Reitbahnstraße 84: … zünden ihre Häuser auch ganz gerne selber an
Veröffentlicht am 21. Mai 2008
Über einen bösartigen Brandanschlag berichtete die “Freie” Presse Anfang Mai: Unbekannte hatten in der Nacht vom 28. zum 29. April kurz vor Mitternacht selbergebastelte Molotow-Cocktails gegen das linke Projekt in der Reitbahnstraße 84 geworfen. Dem organisierten Verbrechen schien die Tat allerdings nicht zuzurechnen zu sein, eher war das schlecht organisierte Verbrechen am Werk: Der mit Spiritus gefüllte Tetra-Pak (!) konnte die Fensterscheibe nicht zerschlagen, sondern prallte ab und verursachte ein Feuerchen an der Hauswand, das schnell gelöscht werden konnte. Einer nachfolgenden Flasche war auch kein größerer Erfolg beschieden.
Während die Polizei nicht von einem politischen Hintergrund ausging, waren sich die selbst nicht eben zimperlichen Antifa-Ultralinken natürlich sicher: Böse Rechte stehen dahinter, eine entsprechende Vermarktung des Anschlages in Presse, Funk und Internet folgte. Beweise hatten sie freilich nicht, eher war da wohl das schlechte Gewissen der Ratgeber, war doch am 5. März die äußerst gewalttätige Gegenaktion gegen die Kundgebung der nationalen Kräfte in Chemnitz-Bernsdorf von besagtem Projekt ausgegangen.
Leute mit Instinkt witterten schon damals angesichts der Begehungsweise und der anschließenden Aufbereitung (Frage: qui bono?; wem nützt es?), daß die ganze Geschichte inszeniert war, und mittlerweile wurde es auch erstaunlich still um den “Anschlag”.
Wie jetzt jedoch aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, gilt eine Variante, die dem recht nahekommt, als mittlerweile sehr wahrscheinlich: Eine Gruppe von Punks hatte in der Reitbahnstraße 84 Hausverbot bekommen und war darüber wenig erbaut. Es folgte besagte kleine Racheaktion.
Ist aber auch gemein, den Punkies das Bier zu verweigern, was sie doch sonst immer als Gegenleistung gegen Krawall zur rechten Zeit von der Linken zur Verfügung gestellt bekamen.
Also, liebe linken Freunde, erstens: Wenn wir einen Anschlag auf Euch machen wollen, dann prallt da nix an der Scheibe ab, und zweitens: Sowas machen wir erst gar nicht. Wir suchen das, was Ihr flieht: Die politische Auseinandersetzung.





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