Anti-Rechts-Veranstaltung in Hamm wieder mit nationaler Beteiligung
Veröffentlicht am 14. Februar 2007
Am 13.02.2007 fand in Hamm eine Veranstaltung des bürgerlichen Anti-Rechts-Bündnisses “Hammer Appell” statt. Hauptkomissar Heribert Seck vom Staatsschutz in Dortmund sollte zum Thema “Mehr als nur Einzeltäter… Daten und Erkenntnisse zur Vernetzung der Neonazi-Szene in Hamm/Dortmund” referieren. Der Hammer Appell suchte sich für seinen Laberabend ausgerechnet das Pädagogische Zentrum aus. Diese Gutmenschen, federführend dabei Pfarrer Dr. Tilman Walther-Sollich, machen gar keinen Hehl daraus, daß es ihnen daran gelegen ist, schon die kleinsten Volksgenossen massiv mit demokratischem Gedankengut zu indoktrinieren. “Präventivmaßnahme” heißt das im Gutmenschen-Jargon.
Mit einer Personenstärke von 25 Männern und Frauen versuchten Nationalisten von NPD, DVU, KDS und freien Kameradschaften an der öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Erfreulich, daß die Zusammenarbeit zwischen freien und parteigebundenen Kräften mal wieder sehr gut funktioniert hat. Der überwiegende Teil der Kameraden wurde schon im Eingangsbereich des Hauses abgewiesen. Der Veranstalter übertrug einem Mitarbeiter des Staatsschutzes das Hausrecht, verbunden mit der Aufgabe, jedem mißliebigen Besucher den Eintritt zu verwehren. Zur Verstärkung waren auch noch mehrere Polizeistreifen und mindestens eine Zivil-Streife angerückt. Doch auch der Staatsschutz ist nicht allwissend und deshalb konnten einige Kameraden unerkannt an der Veranstaltung teilnehmen. Die abgewiesenen Kameraden verteilten nach Erteilung eines Hausverbotes in dem Bereich vor dem Pädagogischen Zentrum Flugzettel an die Veranstaltungsteilnehmer und an Passanten, bis sie nach ca. 10 Minuten von der Polizei unter Androhung einer Ingewahrsamnahme Platzverweis erhielten. Ob dieser Platzverweis gerechtfertigt war, wird im Rahmen von Dienstaufsichtsbeschwerden und gegebenenfalls durch Strafanzeigen entschieden werden. Von den Repressionen ließen sich die Kameraden nicht provozieren, sie machten sich geschlossen und diszipliniert auf den Heimweg, allerdings nicht ohne vorher in der Fußgängerzone noch einige Flugis loszuwerden.
Die hereingelassenen Kameraden schilderten den Abend wiefolgt: Nach einleitenden Worten einer Veranstalterin übernahm der Referent Heribert Seck das Wort. Nur 20-25 Gutmenschen kamen zu dieser Veranstaltung, darunter viele Lehrer, Alt-68er, Gewerkschafter und die in Hamm hinreichend bekannte Antifa-Familie S. Erstmal sei festgehalten, daß Herr Seck zuviel versprochen hatte und gar nicht über das oben genannte Thema gesprochen hat. Schade, wir hatten uns mehr erhofft. Stattdessen spulte er nur das übliche Programm ab. Zum Beispiel erklärte er, an welchen Zahlenkombinationen, Zeichen und Symbolen Neonazis angeblichen zu erkennen wären. Tolle “Erkenntnisse” über den Nationalen Widerstand in Hamm und Dortmund konnte er nicht vorbringen. Als sich die Kameraden während der anschließenden Fragerunde zu Wort meldeten, scheuten die Veranstalter mal wieder eine offene Diskussion.
Alles in allem war es ein typischer Laberabend von der letzten Gutmenschen-Bastion in Hamm. Wenigstens konnten wir für etwas Wirbel und Gesprächsstoff sorgen. Wiedermal erfüllte sich ein oft auf Demonstrationen gehörter Spruch, denn ohne Nazis wär’ mal wieder gar nichts los gewesen.





