Dortmund: “Rechtsextremismus unter der Lupe?” - Das war ein Reinfall
Veröffentlicht am 25. April 2008
Für den heutigen Freitag lud die örtliche SPD und ihr Umfeld unter dem großspurigen Motto “No-Go-Area” zu einem Vortrag über die Studie “Rechtsextremismus - Vom Rand zur Mitte?” ein. Eine nette Einladung, die örtliche Aktivisten auch dankend angenommen haben. Zu bestaunen gab es einen circa einstündigen Vortrag, inklusive darauffolgender Diskussion, wie stark rechtsextreme Einstellungen in der Gesellschaft verankert seien und welche Mittel es gäbe, dieses Problem zu lösen.
Der Vortrag wurde von Dr. Dietmar Molthagen gehalten, welcher an der Studie seinerzeit mitgewirkt hatte. Inhaltlich gab es wenig interessantes festzuhalten, da statt einer Auseinandersetzung mit politischen Forderungen der nationalen Opposition lieber die Diskredidierung von Elternhäusern und dem sozialen Umfeld im Vordergrund standen. In regelmäßigen Abständen wurden immer wieder gleiche Phrasen wiederholt, damit es auch der letzte Sozialdemokrat verstehen konnte: Rechtsextremisten kämen aus schlechten Elternhäusern, seien arbeitslos, schlecht gebildet und hätten in ihrer Kindheit schwerwiegende Probleme gehabt!
Die anwesenden Kameraden, welche nebenbei einen nicht geringen Anteil an den insgesamt 40 Zuhörern ausmachten, hielten sich zurück und schalteten sich erst gegen Ende der Veranstaltung in die Diskussion ein, da vorher keine politische Debatte stattfand, sondern auf dem Niveau von Stammtischparolen gepöbelt wurde. Wir sind jederzeit an einer sachlichen Diskussion interessiert und stellen uns auch gerne einer öffentlichen Debatte!
Insgesamt lässt sich die Veranstaltung als klare Niederlage für die “bürgerlichen Antifaschisten” werten: Alexandra Wellmann (Moderation), Dr. Hakan Akbulut (Generalkonsul der Republik Türkei), Birgit Jörder (Bürgermeisterin), Hans-Ulrich Krüger (Bezirksbürgermeister), Volkan Tevfik Baran (Ausländerbeirat) und andere Ratsvertretern wurden für die Veranstaltung angekündigt, waren aber leider allesamt “kurzfristig krankheitsbeding abwesend”, so dass letztlich nur noch ein Referent auftreten konnte, wobei der Vortrag auch nur von knapp 40 statt der erwarteten 120 Personen besucht wurde. Ziehen wir die anwesenden Nationalisten davon noch einmal ab, bleibt ein kleiner, überalterter Haufen von Polit-Opas, Alt-68ern und einer Handvoll verblendeter Jungsozialisten!





Diesen Beitrag inhaltlich ergänzen
Als inhaltliche Ergänzungen werden nur objektive Fakten, die den eigentlichen Bericht durch neue Informationen ergänzen, zugelassen. Subjektive Meinungen gehören stattdessen in das Diskussionsforum und werden hier nicht freigeschaltet. Ziel einer Ergänzung sollte es sein, dem Leser möglichst viele Fakten zum Thema zur Verfügung zu stellen.