Der Fall Tommy

Veröffentlicht am 15. April 2008

Tommy wurde in der Nacht vom 21. zum 22. März von Beamten des Berliner Staatschutzes der Abteilung PMS Rechts vor den Augen seiner Freundin brutal verhaftet. Die Beamten erörtertem ihm, dass sie ihn jetzt zur Gefangenensammelstelle bringen werden, wo er dem Haftrichter vorgeführt werden solle. Tommy, der sich keiner Schuld bewusst war, fragte aus welchem Grund sie dies täten und was ihm vorgeworfen würde. Man kommentierte dies nur lapidar, es ginge um eine Körperverletzung.

Beim Haftrichter wurde dann ein Haftbefehl erstellt. Dieser wurde mit der Fluchtgefahr begründet. Der gemachte Vorwurf verwies auf eine Körperverletzung, die sich aus der Gruppe heraus vor ca. einem Jahr in Bensheim in Hessen ereignet haben soll. Tommy wurde damals mit seinen Begleitern einen Tag nach der angeblichen Tat festgenommen. Die Beweislage war damals mehr als dünn, weshalb die Ermittlungsverfahren gegen seine Begleiter eingestellt wurden. Der Beweis gegen seine Person soll ein Wiedererkennen von Piercingschmuck sein, welchen er damals nicht einmal trug.

Das reichte nun, um ca. ein Jahr später einen Haftbefehl zu erlassen. Auch die Zeugenaussagen belasteten ihn nicht. Beweise sind wohl immer nur soweit stichhaltig, wie sie es aus politischem Interesse sein sollen.

Nun hatte er ca. eine Woche Aufenthalt in der JVA Moabit, die wegen der Haftbedingungen für Untersuchungshäftlinge als unangenehmste in Berlin zu werten ist. Diese schließen z.B. Arbeitsverbot, Briefkontrolle, 23 Std. Einschluss und vieles mehr ein. Am 01.04 begann dann seine Reise durch die Knäste der BRD.

Es ging erst einmal von Berlin-Moabit nach Magdeburg, mit einem Zwischenstopp in Brandenburg. Dort hatte er 2 Tage verweilt. Tommy schilderte diese JVA als erträglich, was, wie später noch folgen wird, nicht selbstverständlich ist.

Nächste Station der Reise war nun eine JVA in Hannover, welche einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen hat. „So ein Loch habe ich noch nie gesehen, die Zelle ist vollgesifft, und auf die Matrazen kann man sich nicht legen, da überall
Flecken drauf gewesen sind. Ich denke, sie waren vollgepisst. Die Wände waren so sehr beschrieben, dass man keine Wandfarbe mehr erkennen konnte“. Selbst Grundrechte wie der Gang zu einem Arzt und sanitäre und hygienische Versorgung wurden ihm verwehrt. „ Wir wurden dort wie Tiere behandelt, und das darf nicht sein!“

„Der psychische Stress ist groß, durch die dauernde Reise erreicht dich weder Post von Kameraden, Familie oder Freundin, noch hast du die Möglichkeit, deine Liebsten beim Sprecher zu sehen. Man ist in dauernder Sorge, ob die Welt draußen von deinem Schicksal Bescheid weiß und wie es nun weitergehen soll.“

Nun wurde er nach Frankfurt am Main verlegt mit einem Zwischenstopp in Kassel, wo er drei Tage inhaftiert blieb.

Die letzte Station war dann Weiterstadt, wo er vor den Richter zur Haftprüfung gestellt werden sollte. Man erörterte ihm, dass das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingstellt wird, und er wurde freigelassen, fernab der Heimat.

Dies stellt einen von unzähligen Versuchen dar, nationale Bürger zu kriminalisieren.

Stoppt die Gesinnungsjustiz, Freiheit für alle Nationalisten!!!





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