Am gestrigen Samstag fand der alljährliche Trauermarsch in der Kurstadt Bad Nenndorf statt, der von etwa 700 Personen besucht wurde. Hinzu kommen knapp 100 weitere Kameraden, denen der Zutritt zur Veranstaltung untersagt wurde, da sie schwarze Oberteile trugen.
Dieses Vorgehen durch die Polizei ist klar rechtswidrig, was durch ein Gericht kurz vor der Veranstaltung festgestellt wurde. Am Demonstrationstag selber schien dies aber bei der Polizei niemanden sonderlich zu interessieren, so dass die Auflage, keine schwarzen Oberteile, sowie Kapuzenpullover jeglicher Farbe, zu tragen, penibel umgesetzt wurde. Anfangs gab es als Ersatz noch weiße Hemden, welche aber bereits nach kurzer Zeit wegen der hohen Besucherzahl vergriffen waren.
Um 15 Uhr begann der Trauermarsch schließlich mit 3 Stunden Verspätung und zahlreichen Schikanen, neben der bereits angesprochenen Bekleidungs-Auflage wurde auch versucht, den Einsatz eines Lautsprecherwagens zu verhindern.
Ohne Störungen verlief der Demonstrationszug bis zum Wincklerbad, dem Ort des grausamen Folterlagers der alliierten. Hier, wo nach Kriegsende deutsche Volksgenossen systematisch gefoltert wurden, fand die erste Zwischenkundgebung statt, um auf das geschehene Unrecht hinzuweisen und für die Zukunft zu mahnen. Redebeiträge wurden von Dennis Giemsch (Dortmund), Sven Skoda (Düsseldorf), sowie Patrick Fischer (Leipzig) gehalten. Anschließend wurde ein Kranz an der Mauer des Wincklerbads niedergelegt und eine Schweigeminute für alle Opfer alliierter Kriegsverbrechen abgehalten.
Hiernach ging der Demonstrationszug weiter bis zur zweiten Zwischenkundgebung, bei der Andreas Biere (Magdeburg) und Christian Weißgerber (Thüringen) das Wort ergriffen. Weiterhin wurden Grußworte aus Österreich und den Niederlanden verlesen.
Nach Ende der zweiten Zwischenkundgebung wurde der Rückweg zum Bahnhof angetreten, welcher ohne Zwischenfälle verlief. Gegen 17 Uhr beendete der Versammlungsleiter die Veranstaltung und alle Aktivisten traten ihre Heimreise an.
Trotz Polizeischikanen ließ sich ein Gedenken an die Opfer alliierter Folterlager nicht verhindern und wird auch in den nächsten Jahren weiter stattfinden!





















