Zivilisationsforscher kritisiert Zuwanderungspolitik: Wachstum der Unqualifizierten

Veröffentlicht am 17. September 2007

Wegen des spürbaren Fachkräftemangels braucht Deutschland angeblich immer mehr Zuwanderung. Dafür trommeln besonders die Wirtschaftsverbände. Der Bremer Zivilisationsforscher Prof. Dr. Gunnar Heinsohn machte jüngst aber auf die ernüchternde Tatsache aufmerksam, daß unter den sage und schreibe 12 Millionen Zuwanderern, die seit 1990 in die Bundesrepublik gekommen sind, gerade einmal zehn Prozent Besserqualifizierte sind. Heinsohn wörtlich: “Deutschland hat Menschen ins Land geholt, die auch in ihrer Heimat Schulversager waren. Gerne wird geglaubt, daß mangelnde Integration die intellektuelle Entfaltung behindere. Aber die abgebenden Länder haben hausgemachte Bevölkerungsanteile mit unterdurchschnittlichem IQ. Nach Deutschland sind nicht so sehr die Besten, sondern die Abgeschlagenen geschickt worden.”

Die Ausländerpolitik der Bundesregierung, so Heinsohn, alimentiere mit Milliardensummen nicht etwa Entwicklungsländer in der Dritten Welt, sondern geradewegs “deren Untertanen im hiesigen Sozialsystem”. Zudem sorge sie durch finanzielle Anreize für Nachwuchs - wovon sich in der Praxis Immigranten stärker angesprochen fühlen als Einheimische - dafür, daß sich das geringqualifizierte Zuwandererproletariat in Deutschland kräftig vermehrt. Schon 33 Prozent aller Kinder in der Bundesrepublik unter fünf Jahren stammen derzeit aus dem Migrantenanteil der “deutschen” Bevölkerung, die 19 Prozent ausmacht. “Dieses Vermehrungskonzept kann auf eines sicher rechnen, nämlich auf eine nicht endende Kette weiterer Integrationsgipfel, weil es für ein robustes Wachstum der Unqualifizierten sorgt.”

Daß es auch anders ginge, darauf weist Heinsohn mit Blick auf das kanadische Beispiel hin. Dort lebt heute zwar eine der größten “Migrationsbevölkerungen” der Welt, allerdings habe Kanada stets zielstrebig auf die Zuwanderung von Höherqualifizierten geachtet. Die Folge: Kanada liegt bei sämtlichen Pisa-Studien ganz vorne - weil “die Nordamerikaner wissen, daß schon das intellektuelle Potential von Dreijährigen selbst durch teuerste Programme kaum gesteigert werden kann”.





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