Bautzen: Stadt prüft Demonstrationsverbot

Veröffentlicht am 13. November 2007

Bezeichnend ist es, wenn dem Apparat keine andere Möglichkeit als die der Repression bleibt, um auf unsere Antirepressionsdemonstration “Menschenrecht bricht Staatsrecht - Freiheit für alle nationalen Gefangenen” zu reagieren. So wurde uns am 7. November die Verbotsprüfung zugestellt. Noch bezeichnender ist es, wenn dieses Verbot von einer Stadt ausgeht, die mit ihren “Gelben Elend”, wie keine andere in unserer Heimat, zum Symbol der Unterdrückung des eigenen Volkes geworden ist.

Doch es verwundert uns nicht! Wissen wir doch, dass sich die Situation, in der wir hier zu leben gezwungen sind, der zu gleichen scheint, die unsere Eltern durchleben mussten, als noch die Mauer unser Volk teilte. Und wir wissen, dass durch jede Repression, durch jede Verfolgung, durch jedes Verbot der Apparat hinter seiner heuchlerischen Maske sichtbar wird. Dass dann hunderte den Knüppel sehen, mit denen sie uns einbläuen wollen, dass wir unser Maul zu halten haben, dass es keinen Zweck hat, sich zu wehren, keinen Zweck hat, etwas anderes zu wollen, als lebenslänglich unterdrückt zu werden.

Wir werden uns damit nicht abfinden! So wie einst unsere Eltern auf die Straßen gegangen sind, um gegen die Menschenfeindlichkeit eines Apparates zu protestieren, der sich genauso demokratisch nannte, werden wir auch am 8. Dezember in den Straßen Bautzens demonstrieren. Deshalb werden wir im Verbotsfall Klage einreichen.

Aktuelle Informationen zur Demonstration immer unter www.demo-lausitz.info





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