Steigende Benzinpreise und die Frage: Kleiner Mann was nun?
Veröffentlicht am 14. November 2007
Die Ereignisse der letzten Tage scheinen unbegreiflich: Die Treibstoffkosten steigen ins unermessliche, inzwischen kostet der Liter Super Bleifrei mancherorts 1,46€. Der Zenit des Wuchers scheint noch lange nicht erreicht. Das vor Jahren ausgegebene Ziel der Regierenden, der Liter Sprit solle eines Tages 5DM kosten, ist noch nicht vollständig umgesetzt. Wie gesagt, NOCH NICHT! Seien Sie jedoch getrost, „unsere Regierung“ wird auch diesen Wahnsinn Realität werden lassen. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen in der Republik 2,50€ zahlen müssen.
Ein kleines Rechenbeispiel soll demonstrieren, um wie viel Prozent der Treibstoffpreis in den letzten 10 Jahren bewusst angehoben wurde: Vor zehn Jahren gab es bekanntlich noch die gute alte DM. Diese wurde später durch den achso gepriesenen (T-)Euro ersetzt. Für zwei Mark bekam man nun rund einen Euro. Die Politiker versprachen, es werde nichts teurer, durch die Umstellung von DM zu Euro. Jedoch zeigte sich wieder einmal, sie haben das Volk bewusst getäuscht. Denn: Vor rund zehn Jahren kostete der Liter Super Bleifrei 1,20DM, das wären, laut Wechselkurs der Etablierten, ca. 60 Cent. Demzufolge kann man durchaus behaupten, der Sprit hat sich um das zweieinhalbfache verteuert. Es trat also eine Erhöhung von runden 250% in Kraft. Wobei jene Kraft der Regierung keine kraftraubende Anstrengung abverlangte. Nein, ganz im Gegenteil, die Menschen lassen es einfach mit sich machen, alle schimpfen, doch handeln will wohl niemand. In nicht allzu ferner Zeit soll dann das Rollwasser satte 2,50€ kosten. Der Regierung wird es egal sein, denn es rebelliert schließlich niemand gegen jene wucherbehafteten Preise.
Man möge sich die Frage stellen, was wäre dieser Staat noch, ohne die Einnahmen der sogenannten Ökosteuer? – Nichts, einige Tage kein Benzinverkauf und der Staat könnte seine Pforten schließen, die Wirtschaft würde kollabieren. Aber nein, die Menschen lassen sich weiterhin knechten und unterdrücken, jene Mißstände sind eben nur in der BRD konstant durchführbar. Wurzellose, global umerzogene, nicht mehr hinterfragende Menschen haben das Rebellieren, gegen Unrecht, verlernt. Satt und träge wettert man ein klein wenig, sagt dann aber „wir können eh nichts daran ändern was die Großen da oben treiben.“ – Wir sagen Euch, ein jeder kann seinen Protest gegen die Ausbeuter kundtun. Es ist nicht vergebens, sich gegen bestehendes Unrecht aufzulehnen. Aktionen, wie beispielsweise in Frankreich zeigen es, geschlossen lässt sich etwas erreichen. Die Menschen in Frankreich protestierten in der Vergangenheit zuvor des Öfteren, als in ihrem Land der Treibstoffpreis bereits um ein bis zwei Cent angehoben wurde. Die Bevölkerung Frankreichs setzte sich stets gegen die Kapitalunionen der Benzinerzeugerlobby erfolgreich durch. Eine Nation stand zusammen, die Menschen, egal ob Berufspendler, Fernkraftfahrer oder auch der Normalbürger, - alle traten, geschlossen, den Boykott der Tankstellen an. Niemand hatte dort Angst davor, seinen Arbeitsplatz zu verlieren oder sonstige Repression von Seiten des Staates zu erfahren. – Nein, ganz im Gegenteil: Wenn man von einer Sache und deren unbedingter Richtigkeit überzeugt ist, sollte sich unbedingt für die Realisierung der eigenen Auffassung von Gerechtigkeit eingesetzt werden, -genau dies geschah in Frankreich. Nicht nur friedliebend setzten sie ihre Ziele durch, nein, es kam auch zu etwas heftigeren Auseinandersetzungen mit den Bütteln der oberen Bosse, ja sogar zu entschlossenen Auseinandersetzungen mit den Bossen selbst. – Und siehe da, Simsalabim, die Preiserhöhungen wurden rückgängig gemacht. Und glauben sie uns, den Ölmultis wird es nach wie vor gut gehen, sie müssen nun garantiert nicht am Hungertuch nagen.
Nicht anders denkbar wäre es in Kanada oder dem Vorbild der BRD schlechthin, den USA: Es ist hier gar nicht vorstellbar, überhaupt nicht mit der Mentalität der Menschen in Einklang zu bringen, der Treibstoff würde teurer werden. Bürgerkriegsähnliche zustände würden dort vorherrschen, wenn die Regierenden dort wie hier handeln würden.
Uns fällt auf, leider muss gesagt werden, dass dies hier, im deutschen Gebiet nicht realisierbar ist, die Menschen lassen sich, von den Großen und Mächtigen, umher schupsen. Jeder scheint sich selbst der nächste, das Solidaritätsgefühl deutscher Menschen verliert an Substanz. Der Staat raubt nach und nach die letzten Freuden des Kleinen Mannes. Verteuerung spezieller, eigentlicher Gemeingüter, führt dazu, dass lediglich die kapitalbesitzende Schicht, innerhalb dieser Republik, das Geld dazu hat, Dinge wie Benzin, Zigaretten, guten Wein und Lebensmittel zu erwerben, der klägliche, nicht erwünschte Rest der Gesellschaft soll bewusst auf der Strecke bleiben. Menschen, die sich jene Dinge nicht mehr in ausreichendem Maße leisten können, werden automatisch aus der Mitte, zum Rand der Gesellschaft gedrängt. – Getreu dem Grundsatz: Hast du was, bist du was. – Wir fragen uns: Kleiner Mann, was nun?
Deshalb folgt auch ihr dem Aufruf zum Tankboykott am 01.12.07. Nachzulesen unter: www.wernigerode.nationaler-beobachter.de





