1.Mai in Hamburg:
Der nationale Widerstand kämpfte sich
erfolgreich durch Barmbek
Veröffentlicht am 2. Mai 2008
OVG legte Grundstein für schwere Ausschreitungen. Der nationale Widerstand ist am 1.Mai trotz aller Widrigkeiten mit rund 1.100 Aktivisten in Barmbek marschiert. Es war einer der erlebnisreichsten, kämpferischsten Einsätze der letzten Jahre, der geprägt war von teilweise offenen Konfrontationen mit gewaltbereiten Linken, einer überforderten Polizei und einem Stadtteil, wo es an allen Ecken und Enden brannte.
Den Grundstein für die schweren Ausschreitungen im Stadtteil Barmbek hatten die Richter des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichtes am Vorabend gelegt. Sie entschieden, dass die linke Gegendemonstration ebenso in Barmbek-Nord stattfinden durfte, wie unsere Demonstration. Die polizeiliche Taktik, beide Demonstrationen weiträumig zu trennen, war damit erledigt. Es kam, was kommen musste: Tausende Gegendemonstranten durften sich ganz legal auf unserer Marschroute ausbreiten und diese besetzen, noch ehe unsere Versammlung überhaupt begann. Jetzt im Nachhinein dürfte den Richtern vielleicht bewusst geworden sein, dass sie eine maßgebliche Mitverantwortung für das Ausmaß der Zerstörungen und Ausschreitungen tragen. Wenn sie es nicht schon von vornherein ins Kalkül gezogen haben sollten.
Kalkül oder nicht: Der nationale Widerstand wollte nach Barmbek. Daran konnten auch mehrere Brände auf den S-Bahn-Gleisen und die Einstellung des Fahrbetriebs nichts ändern. Von mehreren Punkten aus machten sich größere Teilnehmergruppen auf den Weg zur Alten Wöhr. Von Wellingsbüttel aus marschierten rund 300 Aktivisten los, nachdem klar war, dass keine S-Bahn mehr fahren würde. Sie wurden nach knapp zwei Kilometern Marsch von der Polizei aufgehalten. Die Polizei sicherte die Bereitstellung von Sonderbussen zu. Dies verzögerte sich jedoch, weil just zu diesem Zeitpunkt eine andere Teilnehmergruppe in Bedrängnis geraten war und die Polizei auf unseren Vorschlag hin die Lösung dieses Falles vorzog. Immerhin standen die Aktivisten aus Wellingsbüttel kommend ruhig und sicher, während eine rund 50köpfige Gruppe mit der U-Bahn direkt zur Habichtstraße – mitten ins linke Aufmarschgebiet – gefahren war und den Bahnhof nur mit Mühe bis zum Eintreffen der von uns verständigten Polizei gegen eine rote Übermacht verteidigen konnte. Aber immerhin: Sie konnten den Bahnhof verteidigen und hatten keine Verletzten zu beklagen, während die Angreifer nicht unbeschadet davon gekommen sind.
Zeitgleich taten sich weitere Fronten auf. Eine rund 150 Mann starke Teilnehmergruppe war am U-Bahnhof Klein Borstel nahe Ohlsdorf eingetroffen und machte sich von dort aus zu Fuß auf den Weg zur Alten Wöhr. Die Gruppe hatte bereits die Kreuzung Rübenkamp / Lauensteinstraße erreicht, als ihnen eine größere Zahl linksautonomer Kräfte entgegenkam. Genau zu diesem Zeitpunkt trafen auch die 300 Aktivisten aus Wellingsbüttel kommend mit den Sonderbussen dort ein, stiegen sofort aus und massierten die Front. Die Polizei sperrte den Rübenkamp Richtung Alte Wöhr ab, um ein Aufeinandertreffen mit den von dort anrückenden linken Gewalttätern zu verhindern. Einige Minuten lang war unklar, ob es hier weitergehen würde oder nicht. Deshalb nutzen die rund 450 Aktivisten eine Lücke in der Polizeikette aus, um über die Jahnbrücke auf die Saarlandstraße und weiter zur Alten Wöhr zu gelangen. Der Ausbruchsversuch gelang! Die Polizei war völlig überfordert und hatte ganz übersehen, dass sich mittlerweile auch immer mehr Linksautonome aus der Lauensteinstraße kommend zusammengerottet hatten, die uns nun ganz unvermittelt ohne jegliche Polizeiketten direkt gegenüberstanden. Allerdings standen sie nicht lange, denn die Kameraden stürmten entschlossen auf die Linksautonomen zu, welche erst einmal schnell die Beine in die Hand nehmen mussten. Erst als die Polizei eine Kette gezogen hatte, wurden sie wieder mutig, aber da war es zu spät.
