Und wieder antidemokratische Hetze von der kapitalistischen Machtstütze

Veröffentlicht am 19. Februar 2008

Der aktuelle Hetzartikel von Wallmann sen., dem selbsternannten „Nazijäger“ von Zwickau, kann man seit einigen Tagen auf dessen Online- Blog nachlesen und wir wollen es –in demokratischer Manier- nicht unterlassen diesen direkt um im Kontext seines faschistoiden Selbstverständnisses zu beantworten…
Wir haben unsere Antworten deshalb direkt im textlichen Kontext rot hervorgehoben und hoffen das Herr Wallmann nichts dagegen hat, wenn wir seinen Text auf unserer Seite beantworten. Einer persönlichen und direkten Diskussion kann und will er sich ja offensichtlich nicht aussetzen (da er intelligent genug ist um zu wissen, dass dies seine wahre Ideologie ans Tageslicht befördern würde)

Nun aber wollen wir mal den Text des faschistischen Propagandisten genauer unter die Lupe nehmen:
Neonazis auf öffentlichen Veranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen - das hat seinen Grund.
Natürlich hat dies seinen Grund, nämlich die Teilnahme am politischen meinungsbildungs- & gesellschaftlich-politischem Gestaltungsprozeß in der bundesdeutschen Gesellschaft! Denn, wenngleich wir diese Form derzeit ablehnen, so wollen wir dennoch eine Volksgemeinschaft schaffen, in der alle Menschen –also auch und gerade die politischen- Gegner leben können und wollen!

Wie auch ihr dabei zumeist moderates Auftreten, mit dem sie den Eindruck erwecken wollen, als bewegten sie sich im ganz normalen demokratischen Meinungsspektrum. Lauthals verlangen sie nach Demokratie und Toleranz, und diffamieren alle, die ihnen das Rederecht verweigern oder von Veranstaltungen ausschließen, als intolerante Antidemokraten.
Ist Ihnen vielleicht schon einmal in den Sinn gekommen, dass dies gerade im Falle Ihrer Person eben keine Diffamierung sein könnte, sondern sie einfach den Blick für wirkliche Basisdemokratie verloren haben? Da wo faschistische Tendenzen versuchen Teile des Volkes auszuschließen, da ist es unserer Meinung wohl angebracht den Menschen auch zu zeigen wer gegen die Demokratie arbeitet und in Zwickau ist deutlich zu erkennen, was sie unter „Demokratie“ verstehen und demokratisch ist das –mit Verlaub- in keinem Falle Herr Wallmann!
Das strategische Ziel dieser Taktik ist es, die Meinungsführerschaft in der Diskussion zu übernehmen, die aktuellen gesellschaftlichen Themen rechtsextrem zu besetzen und den Verlauf der Veranstaltung in ihrem Sinne zu bestimmen. Ob NPD, Junge Nationalisten (JN) oder so genannte “Kameradschaften” - ihre Strategie heißt “Wortergreifung immer und überall”.
Wortergreifung ist doch nichts Negatives für die Menschen. Der von ihnen so negativ abwertend geschriebene Text sagt doch nur das aus, was alle politischen Gruppen versuchen oder ist denn Ihr Blog und Ihre Redebeiträgen der Montagsdemonstration keine Wortergreifung? Wir glauben wirklich, dass sie hier unter starken Realitätsverlusten zu leiden drohen…

Die Wortergreifung ist durchaus ein demokratisches Mittel sich Gehör zu verschaffen und gerade weil es Menschen wie sie gibt –die eben versuchen Menschen zu diskriminieren, ist diese Taktik sogar eine demokratische Verpflichtung!
“Drängen wir ihnen unsere Gedanken auf, ja zwingen wir sie dazu, sich mit uns, unseren Forderungen und Zielsetzungen zu beschäftigen.”

Völlig legitime Forderung und Strategie, gerade für einen Teil des Volkes welches systematisch und gezielt von Leuten wie ihnen unterdrückt und nieder gehalten wird! Ist das etwa ihr Ziel einer Demokratie? Fast 20% der Menschen im Lande einfach entmündigen und ausschalten? Wenn es sein muss durch Haft und Vernichtung der persönlichen Existenz und somit von Familien?

