Moers: Die Antifa NRW vor ihrem völligen Kollaps

Veröffentlicht am 25. Mai 2008

Plakate, Aufkleber, Aufrufe, zig Mobilisierungsseiten – und das traurige Resultat waren ca. 100 Besucher. Am Abend des 23.05.2008 spielte die Musikgruppe ,,Kategorie C – Hungrige Wölfe“ in der Moerser Innenstadt. Trotz der kläglichen Distanzierungsversuche von der rechten Szene, zum Willen des Kommerz, organisierten örtliche Antifaschisten eine Demonstration. Für diese wurde mehrere Wochen intensiv geworben, in Form von Flugblättern, Aufklebern und Plakaten, die sich in mehreren Städten wiederfanden. Selbst die Hauptseite der Antifa NRW verwies zwecks Mobilisierung auf den Moerser Antifa-Blog. Man kann also von einer recht gut organisierten, langfristigen sowie weitflächigen Vorbereitungsphase sprechen.

Am Abend dann, fanden sich aber jedoch nur etwa Hundert Antifaschisten ein, um der verhassten Musikgruppe den Gar auszumachen. Auf der anderen Seite befanden sich 600 Konzertbesucher, die zwar vor dem Konzert nicht politisch aktiv war, sich dies aber noch mal überlegen wird, nachdem ein jämmerlicher Haufen versucht hat ihr geliebtes Konzert zu verhindern. Da sagt man wir würden gewisse ,,Szenen“ für uns instrumentalisieren, hier jedoch war es die Antifa die Werbung für uns machte und zwar in einer durchaus gut besetzten Jugendkultur – den Fußballfans.

Da man von Seiten der Antifa keine Chance hatte auch nur in irgendeiner Weise das Konzert zu verhindern, entschloss man sich abermals in letzte Not die Sturmtücher hochzureißen. So wirkt man wenigstens militant. Im Laufe der Nacht griff man letztendlich noch eine kleine, ziemlich unterlegene, Gruppe von Konzertbesuchern an. Man war ja militant, man hatte Sturmtücher vor der Nase kleben.

Militant wäre es gewesen, wäre das Konzert geplatzt, beispielsweise weil es die Gaststätte nicht mehr gegeben hätte? Doch gerade Nationalisten müssen sich ja tagtäglich in antifaschistischen Foren anhören, wie wenig militant sie seien. Da soll die Antifa-NRW dies doch mal definieren, ob es ,,militant“ ist einen Altersdurchschnitt von 15 Jahren zu haben, die außer Sturmtuch tragen keinerlei Faszination an der ,,Politik“ haben.

Es bleibt festzuhalten:

Das Mobilisierungspotenzial der Antifa schrumpft und schrumpft, unseres steigt! Die Zeiten als man den Gegendemonstranten hoffnungslos unterlegen war, sind lange vorbei. Doch auch bei eigenen antifaschistischen Motto-Demonstrationen finden sich in der Regel nicht mehr ein wie zu nationalen Demonstrationen. Siehe 1. Mai in Dortmund, Antikriegstag in Dortmund, sowie drei erfolgreiche Stolberg-Demonstrationen.





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