Türkischer Provider sperrt Indymedia
Veröffentlicht am 30. März 2008
Wer immer nach Zensur ruft, der ist auch irgendwann selbst betroffen wie das linke Portal Indymedia nunmehr in der Türkei feststellen durfe. Indymedia ist vielen Menschen bekannt als ein linksradikales Internetportal, das im Namen des Antifaschismus immer wieder zu Gewalt gegen Andersdenkende aufruft und sich allerorten für ein Verbot von rechtsgerichteten Parteien und Organisationen einsetzt und stetig darauf drängt Internetseiten, die nicht dem verquerem Weltbild von Indymedia entsprechen, zu verbieten. So könnte man meinen, daß wir nun froh wären, daß das Portal nunmehr zumindest in der Türkei mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird. Das Problem des verqueren Verständnises von Meinungsfreiheit dieses Portals und seiner Anhänger löst dieses Problem jedoch nicht. Stattdessen heulen sich die Genossen jetzt erstmal aus, daß nun auch sie von der Medizin betroffen sind, die sie anderen nur zu gerne verabreichen. Nichtsdestotrotz hat auch ein Portal wie Indymedia seine Daseinsberechtigung und sei es nur um Menschen zu zeigen, daß der neue Faschismus sich Antifaschismus nennt, wie Ignazio Silone und Theodor Adorno seinerzeit schon warnten.
Auf Indymedia selbst wird zur Solidarität aufgerufen. Was wäre da naheliegender als diesen Worten auch Taten folgen zu lassen und in türkischen Bevölkerungshochburgen in Deutschland Demonstrationen anzumelden. Wir schlagen Duisburg-Marxloh und Berlin-Kreuzberg vor. Für die Gesundheit der Teilnehmer haften wir allerdings nicht, das sind nämlich die Geister, die Indymedia jahrelang rief.






Diesen Beitrag inhaltlich ergänzen
Als inhaltliche Ergänzungen werden nur objektive Fakten, die den eigentlichen Bericht durch neue Informationen ergänzen, zugelassen. Subjektive Meinungen gehören stattdessen in das Diskussionsforum und werden hier nicht freigeschaltet. Ziel einer Ergänzung sollte es sein, dem Leser möglichst viele Fakten zum Thema zur Verfügung zu stellen.