Herr Wallmann, sie sind ein Paradebeispiel dieser Bundesrepublik!
So der NPD-Vorsitzender Udo Voigt im Jahre 2004 (1), - ein Mann, den selbst der damalige bayerische Innenminister Beckstein für einen “ganz gefährlichen Verhetzer” hält, der “in einem Gefängnis besser aufgehoben” wäre. (2)
Ist Beckstein nicht auch einer der harten Vertreter gegen Kommunisten und auch die PDS/Linke gewesen? Dieser soll nun plötzlich zu Ihrem Kronzeugen werden? Peinlich-Peinlicher-Wallmann … viel mehr kann man dazu nicht mehr sagen!

Und in einem Grundsatzbeschluß der JN von 2006 heißt es: “In der direkten Konfrontation mit dem Gegner soll dieser nicht mehr in der Lage sein über die Nationalisten, sondern nur noch mit ihnen zu diskutieren.” (3)


Jede politische Gruppe will das man mit und nicht nur über sie redet! Sie sollten den Menschen vielleicht einmal darlegen, was daran verwerflich ist, anstatt ihr faschistoides Gift sinnleer in den Raum zu spritzen und das dann noch versuchen mit Zitaten zu untermauern! Es wirkt mithin lächerlich Herr Wallmann und beeindrucken dürfte es niemanden wirklich …

Unter diesem Aspekt ist die Frage zu betrachten, ob Demokraten Neonazis von öffentlichen Veranstaltungen ausschließen dürfen. Gilt der demokratische, offene und faire Wettstreit von Meinungen nicht auch für Rechtsextreme?

Die Fragen selbst zeugen zum einen von einem zum Teil recht unklaren Demokratieverständnis, zum anderen von der Unkenntnis des Programms der NPD und der JN, ihren Positionen und Forderungen.

Allerdings müssten sie sich dann auch selbst das Mikrophon verbieten, denn sie sind das , was Bildzeitung und Co. für einen „Neonazi“ werden lassen! Sie sind Vertreter einer faschistischen Gesinnungsdiktatur und nach ihrem Geschreibsel sollten sie zunächst erst einmal selbst Nachhilfe in Sachen Demokratie nehmen!
Ansonsten wäre es doch sicher kein Problem einmal auf Ihrer Seite das NPD Parteiprogramm zu setzen und es eventuell zu kommentieren? Wagen sie diesen Schritt oder sind sie weiterhin einfach zu feige oder zu blind um zu erkennen was und wer sie selbst wirklich sind!

Alle Erfahrungen belegen, daß die Strategie der “Wortergreifung” nur durch die konsequente Zurückweisung der Neonazis durch alle Demokraten abgewehrt werden kann. Doch wenn man das tut, so kann man gewiß sein, daß sich die “ausgegrenzten” Neonazis sofort als unschuldige Opfer gebärden und gleichzeitig die Demokraten als Antidemokraten denunzieren. Dabei ist es die NPD selbst, die sich ausgrenzt:
“Die NPD lehnt das Grundgesetz ab. Sie erkennt die allgemeinen Menschenrechte nicht an. Sie ist es, die sich damit ausgrenzt.” (4)
Witzig zu sehen, dass sich ein Antidemokrat bei der Bewertung der NPD auf einen anderen Antidemokraten beruft! Genau das ist das, was sie stehts beispielsweise den Revisionisten vorwerfen! Doppelmoral oder einfach der typische Schachzug von Menschen die ihre Idee von „Demokratie“ stehts nur für sich selbst rechtlich in Anspruch nehmen wollen?
Wer die NPD und andere nationale Gruppen vom Meinungsbildungsprozeß ausschliesst, der braucht sich nicht zu wundern, wenn diese Gruppen dann als Opfer darstellen, denn sie sind es! Opfer solcher Demagogen und ideologischen Rattenfänger wie sie es einer sind!
Und mit dieser selbstgewählten Ausgrenzung stellen sich die Neonazis außerhalb des demokratischen Grundkonsenses. Gewählte Abgeordnete der NPD mögen demokratisch legitimiert sein - ihre Ideologie ist es nicht. Rechtsextreme Gruppierungen und Parteien sind - zur Schande der bürgerlichen Demokratie - nicht verboten, doch das bedeutet nicht automatisch, daß sie demokratisch sind und auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Das Verbotsverfahren gegen die NPD scheiterte nicht daran, daß sie eine demokratische Partei ist, sondern aufgrund von juristischen Verfahrensfehlern.
Warum vertuschen sie auch hier wieder, dass beispielsweise das NPD Verbotsverfahren daran scheiterte, weil der „demokratische“ Staat der Bundesrepublik Agenten in die Partei einschleuste und diese dann aus der Partei heraus das Verbotsverfahren anstoßen sollten! Wenn dann ein System über sich selbst stolpert, dann kann man das wohl weniger der NPD oder sonst jemanden anlasten, sondern dafür sind die Führer dieses Staates verantwortlich!
Im übrigen sollten sie der geneigten Leserschaft einmal erläutern, wo geschrieben steht, dass man nur durch die Anerkennung eines „Grundgesetztes“ welches ohnehin laufend verändert und nach politischen gut dünken geändert wurde & wird, am demokratischen Meinungsprozeß teilnehmen darf!
Sie verirren sich immer mehr in den weiten ihres persönlichen Hasses gegen alles freidenkerische und freiheitliche Herr Wallmann…

