Jedes Jahr das Gleiche - Verdrehte Wahrheiten in Dortmund

Veröffentlicht am 26. März 2008

Seit 3 Jahren gibt es in Dortmund die „Schmuddel Gedenkdemo“. Doch wer war Schmuddel und weshalb veranstaltet die Antifa einen so großen Aufwand wegen dieser Person? Hier wollen wir Euch einiges über die gesamte Situation in Dortmund erklären und erläutern.

Zu der Antifa:
Warum sie solch einen Aufwand veranstaltet, ist leicht zu erklären. Die Antifa in Dortmund ist eine Gruppe, die sich nie über großen Zulauf erfreuen konnte und eigentlich nirgendwo ernst genommen wird. Natürlich gibt es in Dortmund auch ein „Bündnis gegen Rechts“, allerdings besteht dieses zum größten Teil aus bürgerlichen Personen. Nachdem die „Antifa Dortmund Nord“ am 01.06.2004 nach einer so genannten „Sommerpause“ von der Bildfläche verschwand, gab es noch kurze Zeit die antideutsche „Kommunistische Initiative Dortmund“ (c/o Unner Straße 44). Diese führte unter anderem eine Demo in Dortmund - Brechten (12.07.2003) durch. Zu dieser eher kläglichen Demo erschienen ca. 250 Antideutsche, obwohl dafür zwei Monate geworben wurde. Nachdem die „KI-Dortmund“ auch verschwand wurde es in Dortmund sehr ruhig um die Antifa. Es gab zwar weiterhin die Treffpunkte “Langer August” und “Hirsch-Q”, doch wirkliche Gruppen gab es nicht. Als am 28.03.2005 der Punker „Schmuddel“ starb, formierte sich neuer „Widerstand“. Es gründete sich die „Antifa Union Dortmund“, die fast Personengleich ist mit dem „Bündnis 28.3.“, welches die Schmuddel Demos organisiert. Seitdem erscheinen diese Gruppen immer nur, wenn es mal wieder um Schmuddel geht oder wenn sie eine Gegendemonstration veranstalten, die keine eigenen politischen Forderungen hervorbringt. Ansonsten ist von beiden Gruppen nichts zu erwarten. Vielleicht liegt es auch daran, dass einige der Leute nicht in Dortmund wohnhaft sind. Im Jahr 2007 gab es erneut einen Versuch durch Antifakiddis eine neue Gruppe zu formieren. Der selbsternannte Führer dieser Gruppe, Gerrit S., nannte sie zuerst „Mob Action Dortmund“, später „Autonome Antifa Dortmund“. Unter diesem Namen fanden ein bis zwei Treffen statt. Dort wurden Aktionen zum 1.Mai und Antikriegstag besprochen. Das Treffen bestand aus ca. 30 Leuten, wobei, der selbsternannte Führer, Gerrit die Wortführung übernahm. Es ist schon sehr paradox , dass sich eine Gruppe „Autonome Antifa Dortmund“ nennt, aber absolut keine Autonomie in ihren eigenen Reihen aufweist, da sie einen Führer haben. Aber das ist halb so wild, denn Ende 2007 war diese Gruppe auch schon wieder weg. Nun organisierte man sich in der „Antifa NRW“ (Welche inzwischen auch schon wieder aufgelöst wurde). Es gab seit einigen Jahren ca. zehn mal den Versuch, antifaschistische Gruppen in Dortmund zu bilden. Seit einiger Zeit gibt es nun fünf Internetseiten von vermeintlich antifaschistischen Gruppen. Auf Demos zeigen sich die Gruppen oft zerstritten, wie z.B. am 01.09.2007 auf der Gegendemonstration zum nationalen Antikriegstag, dort gab es laut Indymedia sogar handfeste Auseinandersetzungen zwischen Antideutschen und Antifas(Antiimps). Dies zeigt erneut, wieweit die politischen Ansichten der Antifa NRW in wichtigen Fragen auseinander driften.

