Von braunen Osterhasen, Zukunftsängsten und eine etwas andere Form des Widerstandes
Veröffentlicht am 27. März 2008
Die freien Osterfeiertage in der Familie genießen mag für den Einen oder Anderen sehr schön sein. Die Kriege der Internationalisten machen an den Feiertagen keine Pause, genauso wie ihre Ausbeutung unaufhörlich voranschreitet. Auch an Ostern starben wieder etliche unschuldige Menschen für Profitinteressen - deshalb darf unser Widerstand auch keine Feiertage oder Pausen kennen.
Luise rennt schon mal voraus. Heute, am Ostersonntag Morgen geht sie mit ihrem Vater spazieren. Sie hat schon lange keine Zeit mehr mit ihm verbracht, seitdem er in der Nähe von Hamburg Arbeit gefunden hat. Dort verdient er jedoch sowenig, dass er maximal einmal im Monat nach Hause kommen kann - Luises Familie ist daran zerbrochen.
Luise ist 4 Jahre alt und hat im Hort schon viele Freunde gefunden. Durch die kaputten Familienverhältnisse ist sie sprachlich ein wenig unterentwickelt. An diesem sonnigen Morgen macht sie auf dem Weg durch einen Stadtpark eine Entdeckung: ein Osternest! Viele bunte Eier liegen da und warten auf den freudigen Finder. Doch warum, und vor allem was, hat der Osterhase auf die Eier geschrieben?
Luises kleine Welt ist schon kaputt, viel kaputter ist die Welt der “Erwachsenen”. Und so kann nur Ihr Vater den Sinn der Sprüche erfassen: Kapitalismus abschaffen - Nationaler Sozialismus, jetzt!, “sozial statt global” oder “Freiheit statt BRD” und viele weitere. Luise kann mit den Parolen nichts anfangen, ihr Vater jedoch ist beeindruckt, dass es in dieser schlechten Zeit noch Menschen gibt, die sich für eine höhere Sache einsetzen. Er selbst hält nicht viel von Politik. Die Parolen allerdings wird er noch eine Weile mit sich herumtragen.
An die 60 Ostereier versteckten Widerstandskämpfer in der Nacht vor dem Ostersonntag in mehreren Städten der Lausitz. Einige werden wohl nie gefunden werden, andere wurden vielleicht von Tieren weggetragen. Der Großteil jedoch, wurde von Menschen gefunden die vielleicht durch diese etwas andere Form des Widerstandes anfangen sich Gedanken über uns und unsere Zukunft zu machen.
Vielleicht gibt es unter diesen Menschen den ein oder anderen Ingenieur, vielleicht einen sehr guter Redner oder Organisator. Vielleicht sogar einen Geldgeber, der den Widerstandskampf weiter unterstützen möchte. Wie auch immer, in unserem Volk schlummern noch ungeweckte Kräfte, die es zu erreichen gilt. Im kommenden Freiheitskampf werden wir jede Hand gebrauchen können.







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