Jena: 9. November – Gedenken vs. Feiern
Veröffentlicht am 20. November 2007
Am Freitag feierten wir, wie schon angekündigt, den 5. Geburtstag unseres Projektes und den Jahrestag des Mauerfalls. Beehrt wurden wir und unser schön geschmücktes Haus auch von Herrn Oberbürgermeister Schröter (…) und einigen vermummten Kindern welche angeblich in Trauerstimmung waren. Lothar K., Wortführer jener, denen der Alkoholkonsum noch größere Teile ihres Wortschatzes ausradierte, war natürlich auch dabei. Bei dieser Gelegenheit möchten wir hier die Zeitungsberichte der TLZ und OTZ kommentieren, bei denen sich wahrscheinlich aus Versehen der Fehlerteufel eingeschlichen hatte:
„Stattdessen waren mehr als 200 Jenaer gekommen, um mit ihrer Anwesenheit zu zeigen, dass die Stadt weder in Lobeda noch an irgendeiner Stelle ein Haus braucht, in dem der Geist von 1933 noch immer sein Unwesen treibt.”
Die Demonstration hatte maximal 100 Teilnehmer, davon waren höchstens 15 Personen „normale” Bürger, die restlichen Teilnehmer setzten sich aus vermummten Kindern und bunthaarigen Gewaltbereiten zusammen. Wenn es um die Bekämpfung politisch Oppositioneller geht, sucht sich Herr Schröter seine Verbündeten in einem etwas außergewöhnlichen Milieu!
„Lediglich drei Silvesterknaller, aus den Fenstern des „Braunen Hauses“ auf die Straße geworfen, störten gestern das stille Erinnern.”
Es sind 2 Silvesterknaller vor dem Objekt gezündet worden. Dies geschah aber durch die Helden der sogenannten Antifa, denen es um die Eskalation und Provokation ging. Doch wie auch beim Steine werfen, werden in diesen Kreisen Verletzte in den eigenen Reihen in Kauf genommen. Umso amüsanter war die Reaktion der „friedlichen Demonstranten“ die plötzlich unter „Friendly Fire“ standen. Laut Lokalmedien handelte es sich bei den Demonstranten auch nur um eine…
„…schweigende Masse…”
Die Miniaturversion der Heiligendamm-Chaoten, die 100 Demonstranten vor dem „Braunen Haus” stoppten, trotz gegenteiliger Aufforderung durch die Polizei, vor dem Wohn- und Schulungsprojekt, skandierten gewalttätige Parolen und beschmierten die Straße mit einem zerbrochenen (oder nicht fertig gestellten???) Hakenkreuz, das vom Ordnungsamt entfernt werden musste. Wenn dies eine friedliche und schweigende Menge war, war der 2. Weltkrieg ein kleines Scharmützel und Stalin ein Anwärter für die Seligsprechung…
„…zehn vermummte Neonazis…”
Die Betitelung lassen wir einmal außen vor. Noch keiner dieser Verblendeten hat sich mit uns unterhalten und kann uns deswegen einer klaren Ideologie zuordnen, aber das schwarz-weiß-Bild der Medien kennt man ja zur Genüge: alles was nationaler ist als die CDU ist neonazistisch, alles was sozialer ist als die SPD ist populistisch…
Das wir uns ab einem gewissen Zeitpunkt die Schals ins Gesicht zogen, lag daran, dass die autonomen Rotfaschisten mit Videokameras und Fotoapparaten die Personen und unser Haus ablichteten. Was diese mit solchen Bildern machen, sieht man auf deren Hetzseiten, in denen man versucht Nationale zu diskreditieren und im normalen BRD-Leben unmöglich zu machen. In Hinsicht auf die möglicherweise folgenden Hetztiraden und Übergriffe ist das Verhalten unserer Freunde und Kameraden nur verständlich…
Kurz bevor der wilde Haufen der Hassprediger nach ca. einer Stunde den Ort verließ (sichtlich enttäuscht über die fehlende Eskalation), wurde von Lothar K. prophezeit, dass das „Braune Haus” (ja, das Synonym kommt vom politischen Gegner) keine weiteren fünf Jahre existieren werde. Da es noch (!) kein Gesetz gibt, das Nationalisten Besitz an Grund und Boden verbietet, ist klar, was er damit meinte und wem dies als Aufforderung galt, andere Mittel zu finden um uns aus Jena zu vertreiben! Es wäre nicht das erste Objekt, das linke Brandstifter zerstören und damit ihre Unfähigkeit zur argumentativen Auseinandersetzung beweisen.
Wir haben im Vergleich zu den Roten, im Vergleich zu den Kapitalisten und Gutmenschen, im Vergleich zur politisch etablierten Klasse und deren entmündigten Wählern einen Vorteil, der uns auch diese dunklen Jahre überstehen lässt:
Wir haben Ideale und wissen um ihr Recht…!





