britischen Spezialeinheit, die sich als Araber verkleidet hatten.Zu welchem Zweck? Auch dieser Fall wird letztlich ungeklärt bleiben - britische Soldaten stürmten das Gefängnis und befreiten die Verdächtigen…





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