Nach linker Krawall-Nacht um East Coast Corner: Antifa jammert über zu “hartes” Vorgehen durch die Polizei! Ladeninhaber verkünden: Wir bleiben hier! Samstag NPD-Demo in Rostock
Veröffentlicht am 26. Juni 2007
Sie haben mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörper den ausgesprochenen Platzverweis der Polizei beantwortet. Ein Auto, einer unbeteiligten Passantin wurde angezündet. Die Antifa Rostock hat sich im Bezug auf den nationalen Szeneladen „East Coast Corner“ in den Nächten von Donnerstag zu Freitag, aber insbesondere von Samstag zu Sonntag wieder einmal von der besten Seite gezeigt. Vierzehn verletzte Beamte hatte die Polizei zu beklagen - doch die Antifa jammert: Der Polizeieinsatz wäre zu hart gewesen.
„Tatsächlich war das Verhalten der Polizei alles andere als deeskalierend“, heißt es auf dem Internetportal Indymedia. Reichlich naiver hingegen die Rostocker Studentin Annika Jahnke gegenüber der Ostsee-Zeitung „Wir verstehen nicht, dass die Polizei die Nazis beschützt“. Die von den Linken kritisierte Vorgehensweise der Polizei basiert eigentlich auf den üblichen Abläufen, mit denen gerade die Rostocker Antifa genügend Erfahrung haben sollte. Allerdings beharrt die Linke immer wieder auf ihren Standpunkt, als dass Rechtstaatlichkeit im Bezug auf Aktivitäten gegen Rechts offenbar keine Geltung mehr haben dürfen. Das Ganze wird umso absurder, im Hinblick auf die Argumentation der Rostocker Antifa –wonach der Laden „Intoleranz“ und „Gewalt“ nach Rostock bringen würden. Eine Aussage die weder falsch noch richtig ist.. Gewalt und Intoleranz waren bereits in Rostock, noch bevor das Geschäft überhaupt aufgemacht hat. Der Laden war lediglich der Auslöser linker Aggressionen. Alles andere ist lediglich Wunschdenken der Antifa, weil diese nun glauben, irgendeinen Anspruch auf die Hansestadt Rostock,–insbesondere des Stadtteils Kröpeliner-Tor-Vorstadt geltend machen zu dürfen.
Beim Rostocker Stadtteil KTV soll es sich um ein ausgewiesen „Alternatives Wohnviertel“ handeln. Aufgrund dieser Tatsache, möchte man in dem Versuch dort ein nationales Geschäft zu betreiben, so etwas wie eine Provokation sehen. Die Medien stützen sich in dieser Annahme auf Aussagen des Geschäftsführers Torsten de Vries aus Hamburg. Dieser entgegnete auf Nachfrage der Ostsee-Zeitung „…„Wir sitzen das aus“, erklärte de Vries. Etwa 15 „Bewacher“ standen vor dem Szeneladen. „Bis jetzt haben wir nur Anzeigen geschaltet und die Füße still gehalten“, so der Rechtsradikale. Jetzt droht er mit Rückschlag. „Die Linken haben die Machtfrage gestellt.“ Als Mitglied der Freien Kameradschaft, einer bundesweiten rechtsextremen Vereinigung, wolle er seine Kontakte ausspielen. „Wir werden aus der ganzen Bundesrepublik Leute anrollen lassen“, sagte er aufgeregt. Der Mietvertrag des Nazi-Ladens läuft fünf Jahre. „Und so lange bleiben wir“, versichert de Vries…“. Dass de Vries gegenüber der Presse nicht beschwichtigend oder zurückhaltend geblieben ist, liegt in der Natur der Sache und ist aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände verständlich. Handelt es sich zwischenzeitlich tatsächlich um einen Existenzkampf des Nationalen Widerstandes in der Hansestadt Rostock. Jedes Zurückweichen wird innerhalb des linken Spektrums ohnehin als eine Art Rückzug interpretiert. Doch auch die kämpferische Haltung de Vries wird auf linker Seite in Frage gestellt. Auf Indymedia heißt es „…Ob man die Drohungen hinsichtlich einer bundesweiten Nazimobilisierung ernst zu nehmen muss oder nur im Eifer des Rückzugsgefecht getätigt worden sind, lässt lokale Antifaschisten kalt. “Die haben am Wochenende nur 20 Leute auf die Beine gekriegt, selbst wenn sie mit mehr Leuten mal an einem Wochenende kommen. Wir wohnen hier, wir haben Zeit und die Polizei wird nicht ewig das Großaufgebot vor dem Laden aufrecht erhalten können.” Und jemand fügt hinzu: “Sollte es notwendig sein, hoffen wir natürlich auf bundesweite Unterstützung.” Es scheint als ginge es in die nächste Runde. Und nach Punkten liegt das alternative Viertel bisher weit vorn…“
