Sicherheitskonferenz in München

Veröffentlicht am 14. Februar 2007

Die Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende in München war gezeichnet von dem Aufbegehren Russlands und des Iran gegen die USA und deren „Verbündete“. Den Anfang dieses Aufbegehrens machte dabei der russische Präsident Wladimir Putin, der umgehend die USA abmahnte, dass diese alle Grenzen in ihrem Streben nach einer monopolaren Weltherrschaft überschritten hätten. Putin kritisierte aber auch die Nato und die Europäische Union, die sich kritiklos zum Erfüllungsgehilfen der amerikanischen Imperialpolitik machen. Besorgt zeigte sich Putin bezüglich der NATO auf den europäischen Osten, und das damit verbundene militärische Heranreichen an Russlands Grenzen. Von der NATO bekam er dafür in Form von Hoop Scheffer Schelte, wie er denn besorgt sein könne, „wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen“ rückten. Wegen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit macht sich Putin sicherlich keine Sorgen, wohl aber ob der Interpretation dieser beiden Begriffe durch die NATO.

Der US-Senator John McCain antwortete auf die Äußerungen Putins in seiner gewohnt arroganten Art, indem er Russland vorwarf neben dem Iran und dem Irak den Weltfrieden zu gefährden. Dass die USA derzeit allerdings zwei Staaten besetzen (Irak und Afghanistan) und ihre Kriegsmaschiniere derzeit in Richtung des Iran hetzen, scheint für McCain allerdings kein Grund zur Besorgnis zu sein. Ebensowenig wie die Tatsache, dass die USA mit Hilfe der NATO planen „Raketenabwehrsysteme“ in Osteuropa zu installieren. Grund genug für Russland in den nächsten Jahren 45 Prozent seiner Kriegsmaschine zu modernisieren und 50 neue Topol-M Raketen zu stationieren, die in der Lage sind, das Raketenabwehrsystem zu überwinden. Zudem will das russische Militär 31 neue Kriegsschiffe bauen.

Der nächste Aufbegehrer kam in Form des iranischen Atomunterhändlers Ali Laridschani. Dieser machte bei seiner Rede deutlich, dass der Iran nicht einsehe, sein ziviles Atomprogramm aufzugeben. Mit Hinblick auf die USA sagte Laridschani, dass man anderen Ländern nicht einfach „Standards und Normen oktroyieren“ könne. Dies alles stand aber weniger im Interesse der NATO-Deligierten als vielmehr die Tatsache, dass Laridschani sich nicht interessiert zeigte über den Holocaust zu debattieren. Da die NATO-Delegierten aber scheinbar kein anderes Thema von Interesse bei den Ausführungen Laridschanis fanden, erklärte er kurzum, dass der Holocaust eine „offene Frage“ sei, und es wichtigere Dinge gäbe.

Das gefiel den US-Deligierten allerdings nicht, sodass Lindsey Graham aus South Carolina sich dazu hinreißen ließ, Laridschani vorzuschlagen in das nahegelegene Dachau zu fahren, um dort Beweise für den Holocaust zu finden. Scheinbar ist Graham jedoch nicht auf dem neuesten Stand der offiziellen Geschichtsschreibung zu diesem Thema. So entledigte man sich schon vor Jahren der bis dahin offiziellen Geschichtsschreibung, dass in Dachau über eine Millionen Juden vergast worden. Statt dessen steht in der vermeintlichen Gaskammer nun ein Schild mit der Aufschrift: „Gaskammer, getarnt als ‚Brausebad’ - war nicht als Gaskammer in Betrieb.“





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