Konsumgesellschaft im Endstadium – Wegwerf-Phobie
Veröffentlicht am 15. April 2008
Die Ausmaße unserer konsumorientierten Gesellschaft wachsen tagtäglich, doch man könnte meinen es gäbe Grenzen, die wenn sie überschritten werden, ein Ende des Ganzen einleiten. Der Kapitalismus scheint dort hartnäckig zu sein, und bahnt sich neue, mehr als nutzlose, Wege zur Gewinneintreibung.
Neuste Erfindung dieser materialistischen Unternehmenssparte, die gerne auch Wissenschaft genannt wird, ist das ,,Wegwerf-Mobiltelefon“. Ein kleines unscheinbares Handy, welches nach einmaligen Bedienen weggeworfen wird. [Es gibt auch eine Variante, die ein bestimmtes Guthaben besitzt, und nach Aufbrauchen unbrauchbar wird] Welch Hintergrund diese Erfindung haben mag, und in wie fern es sich von einem normalen, immer wieder nützlichen, Mobiltelefon unterscheidet, beispielsweise ein Pre-Paid-Handy, ist offenbar nicht ganz klar. Ob ich mir nun für 10 € ein gebrauchtes Handy hole, welches ich immer wieder, nach Bedarf und finanziellen Status aufladen kann, oder ein einmaliges Handy für 20 Dollar kaufe, der Unterschied leuchtet nicht sofort ein.
Doch in Zeiten von Unsummen auf Konten gewisser Wissenschaftsunternehmen bedarf es keinen Hintergrund zu Entwicklungen zu geben, was neu ist, ist gut, und was gut ist, bringt Geld. Ein einfaches Rechenspiel der kapitalistischen Großunternehmen.
Und der Bürger? Er kauft, er telefoniert, er schmeißt weg. Es ist ja nicht so, als ob wir zuviel Müll, zu wenig Geld oder zu viel Luxusgüter hätten.




Diesen Beitrag inhaltlich ergänzen
Als inhaltliche Ergänzungen werden nur objektive Fakten, die den eigentlichen Bericht durch neue Informationen ergänzen, zugelassen. Subjektive Meinungen gehören stattdessen in das Diskussionsforum und werden hier nicht freigeschaltet. Ziel einer Ergänzung sollte es sein, dem Leser möglichst viele Fakten zum Thema zur Verfügung zu stellen.