Am Sonnabend, den 12.Juni, sollte eine private Feier im so genannten Skinhouse in der südlichen spanischen Region Katalonien stattfinden. Das Tagesprogramm sollte mit verschiedenen Aktivitäten wie einem Fußballturnier, Grillen, Konferenzen, einer Ausstellung von historischem Material und einem Konzert gestaltet werden. Dies alles sollte auf einem Privatgrundstück mit Zeltplatz und Schwimmbad stattfinden, welches sich im Besitz des Aktivisten Enrique Valls befindet.
Um 15.30 Uhr, kurz vor dem Mittagessen vom Grill, griff eine Spezialeinheit der regionalen Polizei Kataloniens das Gebäude und die sich auf dem Gelände befindlichen Personen mit den Methoden einer Anti-Terror-Einheit an. Sie kamen in gepanzerten Fahrzeugen und waren mit Helmen, 9mm Maschinenpistolen, Pistolen, Schlagstöcken, kugelsicheren Westen, Tasern und dergleichen ausgerüstet. Allen Personen außerhalb des Hauses wurde befohlen sich auf den Boden zu legen, sich nicht zu bewegen und die Mobiltelefone weg zu legen. Die Personen im Inneren des Hauses wurden mit Gewalt auf den Boden gedrückt und mit Kabelbindern gefesselt. Einem Gast in der oberen Etage wurde die Maschinenpistole an den Kopf gehalten um ihn gefügig zu machen.
Die Personen im Inneren des Hauses wurden nach Draußen verlegt und in einigem Abstand zueinander, immer noch gefesselt, auf den Boden gesetzt. Jeder musste nun seinen Ausweis und sein Mobiltelefon der Polizei übergeben. Dann begann, gemeinsam mit dem Eigentümer die Durchsuchung des Hauses. Sie beschlagnahmten unter anderem auch Küchenmesser und Fahnen, die in den Zelten auf dem Zeltplatz waren. Diese sehen sicher gut aus auf dem Foto des beschlagnahmten Materials. Auch Material von Kameraden aus Frankreich wurde konfisziert, ohne ihnen eine Liste der beschlagnahmten Dinge zu übergeben. Dann machte die Polizei sich daran, Kisten mit T-Shirts, CDs, Abzeichen, das Geld der Eintrittskarten und anderes Material, dass im Inneren des Hauses war, fort zu schaffen.
Alle Anwesenden erfuhren nun, dass das Fest abgesagt sei und sie das Gelände unverzüglich zu verlassen hätten nachdem ihr Gepäck, Zelte und Autos durchsucht worden sind. Inzwischen war die Polizei damit beschäftigt mit Metalldetektoren das gesamte Grundstück abzusuchen und mehrere große Löcher zu graben, was allerdings nur Sand zu Tage brachte. Gegen 19.00 Uhr traf ein Anwalt ein, um dem Eigentümer zu helfen. Dieser wurde jedoch am Betreten des Grundstückes gehindert. Als Einziger verhaftet wurde der Besitzer des Hauses. Er wurde noch in der Nacht von der Polizeiwache ins Gefängnis überführt und wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und Aufstachelung zu Rassenhass angeklagt. Wenigstens diesmal konnte der Anwalt versuchen zu helfen.
Am Montag, den 14.Juni, nach einer Anhörung vor Gericht, wurde der Betroffene gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 3000 Euro wieder freigelassen. Diese wurde von seiner Familie gestellt. Die zu erwartende Haftstrafe für die ihm zur Last gelegten Straftatbestände beträgt bis zu 7 Jahren.
Dies ist ein neuer Akt der Repression der separatistischen regionalen Polizei in Katalonien gegen Nationalisten. Sie überfallen das Eigentum eines Einheimischen, auf dem sich unbewaffnete Menschen friedlich versammelt hatten genauso, als würde ein Anti-Terror-Kommando nach gefährlichen Drogendealern oder anderen Schwerstkriminellen suchen.
Wer dem Betroffenen und seiner Familie helfen will, die Kaution sowie die Anwaltskosten zu bezahlen, kann über folgende Bankverbindung spenden:
Bank: Banco Bilbao Vizcaya Argentaria
Begünstigter: J. Valls
IBAN: ES31 0182 0268 6002 0158 7018
SWIFT: BBVAESMMXXX





















