Nachlese zum großen Gedenkmarsch für die Opfer des alliierten Bombenterrors vom 13./14.Februar 1945

Veröffentlicht am 19. Februar 2007

Bericht aus Hamburger Sicht: An dem alljährlich stattfinden Trauermarsch haben von Hamburg nur einige Fahrzeugbesatzungen teilgenommen, da der Marsch diesmal auf einen Dienstag fiel, und eine ganze Reisebusmannschaft leider nicht mobilisierbar war. Dafür hatten wir in unserem Wagen einen schwedischen Kameraden dabei, der den Schweden aus Deutschland berichten wollte.

Wir erzählten ihm von den ungeheuerlichen Kriegsverbrechen der Alliierten, die kurz vor Kriegsende ohne jeden militärischen Grund Dresden nahezu alle noch unbeschädigten deutschen Städte in Schutt und Asche legten. Dresden traf es ganz besonders schlimm, da sich in der Stadt fast eine Million Flüchtlinge aus Ostdeutschland aufhielten. Nicht nur wurde die einzigartige Barockstadt grundlos zerstört, sondern es kamen dabei auch mehrere hunderttausend Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder um. Diesen Völkermord am deutschen Volk führten die alliierten Terroristen in Dresden mit bestialischer Gründlichkeit aus: Zuerst bombardierten sie in mehreren Wellen die Stadt, und als sich die Überlebenden auf die Elbwiesen gerettet glaubten, kamen amerikanische Tiefflieger und machten gezielt Jagd auf die verzweifelten Zivilisten. Dabei kamen nicht nur Deutsche, sondern auch viele ausländische Kriegsgefangene und Insassen von Konzentrationslagern um, die mit den Deutschen vor der roten Armee nach Dresden geflohen waren. Den Russen entkommen, wurden sie von den amerikanischen “Befreiern” kaltblütig ermordet. Diese alliierten Kriegsverbrechen werden in der bundesrepublikanischen Geschichtsschreibung natürlich nicht so wiedergegeben, sondern verniedlicht: Es seien nur etwa dreißigtausend Menschen umgekommen, und auch das sei deutsche Schuld gewesen, da Deutschland den Krieg angefangen habe.

Rechtzeitig um 18 Uhr in Dresden angekommen, gingen wir zu dem Versammlungsort am Zwinger. Vorher mussten wir aber noch schlimme Polizeischikanen über uns ergehen lassen. Unser schwedischer Berichterstatter sah erstaunt, dass in der BRD Trauergäste von der Polizei bis auf die Haut durchsucht, und abgewiesen werden, wenn sie im Winter Stiefel tragen oder Fackeln dabei haben.

Eine aus Leipzig kommende Gruppe von 300 Trauergästen weigerte sich, die unmenschlichen Polizeikontrollen über sich ergehen zu lassen. Sie blieben vor der Polizeikette stehen, und forderten einen menschenwürdigen Zutritt zu der Veranstaltung. Nach drei Stunden hatte diese Taktik Erfolg, und die Polizei ließ die Leipziger durch. Gleichzeitig blockierte die Polizei den Beginn des Trauermarsches drei Stunden lang, weil angeblich linke Blockierer auf der Strecke seien. Diese Zeit überbrückten wir in Gedanken an die tapferen Deutschen des Zweiten Weltkriegs. Wir hörten uns verschiedene Redner an, darunter auch den NPD-Vorsitzenden Udo Voigt.

Als es danach los ging, wurden wir angenehm überrascht, dass die Wegstrecke diesmal durch die historische Altstadt führte, die fast vollständig wieder aufgebaut ist. Die Teilnehmerzahl war mit ca. 1.800 zwar weniger als sonst, aber für einen Dienstagabend doch beachtlich. Darunter erstaunlich viele Dresdner Bürger, die über die Polizeiwillkür schockiert waren. Unter den Klängen klassischer Musik, zogen wir durch die barocke Stadt und gedachten der Toten. Am Rathaus angekommen, wurden am Denkmal der Trümmerfrauen Kränze niedergelegt und Trauerreden gehalten. Nach dem Singen des Deutschlandliedes traten wir gegen Mitternacht den Heimweg an.

