Mit Grundsätzen – aber ohne Grundsatzprogramm
Veröffentlicht am 24. Januar 2008
“Ja wie soll euer Staat denn aussehen, was wolltet ihr denn schon anders machen, wenn ihr mal drankommen solltet? Ihr könntet doch nicht mal eine Kleinstadt leiten! Was würdeste denn machen, als Bürgermeister von XY???”. Mit solchen rhetorischen Fragen werden junge Aktivisten konfrontiert, ob am Infostand, im Schulunterricht oder am Küchentisch. Verunsichern will man sie, mürbe machen und verletzen, weil man ihnen abspricht, sich für eine große Sache stark zu machen – nach ihren Möglichkeiten, an ihrem Platz.
Dabei ist nur der Fragesteller verunsichert, auch wenn er überlegen tut. Totschlagargumente sind seine Waffenwahl, um sich nicht aufs politische Glatteis locken zu lassen, auf dem er noch nie gut ausgesehen hat. Und wenn ihm nun eine programmatische Schrift vorgelegt wird, verteidigt er seinen wackligen Stuhl mit der Schutzbehauptung „Das kann man doch überhaupt nicht umsetzen!“ - und wechselt das Thema.
Aber gerade weil offensichtlich ist, daß die politische Klasse selbst keine Antworten auf aktuelle Probleme hat und hilflos experimentiert, müssen wir dann nicht alternative Programme und Konzepte vorweisen, in denen sich unser Deutschland als in sich geschlossenes Modell auf dem Papier aufbaut? Andererseits hat das noch keine historische Befreiungsbewegung getan - und auch wir glauben nicht, daß es unsere Schwäche ist, ein solches Modell nicht vorweisen zu können. Wir sind junge Idealisten mit politischen Leitlinien, die sich aus unserer Weltanschauung ergeben und die wir in unserer Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit vermitteln. Das Austüfteln von alternativen sozial- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen ist die Aufgabe wahlkämpfender Kräfte, die wir außerparlamentarisch begleiten. Als Musterbeispiel der Formulierung landesspezifischer Alternativen kann hier das neue Wirtschaftsprogramm der Thüringer Nationaldemokraten angesehen werden, dessen Lektüre wir Politikinteressierten wärmstens empfehlen. Legt es doch Euren Besserwisser-Eltern/-Lehrern/-Mitmenschen mal in den Briefkasten, dann kommen Sie auf den Boden der Realität zurück und werden mit euch schon bald über andere Themen sprechen wollen!
Unsere Vorstellungen von einer Welt der Menschen in den Farben der Völker als Alternative zum menschenfeindlichen Liberalkapitalismus sind ebenfalls nachlesbar.
Zum Beispiel auf der Seite der Antikapitalismus Kampagne.



