CSU will Türken als neuen „bayrischen Volksstamm“
Veröffentlicht am 28. März 2008
Der Fraktionsvorsitzende der CSU im bayrischen Landtag und engster Vertrauter von Ministerpräsident Beckstein – Georg Schmid - sagte folgendes: „Nach dem 2. Weltkrieg ist es zum Beisspiel dem Freistaat gelungen, dass Vertriebene zu selbstbewußten Bayern mit sudetendeutschen Wurzeln wurden. Warum soll das im 21. Jahrhundert nicht auch mit den Türken möglich sein?“ (Quelle: Spiegel) Der völlig absurde Vergleich offenbart gleich zwei Ungeheuerlichkeiten: Erstens betrachtet die CSU heimatvertriebene Sudetendeutsche nicht als Volksgenossen und zweitens: Die CSU möchte die hundertausenden Türken des Freistaates als neuen „bayrischen Volksstamm“ assimilieren.
Die sudetendeutsche Landsmannschaft sah sich zu folgender Stellungsnahme genötigt: „Die Sudetendeutschen waren wie die Nieder- und Oberschlesier, Ost-und Westpreußen, Hinterpommener und Ostbrandenburger deutsche Staatsangehörige“. Die Heimatvertriebenen „sind keine Migranten.“ Dem kann man sich nur anschließen, wenn einem auch noch zahlreich weitere Heimatvertriebene einfallen würden. Die Sudetendeutsche Mannschaft hat sich in Form ihrer politischen Führung bisher aber leider stets als Stimmvieh der CSU mißbrauchen lassen. Eine Abkehr von der, mit feudalistischen Allüren regierenden, CSU erscheint mehr als unwahrscheinlich, sei es nun schon allein deshalb, da die Führung der Sudetendeutschen durchwegs aus CSU-Mitgliedern und gar Landtagsabgeordneten besteht.
Dies an sich offenen und ehrlichen Worten sind aber zu begrüßen, da sie jedem Aufzeigen was die CSU von Heimatvertriebenen hält und die Bürger unseres Landes nun wissen was ihnen in Punkto „Multikulturelle Gesellschaft“ droht. Auch dürfte klar sein wie es sich nun mit einem EU-Beitritt des chauvinistisch-imperialistischen Unterdrückerstaates Türkei aus Sicht dieser vorgeblich „christlich-sozialen“ Partei verhält.
Also noch einmal Danke an den Herrn Schmid – nun wissen wenigstens alle Bescheid. Die Maskerade der CSU als angebliche „Heimatpartei“ düfte sich damit endlich vollends enttarnt haben. Nicht umsonst ist die Partei des Herrn Erdogan Anwärter auf die Mitgliedschaft in der „Europäischen Volkspartei“ (EVP). Widerstand gegen diesen Mitgliedsstatus war von Seiten der „Christsozialen“ bisher nicht wahrzunehmen. So hatte der türkische Ministerpräsident die EU immer wieder als „Christenclub“ bezeichnet. Auch leugnte die türkische Regierung den Völkermord an den Armeniern, führt seit Jahrzehnten einen ethnischen Vernichtungsfeldzug gegen das Volk der Kurden, hat in Zypern europäisches Territorium annektiert und treibt eine Politik der kolonialistischen Landnahme.




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