Zum Fall Schmuddel:
Thomas Schulz, auch Schmuddel genannt, war einigen Aktivisten vom Sehen her bekannt. Meistens saß er mit anderen Punks in der Nähe vom Hauptbahnhof und trank dort sein Bier. Bei Aktionen hielten sich die Punks eigentlich immer zurück. Wenn sie sahen, dass Aktivisten des Nationalen Widerstand Flugzettel verteilten störten sie sich nicht wirklich dran. Am 28.03.2005 war der junge Heranwachsende Sven K. mit seiner Freundin auf dem Weg nach Hause und stand an der U-Bahnhaltestelle Kampstraße, mit ihm stand dort eine Gruppe von ca. 20 Punkern. Sven wurde von den Punkern angepöbelt, daraufhin nahm er einige Meter Abstand von dieser Gruppe. Die Gruppe kam ihm nach, der später als Thomas Schulz (Schmuddel) identifizierte ältere Punk war sozusagen der „Anführer“ der Gruppe. Die Gruppe bildete um Sven und seine Freundin einen Kreis, sodass sie sich nicht entfernen konnten. Schmuddel war erkennbar betrunken. Nach einigen Beleidigungen und Drohungen der Gruppe zog Schmuddel ein Messer, dies war entweder ein Klapp- oder ein Springmesser und hielt es mit der Klinge in Richtung von Sven und seiner Freundin. Sven fühlte sich und seine Freundin durch die Situation derart bedroht, dass er sein eigenes Messer aus dem Stiefel zog und einmal auf Schmuddel einstach. Die Gruppe löste sich schlagartig auf, nur eine Punkerin blieb bei Schmuddel, der direkt zusammensackte. Noch vor dem Eintreffen des Notarztes erlag Schmuddel den Verletzungen (u. a. Brustkorbdurchtrennung). Sven ging zu Fuß über einige Umwege zum Dortmunder Hauptbahnhof, seine Freundin entfernte sich in eine andere Richtung. Als Sven in eine S-Bahn Richtung Dorstfeld stieg, ging nach einiger Zeit das Licht aus. Sven wollte sich auf der Zugtoilette verstecken, doch nach einigen Metern hörte er von hinten: „Noch ein Schritt weiter und du kannst durch den Hinterkopf atmen!“. Er wurde vom SEK festgenommen. Seine Freundin wurde ebenfalls festgenommen, allerdings nach einigen Tagen im Polizeigewahrsam wieder freigelassen.

Zum Prozess:
Der Prozess gegen Sven K. zog sich über mehrere Prozesstage hinweg, immer waren eine nicht unbeträchtliche Anzahl Antifas vor Ort. Sven wurde während der Verhandlung in einen Glaskasten gesperrt. Immer wieder gab es während der Verhandlung Drohungen und Pöbeleien von den anwesenden Punkern und Antifaschisten. Alle vorgeladenen Zeugen bis auf seine Freundin sagten gegen Sven aus. Als die Eltern von Schmuddel, die als Nebenkläger auftraten, allerdings hörten, dass ihr Sohn als erster ein Messer zog und Sven damit bedrohte, äußerten die Eltern von Schmuddel den Wunsch, dass man das Verfahren gegen Sven einstellen sollte. Dem Wunsch wurde nicht stattgegeben und er wurde nie wieder erwähnt. Interessant ist auch, dass der U-Bahnhof Kampstraße videoüberwacht wird. Die Videoüberwachung geht allerdings nur an, wenn gerade eine U-Bahn einfährt. Eine U-Bahn fuhr just in dem Moment ein, indem Sven zu gestochen hat. Dass es vorher Beleidigungen und Drohungen von der Gruppe Punker gegeben hat und Schmuddel als erster ein Messer zog, konnte deshalb vor Gericht nicht bewiesen werden. Schlussendlich wurde Sven wegen Totschlags zu 7 Jahren Jugendhaft verurteilt, der vorsitzende Richter schloss einen politischen Hintergrund der Tat aus.

Drumherum:
Die Antifa machte nach dem Vorfall, aus dem unpolitischen Punker Thomas Schulz einen Antifaschisten. Dabei war er vielleicht gegen Skinheads, aber hat sich nie wirklich politisch eingebracht. Vielmehr war es der Alkohol, der an diesem Tag schuld an seinem Fehlverhalten war. Als die Antifa propagierte, dass es sich um einen Antifa handle, wurde sofort eine Demo angemeldet. Zu dieser Demo erschienen 2005 ca. 3000 Antifaschisten und Sympathisanten. Allerdings war diese nur ein kurzer Erfolg der Antifa, 2006 und 2007 nahmen nur ca. 1000 linksgerichtete an der Demonstration teil. Interessant ist auch was mit dem Spendenkonto, welches eigens für Schmuddel eingerichtet wurde, geschehen ist. Verkündeten am 08.04.2005 Frank Lütkemeyer und Jacqueline Austen doch folgendes:

