Verbotene Wahrheit: Lobbyisten in Deutschland

Veröffentlicht am 4. April 2008

Seit Bestehen der Bundesrepublik werden Theorien, die von Lobbyeinflüssen in Deutschland handeln, kontinuierlich als Verschwörungen abgetan. Ob es zionistische Interessensgemeinschaften sind, oder wirtschaftliche Verbände, die im Sinne ihrer kapitalorientierten Unternehmenspolitik handelten – Kritik war verboten. Menschen, die derartige Aussagen tätigten, fanden sich sehr schnell in der politischen Bedeutungslosigkeit wieder, gleichgestellt mit Revisionisten und Extremisten.

Doch nun häufen sich die Berichte und Reportagen. Seit wirtschaftliche Katastrophen bei Nokia, Unilever, BMW, Henkel oder BenQ bekannt geworden sind, wächst der Unmut im Volk. Doch die Medien halten sich bedeckt, sind auch sie oft Teil der Wirtschaft, fest gebunden im Kreislauf aus Geld und Lobbyismen. Doch nun wurde bekannt: Ca. 300 Interessensvertreter von verschiedenen Wirtschaftsunternehmen waren in den Jahren 2004 bis 2006 angestellt in unterschiedlichen Bundesbehörden. Immer im Auftrag ihres Unternehmens, mit gleichzeitigem Gehaltscheck des Betriebes, zur Verwirklichung der kapitalistischen Ziele. Unsere Politik öffentlich und gut sichtbar für jeden – unterlaufen.

So geht aus einem Bericht von ,,Monitor“ hervor, dass diese privatwirtschaftlichen Vertreter direkt an ,,Vergabeverfahren“ mitgearbeitet haben bzw. die Mehrheit der entsendeten ,,Spione“ sich um die Anträge und Verfahren, die ihre Unternehmen betreffen, gekümmert haben.

So wurden Aufträge an Firmen vergeben, da wiederum Mitarbeiter dieser profitierenden Firma über die Vergabe entschieden haben. So lief es in vielen Gebieten ab.

Für die Bundesregierung kein Problem. Die Neutralität wäre gesichert, durch einen geordneten Aufbau der Ministerien könne es zu keinen Fehlentwicklungen kommen, die einem bestimmten Unternehmen dienten. Des weiteren wäre das Fachwissen der privatwirtschaftlichen Mitarbeiter nicht von der Hand zu weisen. Außerdem würde das Ministerium ebenso Mitarbeiter in die Privatwirtschaft entsenden, um dort zu beobachten. Dass dort das Verhältnis zwischen 2004 und 2006 bei 300 zu 12 liegt, erwähnt keiner.

Vielleicht hat ,,Monitor“ auch nur nach dem falschen Ansprechpartner Ausschau gehalten, denn wer sagt, dass es bei der Bundesregierung nicht genauso abläuft…Wir werden nicht von Berlin regiert, sondern der weltweiten Wirtschaft, das ist uns schon langen klar.

Bankwesen und Großunternehmen unterdrücken seit Jahren unser Volk, nutzen es aus und bereichern sich auf Kosten von ganzen Arbeitenehmerscharen. Ermöglicht durch den vorhandenen Wirtschaftsliberalismus, durchgeführt durch den herrschenden Kapitalismus, derzeit klar ersichtlich durch die daraus resultierende Globalisierung.

Das System ist der Fehler, nicht das Unternehmen!





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