Die NPD ist weder “normal” noch demokratisch. Im Gegenteil: sie bekämpft die bürgerliche Demokratie. In Sprache und Programmatik gibt es sehr viel Ähnlichkeit mit der “Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei” (NSDAP). Die NPD leugnet sowohl die deutsche Kriegsschuld, wie auch die deutschen Kriegsverbrechen und die Völkermorde im Namen eines “nationalen Sozialismus”.
In einem Interview mit iranischen Journalisten erklärte der NPD-Vorsitzende Voigt: “Sechs Millionen kann nicht stimmen. Es können maximal 340.000 in Auschwitz umgekommen sein.” (5)

Sie können darüber vielleicht –staatlich lizensiert- schreiben, uns allerdings bleibt eine Antwort wegen drohender Inhaftierung auf diese Thematik und der bestehenden Gesinnungsparagraphen im „demokratischen“ Staat leider vewerrt!
Merken sie etwas? Nein, sie sicher nicht…Leider!

Auch ihre “Volksvertreter” dürfen nicht als Politiker wie alle anderen behandelt werden. Der Ausschluß des damaligen NPD-Fraktionsvorsitzenden Leichsenring aus der Sitzung im sächsischen Landtag im Mai 2006 wegen volksverhetzender und den Nationalsozialismus verherrlichender Äußerungen ist ein gutes Beispiel für den konsequenten Umgang demokratischer Kräfte mit den Neonazis. Auch diese “Ausgrenzung” war eine Selbstausgrenzung.
Schon wieder diese permanente Verdrehung von Tatsachen! Schauen sie einmal in die Landtage wie dort die NPD Abgeordneten Beschimpft werden dürfen und wenn dann einmal ein NPD Abgeordneter spricht, wird die Hälfte seiner Rede zeredet, da es angeblich „unparlamentarische“ Worte wären…
Die Stimme aus dem Volke passt heute wahrlich nicht in die Landtage, denn dort sitzt eine Clique die mit dem Volk nicht mehr viel gemein hat! Und sie, Herr Wallmann, sind deren willfähriger Helfershelfer, weil sie den Menschen versuchen die Augen zu verkleben mit ihrem faschistoiden Müll!

