Einwanderung & Israel: Wie die Opfer zu Tätern werden…

Veröffentlicht am 20. April 2008

Die Ironie der Geschichte. Vor drei Wochen befahl der Ministerpräsident Israels – ein Land mit großartiger Menschenrechtstradition – Ehud Olmert, die „heiße Abwehr“ von Afrikanern, welche versuchen, illegal die Grenze aus Ägypten zu überqueren. Die Vizebürgermeisterin von Tel Aviv sprach Klartext: „“Heiße Abwehr“ heißt mit dem Finger am Abzug“. Da der Judenstaat kein Asylgesetz besitzt, will Olmert die rund 8000 afrikanischen Flüchtlinge, die sich schon auf palästinensischem… äh israelischem Boden befinden, wieder abschieben.

Erzählt man uns nicht bis heute, dass massenhafte Einwanderung die Kultur bereichert?

Auf welche für uns unvorstellbaren Nachteile der Flüchtlingsflut ist Herr Olmert denn da gestoßen? Auf jeden Fall gestaltet sich das Vorhaben des Herrn Olmert äußerst schwierig, Ägypten will die Afrikaner nämlich nicht mehr zurücknehmen, ist die Feststellung der wahren Herkunft der Flüchtlinge sowieso schwierig. Vielleicht ändert Ägypten ja seine Meinung, wenn Israel seinen militärischen „Präventivschlag“ von 1967 wiederholt. Vielleicht fällt nebenbei sogar wieder ein bisschen Land für Israel ab. Bekommt doch keiner mit! Bis diesbezüglich jedenfalls eine Endlösung der Afrofrage gefunden wurde, wollen die Juden die meisten der Flüchtlinge in Lagern unterbringen.

Wenn unser moralisches Vorzeigevolk kommende Integrationsprobleme so bewältigt, dürfen wir das dann auch? Oder kommt es dabei da drauf an, wer hier auserwählt ist und wer nicht?

Der Zentralrat der Deutschen in Israel möge doch bitte einmal seinen guten Einfluss auf Regierungskreise geltend machen und Pläne zur Umsetzung dieses Vorhabens auch der BRD zugänglich machen…

Hochachtungsvoll!
Die Ewigschuldigen





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