Der Bombenterror der amerikanischen “Befreier” dauert in Afghanistan und Irak bis heute an, und die BRD-Vasallen sind daran aktiv beteiligt. Aber der Tag der politischen Abrechnung wird kommen.

Dresden, 13.02.2007. Bericht aus Hannoveraner Sicht: Der Trauermarsch für die Opfer des alliierten Bombenholocausts über Dresden fand dieses Jahr, im Gegensatz zum vorigen Jahr, nicht am Wochenende, sondern direkt am Dienstag den 13.02.2007, dem Abend des 62. Jahrestages der Bombardierung Dresdens statt. Dank freundlicher Arbeitgeber und Ferien konnten sich aus Hannover immerhin noch zwei Autobesatzungen auf den Weg nach Dresden machen, um dort stellvertretend für alle Opfer alliierter Kriegsverbrechen, zu gedenken.

Trotz der fast völligen Zerstörung der Dresdener Innenstadt vor 62 Jahren ist Dresden, durch seine wunderschöne Architektur immer noch eine der schönsten Städte der Welt. Daher entschlossen wir uns, schon am Nachmittag Dresden als Touristen zu besichtigen. Bei dieser Gelegenheit war natürlich auch ein Abstecher zur antifaschistischen Gegenkundgebung im “Kulturprogramm” enthalten. Die Anwesenden dieser Ketzerveranstaltung zeigten durch das Tragen von US-amerikanischen, britischen und israelischen Fahnen ihre menschenverachtende Politik der Opferverhöhnung und erzeugten Kopfschütteln bei der wenig interessierten Bevölkerung.

Am Veranstaltungsort angekommen, wurden zunächst alle Marschteilnehmer von der Polizei durch Leibesvisitationen kontrolliert. Die Zelte, in denen Besucher nationaler Veranstaltungen durch die Staatsmacht schikaniert werden, haben nun also auch in Sachsen Einzug gefunden. Zu Beginn der Veranstaltung sprach zuerst ein Vertreter der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands zu den Teilnehmern. Er ging in seiner Begrüßungsrede auf den Sinn der jährlichen Trauermärsche und das verachtungswürdige Verhalten der Regierung gegenüber den Opfern angloamerikanischen Terrors ein. Der Begrüßungsredner erntete dafür lautstarken Applaus. Danach sprach der Parteivorsitzender der NPD, Udo Voigt, der in seiner Ansprache leider völlig am Thema vorbei redete, da er fast nur auf politische Missstände in unserem Land einging, dies aber auf einer Gedenkveranstaltung fehl am Platze ist. Die Veranstaltung sollte eigentlich um 18.00 Uhr beginnen, aber die Polizei zeigte wieder einmal, dass sie nicht gewillt ist ein würdevolles Gedenken zuzulassen, indem sie die Kontrollen unnötig lange hinaus zögerte, sodass sich erst gegen 20.30 Uhr der Trauerzug mit ca. 1500-2000 Teilnehmern in Bewegung setzte.

Nach etwa einem Kilometer musste der Zug stehen bleiben. Die Taktik der Polizei war es wohl, uns zur Umkehr zu bewegen. Die Wegstrecke wurde von Kriminellen blockiert und die Polizei sah sich nicht in der Lage die Strecke zu räumen oder wollte es auch gar nicht. Normalerweise wird in solchen Fällen dreimal zur Räumung der Straße aufgerufen und dann diese befreit, aber hier passierte auch nach einem vierten Aufruf seitens der Polizei nicht viel. Alle Marschteilnehmer, darunter viele Alte, Kinder und Frauen hielten jedoch trotz Kälte, zeitweiligem Regen und später Stunde aus und es ging einen geänderten Weg weiter zum Rathaus. Auf dem Weg dorthin wurden die Trauernden von “Antifaschisten” mit Böllern beworfen. Die Polizei hätte es auch, durch ihre weitläufige, lockere Kette, nicht verhindern können wenn die ca. 100 Gewalttäter den Trauerzug angegriffen hätten. Eine Auseinandersetzung scheiterte jedoch an der Unentschlossenheit oder Feigheit der Randalierer sowie der außerordentlichen Disziplin der Marschteilnehmer.