Die eindeutige Abgrenzung demokratischer Kräfte von rechtsextremem Gedankengut hat nichts mit antidemokratischem Verhalten zu tun. Politisch-inhaltliche Auseinandersetzungen mit Leuten, die nicht Teil des demokratischen Spektrums sind, bergen vielmehr die Gefahr, sie hoffähig zu machen.
Sie geben hier einmal mehr die angstbehaftete Position der Politik wieder! Abgrenzung zum politischen Gegner ist nichts verwerfliches, allerdings zählt das eben nicht für Ausgrenzung und Repression! Damit nämlich zerstören sie nicht nur die Gesellschaft, sondern auch und gerade das bisschen demokratisches Selbstverständnis hinter dem sich die Bundesrepublik seit jeher versucht zu verstecken…
Ein weitere Begriff, den “ausgegrenzte” Neonazis gern im Munde führen, ist der der “Toleranz”. Doch ihr Ausschluß hat nichts mit mangelnder Toleranz, dafür aber sehr viel mit demokratischer Ächtung rechtsextremer Positionen zu tun, die eindeutig außerhalb jedes Toleranzbereiches liegen.
Wieder falsch! Wenn jemand zu Gewalt oder dergleichen aufruft, dann ist die Grenze der Toleranz erreicht, allerdings nicht wenn junge Menschen einen Deutschen Sozialismus fordern, der von ihnen und den kapitalistischen Bossen durchaus zu recht als gefährlich betrachtet wird!

Grundsätzlich bedeutet Toleranz, andere Meinungen zu tolerieren, auch wenn einem die Meinung nicht gefällt.
So sieht es aus! Wären sie Bart Simpson, sollten sie das eventuell 1000 Mal an die Tafel schreiben um es zu verinnerlichen ;-)
Toleranz kann aber nicht inhaltlich beliebig sein, und noch weniger darf Toleranz soweit gehen, diskriminierende oder rassistische Parolen zu dulden.

Schon alleine Ihr Verständnis von Toleranz ist doch diskriminierend, aber wie bereits mehrfach geschrieben, sie werden es in ihrer Borniertheit wohl nicht erkennen…

Die menschenverachtende Ideologie der Neoanzis kann kein Gegenstand der Toleranz sein. Führt diese Ideologie doch zu rassistisch begründeter Gewalt bis hin zu Mord. Allein von 1990 bis heute wurden in Deutschland mindestens 100 Menschen aus rassistischen und rechtsextremen Motiven umgebracht. (6) Wer angesichts dieser Tatsachen noch immer für eine gleichberechtigte Auseinandersetzung von Demokraten mit Neonazis plädiert, der hat die Begriffe “Demokratie” und “Toleranz” inhaltlich nicht verstanden.

Sie wollen uns damit also als Verbrecher denunzieren oder sind die Jugendlichen die an der Montagsdemonstration in Zwickau teilnehmen alles Mörder und Gewaltverbrecher? Müsste man dann nicht auch alle Kommunisten als Verbrecher bezeichnen, denn immerhin sind im Namen des Kommunismus Millionen Menschen ermordet worden oder?

Wir aber sind –ebenso wie sie und die Genossen um Sie herum- gar nicht in dem Alter und uns mit unpolitischen Gewalttaten zu assoziieren ist ebenso falsch wie typisch für Sie!
Wir wollen nicht anfangen aufzurechnen wie viele Gewalttaten von linksfaschistischen Schlägertrupps ausgehen, welche sich fälschlicherweise auch noch als „Antifaschisten“ zu tarnen versuchen….
Woher wollen sie den unsere „Ideologie“ kennen, wenn sie sich nicht einmal mit uns auseinandersetzen und stattdessen die Informationen aus Bildzeitung und anderen unseriösen Quellen? Man kann sich eben nicht nur auf Quellenverweise verlassen, sondern auch einmal den Blick ins Leben, zu den Menschen selbst waagen um zu wissen was und wen man überhaupt vor sich hat! Das wir als junge Menschen ihnen als „alten Hasen“ noch solche Tipps geben müssen, ist im Grunde ganz schön traurig L

