Kiel: Erste Ratssitzung mit einem NPD-Mandatsträger

Veröffentlicht am 14. Juni 2008

In Kiel benötigten die Behörden 750 Einsatzkräfte aus Schleswig-Holstein und Hamburg, sowie ein SEK, um eine Ratssitzung in der norddeutschen Provinz am 12.06.2008 über die Bühne zu bekommen. Eine handvoll Autonomer Nationalisten konnte dennoch dafür Sorge tragen, daß die Antifa sich mit ihnen beschäftigte, anstatt einen Ratsherrn zu attackieren, der sich nach eigenen Angaben zuletzt mit 12 an einer körperlichen Auseinandersetzung beteiligte.

Die Klopperei an sich verlief im übrigen etwas anders, als auf Indymedia nur spärlich geschildert: 10 (und nicht 20) Autonome Nationalisten, darunter zwei Frauen, kreuzten zufällig den Weg eines Antifa-Greiftrupps in der Innenstadt. Dabei handelte es sich ziemlich genau um 15 Gegner. BOOM KLATSCH BATSCH aua, aua, Polizei. Gefahrenabwehr, Ingewahrsamnahme. Bullerei kann die Gruppen nicht auseinanderhalten. Zwei Antifas werden mit dem RTW ins Krankenhaus transportiert. Eine Lüge übrigens, daß der eine Verletzte sich mit dem Gesicht auf den Boden legen mußte, wie bei Indy geschildert. Der hat sich freiwillig da rumgewälzt und wer Asthma hat sollte vielleicht nicht in die vorderste Reihe geschickt werden, sondern schön zu hause in der Jeßstraße bleiben und weiter Töpferarbeiten verrichten … Der andere Verletzte (laut Indy schwerverletzt) sah wirklich übel aus und hatte ein püriertes Gesicht. Eine weitere Lüge ist, daß es sich um eine Gegenmobilisierung handelte, denn beide Veranstaltungen (links/rechts) sind zeitgleich angemeldet worden. Die linke, um eine Versammlungsgrundlage für die Attacke auf den NPD-Mandatsträger zu haben, die rechte Anmeldung, um eine Ungleichbehandlung bei der Vergabe der Platzkarten zu unterbinden und die faschistoiden Zustände der Antifa und Altparteien im Allgemeinen hinzuweisen. Rechtsanwalt Alexander Hoffmann, an dessen Kanzlei in der Eichhofstraße vor kurzem noch das Graffitti “Hoffmann du Kinderficker” gesprüht gestanden haben soll, war ebenfalls vor Ort und organisierte die von ihm geführte Rote Hilfe. Eine Braune Hilfe war nicht erforderlich, da kein Autonomer Nationalist ernsthaft verletzt worden ist.





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