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Rund 1000 Teilnehmer begleiteten heute den Trauer- und Gedenkmarsch der “Initiative gegen das Vergessen” in Magdeburg. Anlass der seit 1999 unter dem Motto “Ehrenhaftes Gedenken statt Anpassung an den Zeitgeist” stattfindenden Veranstaltung war die Bombardierung der Stadt vor 65 Jahren. In den frühen Abendstunden des 16.Januar 1945 flogen angloamerikanische Bomberverbände den schwersten Luftangriff gegen die Elbestadt im zweiten Weltkrieg. Innerhalb von 39 Minuten wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. 16000 Menschen fanden den Tod im Bombenhagel. Diejenigen welche das “Moral Bombing”, die systematische Zerstörung deutscher Städte, überlebten, wissen Grausiges zu berichten. Sie, die Zeitzeugen, sind uns heute wichtigste Quelle im Kampf um die Wahrheit.

Wieder war ein Jahr vergangen und wieder hatten sich 1000 Widerstandskämpfer, junge deutsche Männer und Frauen in der Festungsstadt Magdeburg zusammengefunden um der Toten dieser Stadt vom 16.Januar 1945 zu gedenken. Ein Jahr war es her, da die Demokraten der Magdeburger Stadtverwaltung versuchten das ehrenhafte Gedenken an die Toten unseres Volkes mit einer Sitzblockade zu behindern. Doch genauso erfolglos wie im vergangenen Jahr, blieben auch diesmal die Versuche der Damen und Herren Demokraten, das ehrenhafte Gedenken an die Toten unseres Volkes zu besudeln oder gar zu verhindern. Und trotz all der Trauer und Andacht, welche die deutsche Jugend an Tagen wie diesem 16.Januar tief in ihren Herzen trägt, riefen sie den Demokraten im Geiste zu: Tradition ist nicht das Bewahren der Asche – Tradition ist das Weitergeben des Feuers. Und dieses Feuer brannte in jedem der Widerstandskämpfer an diesem Tag in Magdeburg.

Pünktlich um 13.00 Uhr wurde die Veranstaltung nach einer kurzen Eröffnungsrede, gehalten von Kamerad Andreas Biere für die “Initiative gegen das Vergessen”, begonnen. Gesäumt von einem Meer an schwarzen Fahnen setzte sich der Trauermarsch in Bewegung. Unendlich lang schien die Menschenschlange, aus deren Mitte sich über alle Köpfe hinweg der Klang klassischer Musik entfaltete. Diszipliniert, ganz dem Motto der Veranstaltung entsprechend, bewegte sich Reihe um Reihe durch die Straßen Magdeburgs und nur vereinzelt drangen die Rufe einiger Gegendemonstranten herüber. Ohne Zwischenfälle wurde der Platz der Zwischenkundgebung erreicht auf welchem, gesäumt von unzähligen Fahnen und vielen Transparenten und Spruchbändern, Aufstellung genommen wurde. Als Redner sprachen unter anderem Andy Knape für die “Initiative gegen das Vergessen aus Magdeburg, Maik Müller für das “Aktionsbündnis gegen das Vergessen” aus Dresden sowie ein Vertreter des “Gedenkbündnis Bad Nenndorf”. Wieder wurde Formation eingenommen und der Trauermarsch fortgesetzt. Den Höhenpunkt der Veranstaltung bildete wie auch schon in vergangenen Jahren die Totenehrung. Nach dem Einmarsch der Fackelträger in den Kreis der Teilnehmer, hielt Kamerad Andreas Biere eine ergreifende Ansprache und rief die Gefallenen von Magdeburg zurück in die Reihen der anwesenden Widerstandskämpfer. Beendet wurde der Trauermarsch, welcher einmal mehr nicht nur durch seine tadellose Organisation zu beeindrucken wusste, gegen 15.45 Uhr.

Weitere Berichte und Bilder rund um den Trauermarsch in Magdeburg unter www.gedenkmarsch.de

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