Wer sich zu einer rechtsextremen Ideologie bekennt, rechtsextremen Gruppierungen oder Parteien angehört, den erwartet zu Recht der demokratisch legitimierte Ausschluß von öffentlichen Veranstaltungen, und wenn das nicht möglich ist, zumindest der Entzug des Rederechts. Diese Ächtung erfolgt von einem demokratischen und menschenrechtsorientierten Standpunkt aus, hat das Ziel, Neonazis keinen Raum zu geben, ihre Propaganda zu verhindern, und ihnen die Möglichkeit zu nehmen, sich als Teil des demokratischen Spektrums darzustellen.
Mit Neonazis meinen sie sicher alle die nicht ihre verdrehte Ideologie haben oder? Warum wohl sonst müssen sie Redner aus anderen Kreisen herankarren und stehen mit den Gewerkschaften auf Kriegsfuß –ja beschimpfen diese Teilweise sogar!-? Sicher weil alles um sie herum Neonazis sind und sie als einziger Demokrat auf der Welt das Recht haben die Prädikate „Gut“ und „Böse“ zu verteilen.
Sie sehen doch in Zwickau jeden Montag, dass sie eben nicht der Führer sind, sondern eher ein Sektierer und ein Licht was gerne heller leuchten würde, als es kann! Da helfen auch keine schwülstigen Aufrufe und Appelle sich der Ideologie von Ihnen und Ihresgleichen anzuschliessen…

Parolen, Wahlplakate oder Flugblätter der NPD erscheinen manchem als reine Harmlosigkeit. Deutlicher wird man z.B. in der Parteizeitung “Deutsche Stimme”, wo der Vorsitzende Udo Voigt im Juni 1997 schon mal über das “Endziel” der Neonazis, nämlich eine “neue Ordnung in Deutschland” parliert. Auch wenn das lange her sein mag, Herr Voigt bleibt auch heute dabei. Im September 2007 erklärt er in der rechten Wochenzeitung “Junge Freiheit”: “Es ist unser Ziel, die BRD ebenso abzuwickeln, wie das Volk vor fünfzehn Jahren die DDR abgewickelt hat.”

Natürlich wollen wir eine Neuorganisierung Deutschlands!

Wir wollen einen sozialistischen Volksstaat erschaffen in dem die Volksgemeinschaft wieder alle Teile des Volkes beinhaltet und in der es keinen Sozialraubbau oder eine zerstörerische „kapitalistische Logik“ mehr gibt!

Wir wollen keinen „freien Markt“ in dem die Menschen verarmen und zwischen den Kräften dieser „kapitalistischen Logik“ in der Existenz zerstört werden!

Was aber wollen sie?

Führer der Montagsdemonstration und vom Randzone Blog sein?
Hut ab, denn dann sind sie inzwischen am Ziel all Ihrer Träume…

Das Grundgesetz lehnt die NPD mit der “Begründung”, es sei den Deutschen nach der Befreiung vom Nationalsozialismus von den West-Alliierten aufgezwungen worden, strikt ab. “Die Bundesrepublik wurde auf den Bajonetten der Alliierten gegründet. Deutschland wird heute von Kollaborateuren regiert, die den systematischen Ausverkauf deutscher Interessen vornehmen. […] Unser Ziel ist das Reich …” (7)
Präzise Vorstellungen über die “neue Ordnung” in ihrem “Reich” haben sie nicht. Fest steht für sie nur, daß die Parlamente durch eine starke Führerperson und durch Volksentscheide oder -befragungen ersetzt werden sollen.
Es gibt sehr wohl alternative Ideen und Vorstellungen über einen Volksstaat, man muss sie nur auch offen und ohne die bundesdeutschen Scheuklappen aufzunehmen verstehen!
Das Grundgesetz übrigens ist inzwischen doch zu einer Art Wechselschrift geworden, denn wie oft hat man selbiges bereits geändert um eine politische und repressive Ordnung am Leben erhalten, die dem Deutschen Volke nur zum Nachteil sind?

Würden sie es zulassen das Deutsche Volk allein über eine Verfassung abstimmen zu lassen oder halten sie es wie alle Politiker und Parteien und befragen das Volk lieber gar nicht erst (wie bei den EU Debatten)???