Spendenaufruf zu Schmuddels Beerdigung

Dortmund, 07.05.2005

Absprache zwischen Schmuddels Freunden und den unten aufgeführten Personen

Hiermit verpflichten wir uns : Jacqueline Austen geb.01.04.85 und Frank Lütkemeyer geb. 24.01.68 im gegenseitigen Einvernehmen das “Schmuddel Spendenkonto” Eingerichtet unter der

Kontonummer : 545 12 821-20
Bankleitzahl : 310 108 33

Bei der CC - Bank Dortmund unter der Kontoinhaberin Jacquelin Austen Nur zusammen und ausschließlich für Schmuddels ( Thomas Carsten Schulz ) Beerdigungskosten / Gedenktafel zu Führen.

Buchungen und Barabhebungen dürfen nur zu zweit und zu den oben aufgeführten Zwecken getätigt werden.

In Anwesenheit des Streetworkers

Jacqueline Austen Frank Lütkemeyer

Des weiteren ist Jacqueline Austen von der Ehefrau des Verstorbenen bevollmächtigt worden, in Zusammenarbeit mit Ihr, die organisatorischen Fragen der Beerdigung / Gedenktafel etc. zu erledigen.

Wir werden entsprechend der Basisdemokratie , soweit von der Ehefrau gewünscht und den Datenschutz nicht strafbar betreffend, die Informationen über Beerdigung / Gedenktafel / Spenden etc. veröffentlichen und in die “ Bezugsgruppen “ geben.

Vielen Dank für die bisher gelungenen Aktionen und Demonstrationen , insbesondere der Demonstration am 02.04.2005.

Weitere Spenden und Aktionen sind erwünscht . Wir werden uns alsbald möglich bei Euch melden .

Mit antifaschistischen Grüssen

Frank Lütkemeyer
Jacqueline Austen

Doch anscheinend konnte man der Frau Austen nicht trauen und so kam es am 18.09.2007 zu folgendem Beitrag von Herrn Lütkemeyer:

Verlust von Spendengeldern vom Schmuddelspendenkonto

Nachtrag zur Ankündigung „Auflösung des Schmuddel Spendenkontos vom 30.11.2005“

Entgegen der Ankündigung das Restgeld vom Spendenkonto im Streetwork zu deponieren, wurde das Konto von zwar von JacquelineAusten aufgelöst jedoch wurde die Restsumme niemals im Streetwork Dortmund hinterlegt.

Nach Aussage von Jacqueline Austen wurde ihr das Geld von Besucher entwendet.
Dies teilte Frau Austen aber erst Anfang 2007, in einem eher zufälligem Gespräch über Schmudel mit.

Das Konto wurde ohne Absprache und Information allein von Jacqueline Austen aufgelöst.
Weder dem Streetwork Dortmund noch Frank Lütkemeyer lagen bisAnfang 2007 Informationen vor, dass das Geld abhanden gekommen ist.

Sowohl Frank Lütkemeyer als auch Streetwork Dortmund distanzieren sich von dieser Vorgehensweise.

Mit antifaschistischen Grüßen

Frank Lütkemeyer

Da kann man doch von ausgehen, das sich Frau Auster ein schönes Leben mit dem Geld gemacht hat. Es wird sich auch um eine erhebliche Summe gehandelt haben, immerhin wurde von Vielen Solidarität bekundet und in zwei Jahren kann da einiges an Geld zusammen gekommen sein.

Diese ganzen Fakten sind ausschlaggebend für den Nationalen Widerstand Dortmund, sich gegen die Schmuddel Demos zu stellen und diese Lügen, um einen angeblich politisch motivierten Mord, nicht hinzunehmen. Im Moment häufen sich wieder einmal Aktivitäten der Antifa in Dortmund. Sollte jemand Aktionen der Antifa beobachten oder mehrere Aufkleber in seinem Stadtbezirk entdecken, bitten wir um sofortige Information. Meldet Antifa Aktivitäten bitte telefonisch unter 0151 / 10339360.

Der Lüge entgegentreten!
Dortmund ist unsere Stadt!





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