13.03.2010 – Trauermarsch – Dessau
Thema:
:: “Gegen das Vergessen – 65. Jahrestag Bombardierung Dessau”
Veranstalter:
:: Freie Kräfte aus Anhalt-Bitterfeld
Treffpunkt:
:: 12.00 Uhr / Bahnhof Dessau
Infos:
:: Tel.: 0163-3402540 oder 0172-1654282
:: E-Mail: trauermarsch-dessau@web.de
:: Internet: nicht vorhanden…
Es sind 4 Kommentare vorhanden:
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Wie sieht es mit einem Aufruf aus?
Zwischen 1940 und 1945 hatte Dessau 20 Luftangriffe relativ gut überstanden, aber jenem
Bombenhagel am 7. März 1945 konnte nicht standgehalten werden.
Kurz nach 21:00 Uhr hieß es im Rundfunk der täglichen Lufttagemeldungen: “Schwere
Bomberverbände über dem Raum Hannover/Braunschweig im Anflug auf den Großraum
Magdeburg/Dessau”. Menschen packten schnell ihre Habseligkeiten zusammen – wie fast
jeden Abend – und zogen in ihre Keller, sie waren es ja schon fast gewohnt, das Heulen der
Sirenen zu hören, doch immer wieder war es erschreckend und beängstigend, aber niemand
hätte gedacht das dieser 7. März Dessau in Schutt und Asche legt.
Es war ein eindeutiger Brandangriff der von alliierter Seite geführt wurde, von 21:49 -22:40Uhr
fielen 1.693 Tonnen Bomben, davon etwa 800 Spreng und Minenbomben, dazu noch 600.000
Brandbomben! Für den Start gegen Dessau wurden 525 Bombenflugzeuge, 520 “Lancaster”
der Royal Air Force und 5 “Mosquito” zusammengezogen.
Insgesamt musste Dessau 3 Wellen über sich ergehen lassen. Es gab keine Luftabwehr mehr,
da zu wenige Flakbatterien vorhanden waren, viele wurden zu Fronteinsätzen gebracht.
Nachtjäger gab es auch nicht mehr oder sie wurden bei diesem Unternehmen vom
Begleitschutz der Bomberverbände abgeschossen. Der offizielle Grund, welcher angegeben
wurde, Dessau in Schutt und Asche zu legen war: “Unterstützung der roten Armee durch
Behinderung bzw. Zerstörung des deutschen Verkehrsnetzes im Hinterland”. Natürlich gab es
andere Gründe dafür, die jetzt durch Unterlagen bestätigt wurden, die inoffiziellen Gründe
waren: “Versorgungslinien unterbrechen und die Fluchtbewegung aus Berlin zu
desorganisieren”. Dessau war zu 80% zerstört. Es gab 668 tote Kinder, Frauen und Männer.
Zwischen 1940 – 1945 warfen alliierte Luftstreitkräfte mehr als 1 Million Tonnen Spreng- und
Brandbomben auf etwa 1.000 Städte und Dörfer im Deutschem Reich ab. Ca. 800.000 Tote,
15% Prozent davon Kinder unter 14 Jahren und 403.000 Wohnhäuser wurden völlig zerstört.
Darum gedenken wir am 13. März unserer Opfer!
http://www.youtube.com/watch?v=nbuZu6HKLqM
Letzte Infos und Auflagen zum 13.März
Motto: Gegen das Vergessen – 65. Jahrestag Bombardierung Dessau
Treff: 12.00 Uhr, Hauptbahnhof Dessau
Infos: 0163-3402540 oder 0172-1654282
Rechtsstand: angemeldet
Auflagen der Organisationsleitung:
1. Gestattet sind ausschließlich nur Transparente, die dem geschichtlichen Anlass entsprechen bzw. diesen thematisieren, sowie ausschließlich schwarze Fahnen
2. Das Anfertigen von Film- und Fotomaterial obliegt nur einer bestimmten und durch die Veranstaltungsleitung eingesetzten Personengruppe. Anderen Personen ist es nicht gestattet, während des Marsches die Marschformation zu verlassen um zu filmen bzw. zu fotografieren.
3. Den Aufforderungen und Weisungen der eingesetzten Ordnungskräfte ist folge zu leisten!
4. Während des Trauermarsches herrscht striktes Rauchverbot. Sollte es zu einem Stillstand kommen, ist das Rauchverbot aufrecht zu erhalten.
5. Der Konsum und das Mitführen von alkoholischen Getränken sind strikt untersagt.
6. Sollte es zu Provokationen außerhalb des Marsches kommen, wird diesen keine Beachtung geschenkt. Es ist absolute Disziplin zu wahren!
7. Um einen würdevollen Trauerzug stattfinden zu lassen, ist es von elementarer Bedeutung, dass während des Marsches Disziplin herrscht. Jeder einzelne Teilnehmer hat darauf zu achten, dass wir ein ordentliches und dem Anlass entsprechendes Bild verkörpern.
8. Der Presse werden keine Fragen beantwortet. Für diesen Fall wurden entsprechende Personen benannt bzw. steht die Versammlungsleitung zur Verfügung.
Weiterhin weisen wir darauf hin, dass strafrechtlich relevante Kennzeichen, Symbole und Zahlencodes, Tarnbekleidung, Uniformierungen, Springerstiefel, Stahlkappenschuhe und Bomberjacken nicht erlaubt und auch von der Versammlungsleitung nicht erwünscht sind. Bitte beachtet auch, dass Fahnenstangen nur aus nicht scharfkantigen, hölzernen Stangen, bei einer Länge von 1,50 m und einem Durchmesser von ca. 2,5 cm sein sollten.