Übrigens sind wir keine NPD Aktivisten und stimmen somit auch nicht zwingend mit dem Parteiprogramm überein, aber das wissen sie ja genau, versuchen es aber zu vertuschen, da es sich so doch viel einfacher hetzen lässt oder Herr Wallmann?
Der indifferente Begriff “Volk” ist wohl der am meisten gebrauchte im Programm der NPD, wie auch bei den öffentlichen Auftritten der Neonazis. Ist doch die Partei nach eigenem Bekunden eine “völkische” Partei, deren Grundlage wie auch das Ziel ihrer Politik “das Volk” ist.
Die Volksgemeinschaft um genauer zu sein, aber hier haben Sie recht Herr Wallmann.
Im Gegensatz zum Grundverständnis des Grundgesetzes, nach dem die Würde eines jeden Menschen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung oder Behinderung, unantastbar ist, und die es zu schützen gilt, folgt aus dem “völkischen” Grundsatz der NPD, daß der Staat “Verantwortung für das Volk”, nicht aber für den einzelnen Menschen trage. Staatliche Willkür gegen Individuen, zu “Volksschädlingen” erklärt, ist damit das Tor weit geöffnet. Die Ähnlichkeit der Programmatik der NPD mit der der NSDAP ist nicht zu übersehen, was auch erklärt, warum die NPD den deutschen Nationalsozialismus weiterhin verteidigt und dessen Verbrechen zu verharmlosen sucht.
“Die Volksgemeinschaft wurde in der BRD zerstört”, bedauert man im “Aktionsprogramm” der NPD. Und in der “Deutschen Stimme” rühmt man die Wirtschaftspolitik der NSDAP. “Zweifellos handelt es sich bei Hitler um einen großen deutschen Staatsmann”, tönt der NPD-Vorsitzende Voigt in der extrem rechten Wochenzeitung “Junge Freiheit” vom 24.9.2004.

Das sollten sie doch mit Belegen und Beweisen untermauern können oder haben sie sich das alles etwa ausgedacht? Sie bringen da Quellenangaben wo es Ihnen in den Kram passt, dort aber –wo es nicht funktioniert- basteln Sie einfach abstruse Vergleiche Zusammen, die keinen Sinn ergeben wenn man genauer nachhackt!
Wie kann man für ein Volk die Verantwortung übernehmen, nicht aber für die Menschen dieses Volkes? Das ist absurd und die Logik dieser Sache –sollte es sie den überhaupt geben- erschließt sich wohl nur Ihnen selbst!
Der undogmatische Blick in die Vergangenheit ist ein Recht, dass wir uns als junge Menschen einfach nehmen und auch die extreme Angst solcher pragmatischen Blicke in alle Epochen Deutscher Geschichte bringt uns nicht davon ab, auch die positiven Dinge des 3. Reiches offen zur Diskussion zu stellen (ebenso wie wir es auch mit positiven Errungenschaften der DDR machen).

Sie aber haben Angst vor solchen Freidenkern, nicht anders lässt sich ihre Phobie vor Freiheit Andersdenkender erklären (außer sie sind Handlanger eben des Staates der die Sozialraubgesetze inittiert und die Menschen in die Armut getrieben hat!)

Neben der rassistischen Propaganda ist aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung “die soziale Frage” zum wichtigsten Propagandathema der Neonazis geworden. Mit Schlagzeilen wie “Großkapital vernichtet weitere Arbeitsplätze” versucht man die zu Recht wachsende Unzufriedenheit über die sozialen und politischen Zustände in diesem System zu nutzen. Daß die NPD keine soziale Gleichheit, dafür aber die Ausgrenzung all derer anstrebt, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen - das sagen die Neonazis nicht laut. Doch im Kleingedruckten erklärt die NPD unumwunden, daß die von ihr angestrebte Volksgemeinschaft “stets eine klare soziale Unterscheidung, als Folge der Verschiedenheit der Menschen (nach Alter, Begabung, Anspruch, Kenntnis, Fähigkeit, Leistung, Haltung usw.) zeigen wird. Das führt zu einem weiteren ideologischen Grundsatz der NPD.

Herr Wallmann, noch einmal für Sie –da sie scheinbar langsamer denken als andere!?-: Wir sind nicht die NPD und das Programm der NPD können sie sicher ungezwungen bei einem Kaffee mit dem Landtagsabgeordneten Peter Klose (denn übrigens mehr Menschen das Vertrauen schenken als Ihnen, denn sonst wären sie sicher auch im Landtag oder?) besprechen und diskutieren!
Vielleicht würden sie da zu erschreckenden neuen Erkenntnissen kommen!?