Am Rathaus wurde dann Aufstellung um die “Trümmerfrau” genommen. Die Straßenbeleuchtung wurde gedämmt und der Platz und die Fahnenträger erstrahlten im Feuerschein vieler Fackeln. Es war ein bewegender Augenblick, als mehrere Kränze und Gestecke unter den Tambourschlägen zweier Landsknechttrommeln niedergelegt wurden, was seinen Höhepunkt mit dem Singen des Liedes “Ich hat einen Kameraden” aus zweitausend Kehlen fand. Es sprach nun Dr. Rose über einige geschichtliche Hintergrunde rund um den 13. Februar 1945 und im Anschluss las Peter Naumann aus einem Buch zum Thema vor und trug ein ergreifendes Gedicht eines Augenzeugen zum Tag vor der Fastnacht 1945, die Nacht des 13./14. Februars vor, die allen Anwesenden noch mal die Grausamkeit dieser Mordnacht verinnerlichten. In den Gesichtern eines Teils der anwesenden Polizeibeamten konnte man sehen, dass auch sie sehr bewegt waren. Die Kundgebung wurde mit dem Singen des Deutschlandliedes beendet und es ging wieder zurück zum Startpunkt des Trauermarsches.

Fazit: Eine trotz des ungewohnten Wochentages und dem Schmuddelwetter herausragende Mobilisierung. Fast 2000 Teilnehmer die sich trotz der Schikanen der Staatsorgane nicht haben abbringen lassen - sprechen eine deutliche Sprache. Umso erfreulicher ist zudem der stark wachsende Anteil des bürgerlichen Lagers. Einige Polizeibeamte werden oder haben sich sicherlich schon die Frage der Verhältnismäßigkeit des polizeilichen Aufwandes zu den absolut friedvollen Trauergästen gestellt. Wer sind denn jetzt die Guten – wer die Bösen? Auf der anderen Seite war nämlich ein auffälliges defensives polizeiliches Konzept gegen Landfriedensbrecher und akustische Störer des Gedenkens zu beobachten. Ein Schelm wer böses dabei denkt…

Wo soll das auch hinführen wenn die sächsische und bundesweite “unabhängige und überparteiliche Presse” keine Schreckensmeldungen von dumpfen Parolen und einer reinen Szeneveranstaltung berichten kann… Hingeführt hat es dazu, dass dieses ehrenvolle Gedenken selbst regional in den Print- sowie Funk und Fernsehmedien fast vollständig der Bevölkerung vorenthalten wird! Lizenzpolitiker und die eben angesprochene Presse wissen warum! An einer Vervielfachung der Zahl der Teilnehmer haben diese kein Interesse. An kritischen Fragen zum Umgang und den würdevollen Gedenken mit den eigenen Opfern sicher noch weniger. Bezeichnend, daß bis heute keine Straße geschweige denn ein zentraler Platz den hunderttausenden Opfern gewidmet ist.

Es bleibt zu hoffen, dass die diesjährigen Teilnehmer das erlebte im Familien-, Freundes-, und Kameradenkreis verbreiten, um so als Multiplikatoren zu fungieren und dazu beizutragen, daß im nächsten Jahr eine deutliche Steigerung der Trauergäste endlich die Mauer des Schweigens zumindest in der sächsischen Metropole bricht. Den Organisatoren der JLO und dem “Aktionsbündnis Gegen das Vergessen” von unserer Seite ein großes Kompliment für die Vorbereitung und den würdevollen Ablauf der diesjährigen Veranstaltung.

Mehr über Hintergründe und die Arbeit des Bündnisses erfahren Sie auf der Netzseite http://www.aktionsbuendnis-gdv.de





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