Bundestag: Politiker genehmigen sich mehr Gehalt

Veröffentlicht am 15. Mai 2008

Der Bodensatz der BRD -auch als Politiker bekannt- will sein Biotop weiterhin recht feucht und warm erhalten, und so entschied man sich kurzfristig zu einer erneuten „Diätenerhöhung“ in Höhe von 6 %, nachdem man sich erst im Januar diesen Jahres mit mageren 9 % „Diätenerhöhung“ auf 7339 Euro monatliches „Grundeinkommen“ beschieden hatte.

Die Schlammspringer berufen sich dabei auf die „hohen“ Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst, und schließlich gönnt man sich ja sonst nichts, außer unter Einsatz des Lebens der Personenschützer im Dienste der eigenen Vorteile durch die Welt zu düsen und möglichst aus den Steuertrögen soviel abzugreifen, wie die Taschen fassen können – und die scheinen seit Urzeiten bodenlos zu sein.

Die – entgegen aller Gewohnheit – frühzeitige Bekanntgabe dieser Erhöhungspläne, die „erst“ im Januar 2009 realisiert werden sollen, dürfte jedoch eher darauf hindeuten, dass hier die Absicht besteht, den „Volkszorn“ in ungefährliche Kanäle zu leiten, um ihn zur passenden Gelegenheit wieder durch „Einlenken“ abflauen zu lassen. Anders dürfte die Großaufmachung auf den Titelseiten der Systempresse kaum zu erklären sein, nach den schon peinlich zu nennenden Debatten wegen der Wahnsinns-Rentenerhöhung von 1,1 % nach mehreren Nullrunden, sowie der unglaublichen – voraussichtlichen – Anhebung von Alg2 ab Juli diesen Jahres um ganze 4 Euro monatlich.

Sicherlich sind auch die Zahlen nicht miteinander vergleichbar, da die BRD-Bevölkerung ja „nur“ 612 Bundestagsabgeordnete zu versorgen hat. Vordergründig zumindest, denn es dürfte wohl jedem klar sein, dass der Diätenerhöhung im ehemaligen Reichstag die Landesparlamente flugs ihre Taschen in der gleichen Weise füllen werden, bis hinunter zum kleinsten Schreibtischhengst.

Wie die ganze Angelegenheit zu finanzieren ist, sollte auch kein Problem darstellen: Anhebung der Mehrwertsteuer auf einheitliche 23 %, Anhebung der Lohnsteuer auf 100 % vom ersten verdienten Euro an. Dafür wird die Lohnsteuer-Progression umgekehrt und Einkommen über 20.000 Euro monatlich sind lohnsteuerfrei. Schwarzarbeit wird straffrei gestellt, damit die Kosten für „Sozialabgaben“ auf diese Weise vom Versicherungspflichtigen eingebracht werden können. Sofern keine Schwarzarbeit gefunden werden kann, werden übergangsweise auch Naturalien von den Krankenkassen, Rentenanstalten und „Arbeitslosen- und Pflegeversicherern“ angenommen.

Es ist so einfach …


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