Die Partei leugnet die grundlegende Gleichheit aller Menschen, wobei sie von der biologischen Verschiedenheit der Individuen auf ihre gesellschaftliche, politische, soziale und juristische Ungleichheit schließt. Sie nennt das ein “lebensrichtiges Menschenbild”, doch begründet wird dieses Konzept mit pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen, die sie z.B. aus der Übertragung von Erkenntnissen aus der Verhaltensforschung vom Tier auf den Menschen gewinnen. Dabei wird bewußt ignoriert, daß der Mensch nicht nur ein Natur- sondern vor allem ein Kulturwesen ist.
„biologische Verschiedenheit“ und das aus Ihrem Munde? Sofort müssen sie sich selbigen mit Seife auswaschen, denn sie anerkennen hiermit eine der grundlegendsten Unterschiede zwischen den internationalistischen und meist auch unrealistischen Blickwinkeln der „Gleichheit Alles“ zu einer undefinierten und Kultur und volksfremden Masse und nationalen und volkssozialistischen Standpunkten die natürlich die Verschiedenheit der Menschen anerkennt und darauf aufbaut!
Der Mensch wurde nämlich zum Kulturwesen durch die Verschiedenheiten und eben nicht weil man ihnen versuchte einzutrichtern, dass alle gleich wären, obwohl das OFFENSICHTLICH ja nun nicht stimmt…

Geht es nach der Auffassung der NPD, so ist es nur folgerichtig, daß sie die Menschen in unterschiedliche Rassen einteilt, und daß sie die Existenz von nebeneinander existierenden “reinrassigen” Staaten befürwortet. Letzteres Konzept räumt ihnen die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit ausländischen Rechten ein. Zumindest in der Theorie, denn praktisch verachten die meisten Neonazis pauschal alle Migranten. Doch genau diese Vorstellung, man sei allein wegen seiner eigenen Herkunft mehr wert als andere Menschen, diese Vorstellung macht die Weltanschauung der Neonazis für Menschen attraktiv, die die wahren Ursachen wachsender sozialer und wirtschaftlicher Unsicherheit nicht erkennen.

Jetzt hat Sie wohl die Realität völlig verlassen oder?

Gern laden wir sie einmal zu einer europäischen oder sogar paneuropäischen Zusammenkunft von Nationalisten und Sozialisten ein. Vielleicht wären sie erschrocken, wenn teilweise sogar Vertreter eines schwarzen Nationalsozialismus aus Afrika vertreten sind! Die Nationalisten der verschiedenen Staaten –ob nun in Europa oder sonst wo- lassen sich in ihrem Kampf gegen Kapitalismus und Globalismus nicht mehr durch den Imperialismus auseinanderdividieren.

Aber sie zeigen auch hier einmal mehr wie verwirrt und teilweise absurd Ihre Gedankengänge mit der Realität zu kollidieren scheinen
Die vollmundige Agitation der Neonazis gegen das “Großkapital” erweckt ebenfalls Illusionen. Denn auch in diesem Punkt kommt ihre tiefe Verankerung in der NSDAP-Programmatik zum Ausdruck. Das “Großkapital”, das sie meinen, ist das vorgeblich “jüdische” internationale Kapital. Auch wenn man antisemitische Äußerungen zur sozialen Frage kaum findet - wohl weil man sich davon derzeit keine Sympathiegewinne erhofft - so ist die “Kapitalismuskritik” der NPD dennoch eng mit dem klassischen politischen Antisemitismus verknüpft. Deutlicher wird das, wenn man in interne Foren und Blättern der “Kameraden” liest. Zur Schau trägt man diese menschenfeindliche Ideologie wohlweislich nicht, doch im Hintergrund spielt sie immer eine Rolle. Manchmal bricht sie allerdings doch durch - z.B. bei Demonstrationen unter dem Motto “Keine Steuergelder für den Synagogenbau”, oder in den hämischen Kommentaren anläßlich des Todes des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Wenn wir kein Steuergeld für Synagogen ausgeben wollen sind wir Antisemiten?
Wenn die Abgeordneten der die Diätenerhöhungen ablehnen sind sie sicher auch antidemokratisch, denn immerhin ist der Griff der Parlamentarier sicher ein Beweis für deren demokratisches Selbstverständnis oder?

