Neumünster: Schluß mit der Repression

Veröffentlicht am 5. November 2007

Neumünster, 04.11.2007. In den letzten Monaten häuft sich das polizeiliche Vorgehen gegen den Club 88 bzw. seine Besucher. Im April verschaffte sich die Polizei Zugang zu einem Liederabend, der als sogenannte “geschlossene Gesellschaft” nur mit geladenen Gästen stattfand, indem sie die Eingangstür bzw. deren Schloß aufbohrte. Höhepunkt aber waren die Ereignisse bei der 11-Jahres-Feier des Clubs am letzten Septemberwochenende. Als ob jeder Club-Besucher ein Verbrecher sei, wurden die Personalien von über 200 Menschen festgestellt, die zur Feier wollten (Überwachungsstaat läßt grüßen. Kann uns aber kaum noch wundern, weil die Polizei manchmal ja sogar die Personalien aller Teilnehmer einer Demonstration feststellt…) Mehr als 100 von ihnen wurde der Zutritt verwehrt, später wurden sie per Platzverweis davongejagt wie in einem schlechten Wild-West-Film.

Club 88

Wir erleben das gleiche Schema wie im Jahre 2000. Auch damals forderten wenigstens Teile des politischen Establishments ein Verbot der NPD, und auch damals ging man zuerst gegen den Club vor. Ist ja auch klar: eine Szenekneipe kann man leichter tyrannisieren als ein aufwendiges Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht zu eröffnen. Man sucht sich den vermeintlich schwachen Gegner als erstes aus…

Der Club hat sich aber schon einmal als wehrhaft erwiesen, als man ihn per behördlicher Verfügung schließen wollte.

Auch in diesem Fall wird die Betreiberin in den nächsten Tagen gerichtliche Klage gegen das Verhalten von Polizei und Stadt erheben.

Und genau wie damals werden die rechtlichen Schritte durch öffentlichen Protest flankiert, ganz nach unserem Motto: “Gegen Repression – hilft nur verstärkte Demonstration!”

Kommt am 24.11.2007 zur Demo nach Neumünster!
Solidarität mit dem Club 88!





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