Bericht zur Demonstration in Lübben am 12. April 2008

Veröffentlicht am 20. April 2008

Januar 2008. Bewaffnete Systemeinheiten stürmen eine Feier oppositioneller Jugendlicher. Auf dem Boden sitzend, um der unvermeintlichen Gewalt des Staates deeskalierend entgegen zu wirken, werden sie auf brutalste Weise zusammengeschlagen. Keiner der Jugendlichen hätte gedacht, dass der Besuch einer friedlichen Feier, das Hören von Musik unter Gleichgesinnten, für sie in der Notaufnahme eines Krankenhauses enden würde.

3 Monate später, am 12.April, rief der „Arbeitskreis Menschenrechte“ im freien Widerstand der Lausitz zur Demonstration nach Lübben. Unter dem Motto „Recht auf Selbstbestimmung – Pflicht zum Widerstand“ sollten die Ereignisse jener Nacht noch einmal in das Bewusstsein der Lübbenerinnen und Lübbener gerufen werden, da die Systempresse in gewohnter Manier die Tatsachen verdrehte und die eigentlichen Opfer von StaatsGEWALT in jener Nacht, als Täter versuchte zu brandmarken.

Schon Tage zuvor berichtete die Presse über die Demonstration und scheute sich nicht, den üblichen groß angelegten bürgerlichen Protest anzukündigen, der gewissermaßen als „Sturm der Entrüstung“ die letzten Zweifel der Lübbener Bevölkerung am demokratischen Herrschaftsapparat hinwegfegen sollte. Zu diesem Zweck wurde wenige Stunden vor der Demonstration eigens eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Was sich nun jedoch an diesem 12. April dem Aufmarsch entgegenstellte war nichteinmal mehr ein laues Lüftchen. Gerade einmal 100 – 150 Gegendemonstranten bot man auf, welche sich abgesehen vom Versammlungsort später nur noch einmal zeigten.

Zur Demonstration selbst waren etwa 400 Widerstandskämpfer angereist. Die bunten Transparente thematisierten die Unterdrückung oppositionellen Gedankengutes im herrschenden System sowie die Verfolgung politisch Andersdenkender. Auf Plakaten forderte man den Rücktritt Jörg Schönbohms, dem brandenburgischen Innenminister. Lautsprecherdurchsagen, zwischen denen themenbezogene Sprechchöre erschallten, machten immer wieder auf das Anliegen der deutschen Jugend aufmerksam. Auf die Forderung ihres Rechtes auf Selbstbestimmung und auf die Pflicht zum Widerstand gegen herrschendes Unrecht – für eine sichere Zukunft unserer Kinder und unseres Volk!

Maximilian





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