Viel Feind, viel Ehr - drohende Indizierung der Netzseite www.naso-mzbi.de
Veröffentlicht am 15. Oktober 2007
Die möglichst totale Durchdringung des Lebens eines jeden Einzelnen ist ein Kennzeichen des liberal-kapitalistischen Systems – nur durch die permanente Beeinflussung im eigenen Sinne zu jeder Zeit und an jedem Ort können die Stützen seiner Macht dauerhaft erhalten bleiben. Der Drang zur Kontrolle zeigte sich bisher, trotz der hehren Worte von Freiheit, Recht und Toleranz, vor allem in der Brandmarkung missliebiger Publikationen und Meinungsäußerungen mittels einseitiger Strafegesetze und, falls die strafgesetzliche Sanktion nicht greifen sollte, über die Indizierung als jugendgefährdend durch die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“. Dieses Vorgehen hatte Methode und so lange Erfolg, als die aus dem öffentlichen Raum zu entfernenden Inhalte sich der herkömmlichen Verbreitungsmethoden bedienten.
Mit dem Siegeszug des Internets ging diese Zeit zu Ende – das Netz, ein unendlicher und autonomer Raum, der die Grenzen der nationalstaatlichen Exekutive längst gesprengt hat. Frühzeitig hat die nationale Opposition die neuen Möglichkeiten erkannt und nutzt sie seitdem, insbesondere seit „web 2.0“, mit wachsendem Erfolg.
Der Gegenschlag des Systems war nur eine Frage der Zeit, seit neuestem wird versucht, die bisher kaum belangten (weil kaum belangbar) nationalen Netzseiten mittels der altbewährten Indizierung zu zerschlagen. Die Indizierung des erfolgreichen nationalen Versandes „Weltnetzladen“ bildete den Anfang, die nächsten Streiche sollen bald folgen:
„AntiKap“, das erfolgreiche Projekt zur Darstellung globalisierungskritischer nationaler Positionen steht bereits auf dem Wunschzettel der Zensoren und auch, man glaubt es kaum, unsere kleine Regionalseite!
Die Begründung des Indizierungsbegehrens ist ein weiterer Meilenstein der Lächerlichkeit und Geistlosigkeit der herrschenden Klasse – die Leugnung der deutschen Alleinschuld am Ausbruch des II. Weltkrieges „gefährde die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“. Es werde auf der Seite „ein einseitiges, ideologisches sowie historisch verfälschtes Bild des Nationalsozialismus wiedergegeben“ und es bestehe „die Gefahr, dass sie (die Kinder und Jugendlichen) in ihrer politischen Meinungsbildung und in ihrem Geschichtsbewusstsein bzgl. der deutschen Vergangenheit verunsichert bzw. negativ beeinflusst werden“.
Es erübrigt sich, derartigen Unfug zu kommentieren – sollten eines Tages tatsächlich die Geister der Vergangenheit wieder auftauchen, dann könnten sie mit demselben Wortlaut nahezu sämtlichen medialen Ergüsse der BRD-Ära auf ähnliche Art und Weise verbannen.
Auf jeden Fall wissen wir die Anerkennung unserer propagandistischen Arbeit durch das System zu schätzen und versichern bereits vor Abschluss des laufenden Verfahrens, dass sich die Aktivisten, denen die Netzseite www.naso-mzbi.de bisher als Sprachrohr gedient hat, auch nach erfolgter Indizierung weiter im Sinne eines modernen, revolutionären Nationalismus betätigen werden.





