Erste Infoveranstaltung und Demoauflagen zum 1. Mai 2008
Veröffentlicht am 24. April 2008
Am letzten Freitag fand im Raum Kaiserslautern eine Infoveranstaltung zum 1. Mai 2008 statt. An diesem Abend informierten 2 Aktivisten die Zuhörerschaft über die beiden nationalen Protestmärsche zum Tag der deutschen Arbeit.
Weiterhin wurde die Geschichte und die Entstehung des 1. Mai’s als Arbeiter- und Kampftag in der Welt erläutert. Selbstverständlich durften die beiden Veranstaltungsorte Neustadt an der Weinstrasse und Kaiserslautern mit ihrer Geschichte nicht fehlen. Neustadt als größte deutsche Weinanbaustadt symbolisiert die deutsche Landwirtschaft und deren wirtschaftlichen und strukturellen Probleme, hervorgerufen durch die Globalisierung. Die Arbeiterstadt Kaiserslautern leidet schon seit Jahrzehnten an hoher Arbeitslosigkeit und Abwanderung von Industrie ins Ausland. Hinzukommend ist in Kaiserslautern noch eine enorme Überfremdung durch amerikanische Besatzungstruppen und sonstigen Ausländern zu verzeichnen. Organisiert wurde der Infoabend von der Kameradschaft Nordpfalz.
In Neustadt formiert sich ein Bündnis gegen Rechts, welches mit einem Gottesdienst, Dönerstand und Musik für Neustadt wirbt und sich auf dem Marktplatz breit machen will. Mit diesem Volksfest, von politischer Veranstaltung kann man ja da nicht mehr sprechen, versucht man einen Gegenpool zum nationalen Protestmarsch am Tag der deutschen Arbeit zu schaffen. Vielmehr bietet aber dieses linke Spaßbündnis gewaltbereiten Antifaschisten, die mit Gewalt den nationale Marsch durch Neustadt verhindern wollen, eine Plattform wie Treffpunkt.
Die Polizei befurchtet die Anreise von Linksautonomen über die Region hinaus und wird am Tag der Veranstaltung dem Problem gegenüberstehen, dass Linksautonome sich unter die Besucher des DGB-Festes auf dem Marktplatz zu mischen versuchen. Von dort könnten sie dann aus der Anonymität der Masse heraus versuchen, gewalttätig gegen Ordnungskräfte und nationale Demonstrationsteilnehmer vorzugehen. Erste Schmierereien Autonomer mit Gewaltaufrufen lassen Schlimmes erahnen.
Aus Alibifunktion heraus hat die Mannheimer Antifa für 19 Uhr noch eine antikapitalistische Kundegebung am Mannheimer Paradeplatz angemeldet. Schon seit Jahren verzichtet die Mannheimer Antifa auf ihre revolutionäre 1. Mai Demonstration und reist lieber nationalen Demonstrationsteilnehmern hinter her. Immer auf der Suche nach einer Straßenschlacht und befriedigten Gewaltexzessen. Dabei interessieren sich die meisten Linken, Punker, SHARPs und sonstigen Subjekte wenig für antikapitalistische Inhalte bzw. eigene Ziele. Vielmehr hofft man(n) äh auch frau auf „Action“ mit der Staatsmacht.
Die linke Führung musste feststellen, dass man den Arbeiterkampftag an den nationalen Widerstand verloren hat. Die nationale Opposition bestimmt seit einigen Jahren im Südwesten die Berichterstattung zum Tag der deutschen Arbeit.
Um wenigsten ein kleines Zeichen mit politischen Inhalten zu setzen. will die Antifa nach den nationalen Demonstrationen in Kaiserslautern und Neustadt noch eine antikapitalistische Kundegebung in Mannheim abhalten. Wie viele Genossen diesem Vorhaben folgen werden, bleibt abzuwarten. Die meisten werden am 1. Mai nur auf „Action“ aus sein und kaum noch “Bock” auf Mannheim und politische Inhalte haben…
Vor wenigen Tagen gingen dem Veranstalter der nationalen Demonstration in Neustadt die Auflagen der Behörden zu. Wir möchten kurz die wesentlichen Auflagen bekannt geben:
- Alkoholkonsum ist verboten
- Hunde sind verboten
- Uniformen und gleichartige Kleidung (Springerstiefel mit Bomberjacken) sind nicht erlaubt
- Marschformationen sind verboten
- Vermummungen (Sonnenbrillen in Verbindung mit Schals oder Mützen) sind untersagt
Informationen zur Anreise und Verhaltensregeln: http://www.ab-rhein-neckar.de/01Mai08/index2.html
Werbevideo zum 1. Mai 2008: http://www.ab-rhein-neckar.de/01Mai08/
Heraus zum Tag der deutschen Arbeit!
Heraus zum 1. Mai!
Heraus nach Neustadt und Kaiserslautern – Gemeinsam gegen Globalisierung, Ausbeutung und Kapitalismus!





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