1.Mai 2009 – Hannover oder Dresden?
Veröffentlicht am 21. März 2009
In wenigen Wochen werden anlässlich des 1.Mai – dem Kampftag der Arbeiterklasse – wieder tausende Aktivistinnen und Aktivisten der deutschen Widerstandsbewegung ihre Forderungen in all ihrer Bandbreite auf die Straße tragen. Bereits jetzt wird bundesweit für eine Vielzahl an traditionellen Mai-Veranstaltungen geworben. Auch die NPD-Dresden ruft seit Kurzem zu einer von ihr angemeldeten Versammlung an diesem Tag auf.
Diese Tatsache brachte auch die unumgängliche Frage nach Unterstützung eben jener Aktion durch freie Nationalisten / Nationale Sozialisten aus der unmittelbaren Region und darüber hinaus mit sich. Denn dass diese – wenngleich auch keine vorherige Anfrage bei regionalen Aktivisten erfolgte – von Seiten der Partei durchaus erwünscht ist, dürfte gerade im Superwahljahr 2009 kein Geheimnis darstellen. Unter den gegebenen Voraussetzungen gilt es, die Hintergründe dieser eher kurzfristig anberaumten Versammlung zu analysieren und gleichsam die Art und Weise der Vorbereitung kritisch zu hinterfragen.
So kam es auch im Rahmen des Jugendstammtisches – einem offenen Treffpunkt im Rahmen der Jugendarbeit parteifreier Aktivisten – zu einem Meinungsaustausch über das entsprechende Thema. Hierbei wurden vollkommen wertneutral verschiedene Standpunkte dargelegt und erörtert. Schlussendlich führte diese Diskussion zu dem Ergebnis, dass zwar niemandem vorgeschrieben werden könne an welcher Aktion er sich letztendlich aktiv beteiligt, jedoch für freie Nationalisten / Nationale Sozialisten aus Dresden und darüber hinaus ganz klar der Fokus auf die in Hannover stattfindende Mai-Demonstration gerichtet ist und bleibt. Denn nicht eine möglichst kurze, bequeme An- und Abreise steht hier im Mittelpunkt der Entscheidung, sondern ganz klar der inhaltliche Charakter als auch die Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Aktionen, welche im Fall Hannover bereits seit 2008 auf Hochtouren läuft.
In Dresden hingegen hat man hier, nach jahrelangem Stillhalten gerade auch am 1.Mai, ohne Absprache mit den regionalen Kräften eine reine Wahlkampfveranstaltung angesetzt. Selbstverständlich sind die Verantwortlichen des NPD-Kreisverbandes hierzu auch in keiner Weise verpflichtet! Im Gegenzug aber hofft man auf die breite Unterstützung regionaler freier Zusammenhänge. Markige Sprüche wie „Sozial geht nur national“ sind in den Jahren der öffentlichen Untätigkeit längst zu leeren Worthülsen verkommen, welche man nur allzu gern dann anbringt, wenn es gerade im laufenden Superwahljahr gilt um die Gunst und Einsatzbereitschaft unzähliger junger Kameradinnen und Kameraden zu buhlen. Ein persönliches Gespräch für eine konstruktive Zusammenarbeit jedoch hat zu keinem Zeitpunkt stattgefunden, weshalb auch von einer an anderer Stelle gern zitierten „Arbeit auf gleicher Augenhöhe“ keinesfalls die Rede sein kann. Doch nicht nur mangelnde Kommunikation im Vorfeld, sondern auch politischer Sprengstoff mit Hinblick auf die anstehende Stadtratswahl ist Gegenstand dieser kritischen Betrachtungsweise.
So hebt man in einer Pressemitteilung der NPD Dresden (http://www.npd-dresden.de/neu/?p=213) insbesondere hervor, dass der parteilose Werner Klawun (66 Jahre), bei nur einer Stimmenthaltung, zum Spitzenkandidat im Wahlkreis 11 zu den Stadtratswahlen gewählt wurde. Werner Klawun, der mit einer 30 jährigen Albanerin verheiratet ist und mit ihr noch ein gemeinsames Kind hat, war im Jahr 2004/2005 Mitglied des Ausländerbeirates und setzte sich da auch öffentlich für Familienzusammenführung von Migranten und Zuwanderung ein. Noch im Jahre 2006 erklärte Hartmut Krien (Stadtrat des Nationalen Bündnis und NPD Mitglied), dass es eine Zusammenarbeit mit Klawun, als „Exponent der Multikulti – Gesellschaft“ nicht geben wird. Wenn die NPD derartige Kandidaten, nur um des Machtwillens auf ihren Wahllisten präsentiert, wird es eine Zusammenarbeit unter diesen Vorzeichen in keinster Weise geben.
Selbstverständlich sind die Nationaldemokraten ebenso wenig wie parteifreie Kräfte eine Rechenschaft über ihrer Aktivitäten schuldig. Dort wo es gemeinsame Schnittstellen gibt, wird man auch weiterhin zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bereit sein, sofern diese auf gleicher Augenhöhe basiert. Die Zeiten, in denen parteifreie Aktivisten oftmals als eine Art Vorfeldorganisation im Sinne der Partei ihr Dasein fristen sollten oder aus mangelndem Selbstverständnis heraus unzählige Aktionen eigens um der Aktion Willen unterstützten, gehören längst der Vergangenheit an. Somit wird man weder für eine Wahlkampfdemonstration am 1.Mai in Dresden noch für den laufenden Kommunal-, Landtags- und Bundeswahlkampf zur Verfügung stehen.
Redaktionsgruppe „Netzwerkmitte.com“
Redaktionsgruppe „Freie-Offensive.net“
Autorenkollektiv Freier Rundbrief Dresden
„Arbeitskreis Politik“ freier Aktivisten
„Arbeitskreis Jugend“ freier Aktivisten





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