Den Worten von Torsten de Vries müssen nun Taten folgen. Das dürfte innerhalb des nationalen Lagers außer Frage stehen. Wobei man hinzufügen muss, dass alle bundesweite Solidarität tatsächlich nichts nützt, wenn diese nicht in erster Linie von den Rostockern selber ausgeübt wird. Insofern hat man auf Seiten der Antifa nicht ganz Unrecht, dass eine bundesweite Mobilisierung nur einen kurzweiligen Erfolg bringen würde. Auf Seiten der NPD-Landtagsfraktion sieht man die Lösung indes eher in der Verfolgung der linken Gewalttäter durch die Polizei. Einen Standpunkt der durchaus richtig ist. Natürlich nur solange, wie diese Verfolgung durch die Behörden auch tatsächlich vorangetrieben wird. Ein Interesse was seitens der Staatsanwaltschaft nach eigenem Bekunden vorhanden ist. So heißt es in unterschiedlichen Meldungen, dass die Strafverfolgungsbehörde darüber nachdenke, beschleunigte Verfahren einzuleiten. Vom Erfolg und der Härte dieser Maßnahmen dürfte maßgeblich abhängen, ob sich die Lage in Rostock um den Laden tatsächlich entspannt.
Die Auseinandersetzungen um den Laden könnte unterdessen aller Wahrscheinlichkeit nach auch ein parlamentarisches Thema werden. Auf der Landesseite der NPD heißt es dazu „…Nachdem es in den vergangenen Tagen immer wieder zu Straßenschlachten vor dem Geschäft “east cost corner” gekommen ist, wird die NPD-Fraktion morgen (am 26.06. Anm.d.Red.) um 13:00 Uhr zu einem Vor-Ort-Termin in Rostock sein. Die Abgeordneten wollen sich ein Bild über die Lage machen. Geplant sind sowohl Gespräche mit den Ladeninhabern als auch mit Anwohnern…“. Die Möglichkeiten der Schweriner NPD-Landtagsfraktion den Laden vor weiteren Angriffen zu schützen sind allerdings in der Tat sehr eng. Genau genommen, ist das Aufkreuzen der NPD-Landtagsabgeordneten zwar wichtig und richtig, aber am Ende nichts weiter als ein Schaulaufen. Wenn die Partei dem Laden tatsächlich Unterstützung zu Teil werden lassen möchte, so sollte sie dies durch die Entsendung des NPD-Ordertrupps tun. Denn gleichgültig ob es eine parlamentarische Verurteilung über diese Ausschreitung gibt oder nicht, sie bezweckt rein gar nichts. Die Diskussion im Landtag darüber selber sollte natürlich keineswegs ausbleiben. Handelt es sich hierbei doch um ein Beispiel politisch motivierter Gewalt, welches auf nationaler Seite in den vergangenen Jahren ihresgleichen sucht - ein Pyrrhussieg, keine Frage. Auch für den Ladeninhaber Torben Klebe. Bundesweit in nahezu allen Zeitungen, waren die Ausschreitungen um sein Geschäft Thema. Bessere Werbung kann der East Coast Corner kaum bekommen. Auch wenn dessen Existenz langfristig zweifellos im Moment jedenfalls noch auf wackligen Beinen stehen dürfte. „…Lokale Antifaschisten sehen sich erst am Anfang einer lang anhaltenden Kampagne…“, heißt es auf Indymedia.
Immer wieder inszenieren die Medien angeblich „rechte Gewalt“. Angesichts der Entwicklung in Rostock, wünscht man sich natürlich schon, dass diese zumindest im Bruchteil von dem was Medien und linke Organisationen von sich geben, zutreffend wäre. Schließlich kann man davon halten was man will, allerdings wäre es Wunschdenken, wenn wir nun annehmen wollten, das Problem würde sich von ganz allein lösen. Terror kann bekanntermaßen nur mit Gegenterror gebrochen werden.
Unterdessen verlautbart die NPD-Mecklenburg Vorpommern nach Redaktionsschluß, dass für Samstag in Rostock Kröpeliner-Tor Vorstadt eine Demonstration stattfinden soll. Dazu heißt es unter anderem „…Gegen die geschilderten Vorkommnisse und anhaltenden Zustände hat heute der Rostocker, NPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete eine Demonstration für den kommenden Sonnabend angemeldet. Diese soll quer durch den Rostocker Stadtteil KTV gehen…“. Den Demo-Aufruf gibt es auf den Seiten der NPD-MV.