Wir als Nationale Sozialisten stehen übrigens für die Verstaatlichung und Überstellung der Industrie in die Hände des Volkes und damit gehen unsere Forderungen weit über die im NPD Programm hinaus! Wir sind nämlich bekennende Sozialisten, was die NPD in ihrer Führungsetage nämlich nicht ist!

Sie aber sind doch der ideale Erfüllungsgehilfe des Großkapitals –was ihrer Meinung nach „vorgeblich jüdisch“ sein soll- indem sie die Kraft des Volkes ins Leere laufen lassen mit ihren Montagsdemonstrationen ohne politisches Ziel und ohne Stoßrichtung…

Wer nur meckert und keine Alternativen anbietet, sollte manchmal lieber ganz still sein!
Und wenn die Neonazis auf öffentlichen Veranstaltungen die Harmlosen mimen, Demokratie und Toleranz für sich fordern, so darf man nicht vergessen, daß ihre Ideologie nicht nur eine gewaltsame Ausgrenzung einzelner Menschen oder Gruppierungen bedeutet, sondern auch, daß sie selbst Gewalt einsetzen, um ihre Gegner einzuschüchtern und um ihre politischen Ziele durchzusetzen. Selbst hochrangige NPD-Funktionäre, wie der Berliner Vorsitzende Bräuniger schrecken davor nicht zurück. Es ist bezeichnend, daß dieser Mann öffentliche Vorwürfe, er sei ein “gewaltbereiter Führungsaktivist” nicht dementieren möchte.
Wir dementieren sehr wohl das wir gewalttätig sind! Sind wir nämlich nicht …
Wenn die Neonazis den Eindruck von braver Bürgerlichkeit und Nähe zum Volk zu erwecken suchen, so kann man sich sicher sein, daß Wahlen anstehen. Dann ist es Zeit, die “Meinungsverschiedenheiten” zwischen NPD und “Kameradschaften” ruhen zu lassen, braucht man das Fußvolk doch für aufwändige Plakat- und Handzettelaktionen oder als “Ordnungstruppe” bei Wahlveranstaltungen.
Das ist Ihre persönliche Meinung, die wir Ihnen natürlich nicht nehmen wollen. Im Vergleich dazu, kann man also auch sagen, dass da wo Sie auftauchen, die Menschen aufpassen sollten, da sie nämlich von Ihnen an der Nase herum geführt werden sollen! Sicher wäre es dann Zeit nach Alternativen zu suchen zur kapitalistischen Sackgasse…
Wann immer also Neonazis auf Ihrer Veranstaltung auftauchen: Geben Sie ihnen keinerlei Plattform für ihre demokratiefeindliche, menschenverachtende Ideologie. Lassen Sie deren “Wortergreifungsstrategie” ins Leere laufen. Wer sich als Demokrat aus diesem Konflikt heraushalten möchte, der verabschiedet sich zugleich aus dem demokratischen Meinungsbildungsprozeß. Und wer “Links” und “Rechts” formal gleichsetzt, der verfälscht und verharmlost die Ideologie der NPD und ihrer “Kameraden”, der keinerlei Toleranz gebührt.
Schönes und treffend entlarvendes Abschlussplädoyer!
„Rechte“ sind Teufel und die „Linken“ können Autos, Häuser und Menschen angreifen, denn immerhin ist die „Linke“ Gewalt „Gut“ und die „Rechte Gewalt“ „böse“ …
Wir sagen hingegen jede Art der Gewalt ist schlecht und es gibt dabei keine Wertigkeit, denn die Opfer haben auch keine unterschiedlichen Schmerzen!
Besonders schmerzhaft ist es allerdings sich solche Texte wie die Ihren durchzulesen, aber wir wollten es uns nicht nehmen lassen um ihn ein wenig zu kommentieren (auch wenn auf Ihren Blog sonst niemand weiter kommt, nun helfen wir noch ihre Phantastereien unter die Menschen zu bringen!)

Klaus Wallmann sen.
Autorenteam FN-Zwickau

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