Christian Worch zum Trauermarsch in Lübeck
Veröffentlicht am 30. März 2008
Der heutige Trauermarsch in Lübeck anläßlich der Bombardierung vor nunmehr 66 Jahren verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Am 12.oo versammelten sich auf dem Bahnhofsvorplatz ca. 350 Teilnehmer, die nach Erledigung der üblichen versammlungsrechtlichen Auflagen sowie einer Auftaktkundgebung kurz vor 13.oo Uhr die angemeldete Wegstrecke beschritten. Zwischenkundgebung wie Abschlußkundgebung – letztere wieder in fast unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs – wurden vor einer geringen Zahl Gegendemonstranten nur unwesentlich akustisch gestört.
Die Redner der Veranstaltung waren (in alphabetischer Reihenfolge)
- Peter Borchert
- Dennis Bührig
- Veranstalter Jörn Lemke
- Jens Lüdtke
- Christian Worch
- Thomas Wulff
Die Teilnehmerzahl entsprach ungefähr der vom letzten Jahr, so daß sie damals überraschend hohe Mobilisierung gehalten oder möglicherweise sogar noch geringfügig ausgebaut werden konnte. Eine erfreulich hohe Zahl von Fahnen wurde im Zug mitgeführt; ebenso waren Transparente und Trageschilder reichlich vorhanden, so daß das Anliegen des Trauermarsches auch textlich verbreitet werden konnte.
Die Mobilisierung der politischen Gegenseite war trotz Aufruf „aller gesellschaftlich relevanter Kreise“ stark rückläufig; sie wurde von der Polizei mit ca. 1.000 angegeben. (Vorjahr: ca. 2.000, Jahr davor: ca. 3.000). Wenn das so weitergeht, müßte nach den Gesetzen der statistischen Reihe im nächsten Jahr gar kein Gegendemonstrant mehr auftreten… Die angekündigten massiven Sitzblockaden fielen des schlechten Wetters wegen sehr kläglich aus; nur einmal sollen nach dem Polizeibericht 45 Gegendemonstranten die Wegstrecke kurzfristig besetzt haben. Diese Blockade wurde dann von der Polizei nach den üblichen drei Aufforderungen geräumt, ohne daß wir eine Verzögerung oder Behinderung unseres Marsches hätten feststellen können. Bei vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen militanten Linken und der Polizei wurde ein Polizeibeamter durch Fußtritt in den Unterleib verletzt und mußte zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Teilweise massive Steinwürfe auf Polizeikräfte führten nach dem Polizeibericht glücklicherweise zu keinen Personenschäden.
Abgesehen von dem Wetter, das naßkalt und überwiegend regnerisch war, war die Veranstaltung ausgesprochen zufriedenstellend.




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