Leipzig: 4. Dezember 1943 - Gegen das Vergessen!

Veröffentlicht am 5. Dezember 2007

Es ist der 4. Dezember 2007, viele Einwohner Leipzigs sind mit den Weihnachtseinkäufen beschäftigt oder bummeln vergnügt über den Weihnachtsmarkt. Doch wir sind nicht in einer fröhlichen, ausgelassenen Stimmung, denn wir gedenken den Opfern des Luftangriffes der alliierten Terrorbomber auf Leipzig am 4. Dezember im Jahre 1943. Es war der schwerste Angriff auf die Messestadt, denn er kostete 1815 Menschen das Leben, 806 wurden dabei schwerverletzt und über 3700 kamen mit leichten Verletzungen davon. Mit über 400 Fliegern flog man Leipzig an und warf dabei 90000 Stabbrandbomben, 17000 Phosphorbomben und 900 Sprengbomben ab. Die schöne Leipziger Innenstadt wurde völlig zerstört und etwa 125000 Leipziger wurden durch diesen Bombenholocaust obdachlos.

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In der Nacht zum 4. Dezember 2007 haben Unbekannte im Stadtteil Reudnitz, Anger- Crottendorf Plakate gegen das Vergessen hinterlassen, so dass mancher Bürger doch beim Lesen in sich gehen konnte und somit den Opfern der alliierten Terrorbomber gedenken konnte.

Trotz der Gefahr, vom rotem Schlägertrupp überfallen zu werden, trafen sich dann Leipziger Aktivisten am frühen Abend in der Innenstadt vor der Thomaskirche, um dort Kerzen gegen das Vergessen zu entzünden. Desweiteren wurden Flugblätter an die Bevölkerung verteilt, um auf dieses Geschehen aufmerksam zu machen! Natürlich kam man dabei mit dem einem oder anderem Einwohner ins Gespräch und man vernahm dabei nur positive Rückmeldungen. An diesem Tag geht es schließlich nicht um eine politische Gesinnung, sondern einzig und allein um die Tatsache, daß Leipzig am 4. Dezember 1943 den schwersten Luftangriff zu verzeichen hatte.

Da nirgends in der Leipziger Innenstadt eine Gedenktafel für die Opfer dieses schrecklichen Angriffes zu finden ist, machte man sich auf den Weg zum Leipziger Südfriedhof, um an dem “offiziellen Mahnmal” ein Gesteck niederzulegen und eine Schweigeminute abzuhalten. Da die Dunkelheit schon längst eingesetzt hatte, machte man sich mit Fackeln auf den Weg zu den Kreuzen mit den Namen der Opfer. Man versinkt dabei in tiefer Trauer, da man vom Säugling bis zum Greis jedes Alter lesen kann!

Wir werden jedes Jahr wiederkehren, um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen! Mit dieser Aktion haben wir unseren Beitrag geleistet, um die Bevölkerung aufmerksam zu machen, dass man als Leipziger jedes Jahr am 4. Dezember den Opfern des allierten Luftangriffes im Jahr 1943 gedenken sollte!

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