Schon wieder Hetzjagd auf Deutsche
Veröffentlicht am 6. Januar 2008
Die Einschläge rücken näher. Vor zwei Wochen wurde ein 76-jähriger ehemaliger Schulleiter in einer Münchner U-Bahn von zwei jungen Ausländern schwer mißhandelt, wobei das rassistische Motiv der Fremden eindeutig war: Sie traten nicht nur ihrem hilflosen Opfer den Schädel ein, sondern beschimpften ihn als „Scheiß-Deutschen“. Kurz darauf ereignete sich ein ähnlicher Fall in der Berliner U-Bahn. Und in der Neujahrsnacht war das niedersächsische Meckelfeld dran, vor den Toren der Großstadt Hamburg gelegen. Dort ereignete sich eine regelrechte Hetzjagd, viel unmotivierter und brutaler als das, was ein paar Indern im sächsischen Mügeln passiert sein soll und was bundesweite Empörung ausgelöst hat.
Zuerst waren es nur zwei 16 bis 18 Jahre alte „Südländer“, die zwei junge Deutsche (23 und 27) ansprachen und provozierten. Doch die Bande unserer „lieben ausländischen Mitbürger“ wuchs in kürzester Zeit auf fünfzehn Personen an und traktierte die beiden Deutschen mit Schlägen und Tritten. Als der ältere der beiden Deutschen mit dem Handy die Polizei rufen wollte, wurde es ihm aus der Hand geschlagen und geraubt. Auch ein Rucksack und eine Jacke wurden „abgezogen“, wie man es heutzutage im verharmlosenden Sprachgebrauch nennt. Das deutsche Strafgesetz kennt dafür allerdings einen deutlicheren Begriff: Raub beziehungsweise Raubüberfall!
Als eines der beiden Opfer durch die Angriffe zu Boden ging, scheuten die Gewalttäter sich nicht, es noch mit Tritten gegen den Kopf zu traktieren. Nur mit viel Glück erlitt der junge Mann anders als der Münchner Rentner keine Schädelfraktur.
Schließlich konnten die beiden sich in die Wohnung eines der Männer retten und von dort aus Polizei und Krankenwagen alarmieren. Beide mußten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Polizei meldete den Fall mit einiger Verspätung, erst am Mittwoch, dem 2. Januar. Vielleicht wollte man ihn seiner Brisanz wegen lieber unter dem Deckel halten, hat sich das dann letztlich aber doch nicht getraut. Ungewohnt offen sagte ein Polizeisprecher der „Hamburger Morgenpost“ gegenüber, „es sei noch unklar, ob es sich um einen rassistischen Überfall handeln könnte.“ Erstaunlich, daß gerade ein so linkslastiges Blatt wie die „Morgenpost“ diese Möglichkeit nicht ausschließen mag…
Während mit SPIEGEL ONLINE ein bundesweites Medium zuerst darüber berichtete, war der Fall ansonsten nur in Hamburger Zeitungen zu lesen, in „BILD“, „Morgenpost“ und „Hamburger Abendblatt“. In Niedersächsischen Blättern war nichts zu finden, obwohl Meckelfeld zwar dicht bei Hamburg liegt, aber schon zum Land Niedersachsen gehört.
Verständlich, denn schließlich ist in Niedersachsen Wahlkampf!
Und anders als der Hesse Koch scheint der Niedersachse Wulff trotz gleicher CDU-Zugehörigkeit das lieber nicht zum Wahlkampfthema machen zu wollen.
Er wird wissen, warum. Denn auch wenn sein Kollege Koch meint, damit seine knappe Mehrheit im Landesparlament retten zu können: Fakt ist, daß der Ausländerzustrom in die BRD niemals höher war als während der Jahre der CDU-geführten Regierung von Helmut Kohl. Nicht, daß Sozis und „linke Gutmenschen“ nicht auch ihren Anteil an der bevorzugten Behandlung von Ausländern gehabt hätten oder immer noch hätten. Aber die Hauptverantwortung trägt die CDU, und deshalb kann es gewaltig nach hinten losgehen, wenn einer wie der Hesse Koch sich jetzt als „hardliner“ bei diesem ungeheuer brisanten Thema profilieren will. Denn wirklich glaubwürdig ist in der Ausländerfrage nur die rechts der CDU stehende Konkurrenz; in Niedersachsen also die NPD.
Das wird auch Herr Wulff wissen oder zumindest ahnen.
Also wird versucht, das Thema weiterhin unter dem Deckel zu halten; und ein großer Teil der Medien spielt mit. Während es bei den Ereignissen in Mügeln gegenüber offenbar nicht ganz so harmlosen und unschuldigen Indern bundesweit geheuchelte Empörung gab, scheint es nur am Rande zu interessieren, wenn je junge Deutsche von mehr als einem Dutzend südländischer Fremder durch eine deutsche Stadt gehetzt, verletzt und beraubt werden.
Das muß anders werden! Ob ein Rentner in München oder junge Männer bei Hamburg – jeder kann betroffen sein! Und alle Debatten um eine Verschärfung des Jugendstrafrechts sind nur Augenwischerei. Die Lösung ist eine viel einfachere. Je weniger Ausländer in Deutschland leben, desto weniger Ausländergewalt gibt es! Oder, wie der frühere Kanzler Schröder ganz populistisch im Wahlkampf sagte: „Kriminelle Ausländer raus – und zwar sofort!“
Christian Worch





