Deutschlands größte Moschee wurde in Duisburg eröffnet
Veröffentlicht am 28. Oktober 2008
Duisburg / NRW: Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, wurde vorgestern im Duisburger Stadtteil Marxloh Deutschlands größte Moschee eröffnet. An der Eröffnungsfeier nahm u. a. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) teil. Wie es heißt, ist die Moschee in traditionellem osmanischem Stil gehalten. Die Kuppel umfasst 23 Meter, dazu gesellt sich ein Minarett von 34 Metern Höhe. Den traditionellen Ruf des Muezzins wird es Agenturangaben zufolge nicht geben, oder sagen wir besser, vorerst nicht.
Denn wie man in der Meldung nicht vergisst, lobend zu erwähnen, blieben in Duisburg, im Gegensatz zu anderen Städten, Proteste gegen den Moscheebau in der Vergangenheit aus. Anlaß für offizielle Stellen von einem Symbol der gelungenen Zusammenarbeit von islamischer Gemeinde und deutschen Nachbarn zu sprechen. Wirklich? Betrachtet man die Geschichte bei Lichte, so kommt man eher zu dem Gedanken, dass in Duisburg bereits das Abendland vor dem Morgenland kapituliert hat.
In diesem Zusammenhang sei auch an die kürzliche Eröffnung der Ahmadiyya-Moschee im Berliner Stadtteil Pankow-Heinersdorf erinnert, wo es sehr wohl Widerstand gab und zwar sogar sehr erheblicher von Seiten der Anwohner. Proteste die man freilich mit der ganzen Verachtung zu der dieser unser Rechtsstaat fähig ist, beiseite wischte. Eine eigens zur Bekämpfung des Moscheebaus gegründete Bürgerinitiative wurde von parteipolitischer Seite dermaßen in die Mangel genommen, dass ihre Proteste am Ende nur noch symbolische Bedeutung hatten. So hatte man mehr damit zu tun, sich von allen bestimmten politischen Richtungen und Absichten zu distanzieren, als einen ernsthaften Kampf gegen den Moscheebau zu führen.
Zeitgenossen wie diesen sollte man vielleicht einmal ins Stammbuch schreiben, was sie denn eigentlich wollen, labern oder den Bau von Moscheen verhindern, die hierzulande nichts zu suchen haben? Das Berliner Beispiel zeigt, dass papierne Proteste und gelegentliche Demonstrationen überhaupt nichts bewirken, wenn nicht ein klar formulierter Wille dahinter steht, der bereit ist, seinen Forderungen gegebenenfalls auch Gewicht zu verleihen. Bloße Appelle an das gute Gewissen des offiziellen Parteienkartells können nur noch dazu führen, dass man als durch solchen multikulturellen Zuwachs ohnehin schon malträtierter Einwohner außer dem Schaden auch noch den Spott zu tragen hat.





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