Über 500 Kameraden warteten bereits an der Alten Wöhr. Sie waren mit ihren Reisebussen und Pkw in die unmittelbare Nähe des Versammlungsortes gefahren. Nachdem endlich fast alle Teilnehmer eingetroffen waren, zog sich das Prozedere mit der Zulassung aller benötigten Ordner noch eine Weile hin. Diese Zeit wurde mit den ersten Redebeiträgen überbrückt. Neben Kamerad Steiner sprach der Vorsitzende der Niederländischen Volksunion, Constant Kusters, der mit einer recht großen Reisegruppe niederländischer nationaler Sozialisten angereist war. Dann aber konnte der Marsch endlich beginnen. Zum Entsetzen der Linken, die wohl nicht mehr damit gerechnet hatten, dass der nationale Widerstand noch marschieren würde. Die ursprüngliche Marschroute war natürlich lagebedingt nicht mehr durchzusetzen und die gebotene Alternative deutlich kürzer. Aber die Strecke durch den ganzen Rübenkamp hindurch bis zum Bahnhof Ohlsdorf sollte einiges zu bieten haben. Immer wieder flogen Steine in den Demonstrationszug, überall tauchten vermummte Linkschaoten auf. Die Polizei war allerdings auch nicht schüchtern und räumte den zugesagten Marschweg Meter um Meter frei. Mehrfach war zu beobachten, dass linke Blockadeversuche ohne langes Federlesen durch massiven Wasserwerfereinsatz beseitigt wurden. Insgesamt waren die Polizeikräfte aber dennoch teilweise überfordert und auch aggressiv und griffen unsere Teilnehmer an, wo diese linke Steinewerfer festhalten wollten. Der Demonstrationszug bewegte sich lautstark und kraftvoll weiter. Auf der Hebebrandstraße drohte die Lage kurzfristig wieder zu eskalieren. Im weiteren Straßenverlauf wurden immer wieder große Plastikmüllcontainer in Brand gesetzt, die noch qualmten, als der Marschzug vorbei ging. Die Atmosphäre hätte kaum besser sein können.
Ganz anders erlebten es die zurückgebliebenen Fahrer der Reisebusse. Mehrere Busse, die zu lange in der Saarlandstraße nahe des Demostartpunktes verblieben waren, wurden von linken Randalierern zerstört, den schutzlosen Fahrern wurde sogar gedroht, sie umzubringen. Die Versammlungsleitung hat sofort nach Kenntnis dieser Vorfälle die Polizei dazu aufgefordert, sich um den Schutz der Busfahrer zu kümmern, was dann auch geschah. Dennoch war die Zerstörung der Busse und einiger Pkw nicht mehr zu verhindern.
Beim Erreichen des U+S-Bahnhof Ohlsdorf war die Gesamtlage wieder weitgehend entspannt. Dennoch meinte die Polizei, uns eine Abschlusskundgebung verweigern zu müssen und auf ein schnelles Abrücken in den Bahnhof zu drängen. Die angekündigten Sonderzüge standen jedoch noch gar nicht bereit. Das konnten wir zwar nicht wissen, als wir den Bahnhofsvorplatz erreichten, aber die Polizei hätte es wissen können. Es wäre durchaus noch Zeit für eine kurze Kundgebung gewesen, aber die Polizei wurde jetzt unverständlich aggressiv. Als Rechtsanwalt Jürgen Rieger das Deutschland anstimmte und bereits alle zu Singen angefangen hatten, stürmte ein Polizeitrupp sofort auf Rieger zu und versuchte ihm das Mikrophon zu entreißen. Diese blindwütige Bullenaktion hatte logischerweise eine entsprechende Reaktion vieler Teilnehmer zur Folge, die den Kameraden Rieger zu schützen versuchten. Es entstand ein Gerangel, bei dem letztlich das Mikrokabel beschädigt wurde und nicht mehr benutzbar war. Mittlerweile waren die ersten Sonderzüge in Ohlsdorf eingetroffen und die Teilnehmer der nunmehr beendeten Versammlung durften entsprechend abrücken.
Problemlos konnte der Treffpunkt in Wellingsbüttel erreicht werden. Schwierig erwies sich jedoch die Fahrt Richtung Hauptbahnhof für rund 500-600 Aktivisten, denn die S-Bahn fuhr zunächst noch gar nicht in Richtung Hauptbahnhof. So stiegen die Aktivisten in Ohlsdorf in die U-Bahn Richtung Hauptbahnhof. Schon an der nächsten Station, Sengelmannstraße, hagelte es beim Einlaufen in den Bahnhof Steine, der Zug wurde von einer größeren Horde Linker entglast. In aktiver Selbsthilfe säuberten die Kameraden den Bahnhof von Linken. Nun jedoch wurde auch der U-Bahn-Betrieb vorübergehend eingestellt und auch die anwesende Polizei vermochte nicht zu klären, ob und wann die Fahrt zum Hauptbahnhof fortgesetzt werden kann. Die Versammlungsleitung nahm daraufhin Kontakt zur Versammlungsbehörde auf und es wurde ein Sonderzug zugesichert, der dann wenige Minuten später auch tatsächlich einlief und die Kameraden ohne Probleme zum Hauptbahnhof verbrachte. Der Hauptbahnhof war mittlerweile von BGS-Einheiten durchsetzt, so dass es hier zu keinerlei Ausschreitungen mehr kam.
Nicht unerwähnt soll bleiben, dass etwa 100 Aktivisten den Bahnhof Alte Wöhr überhaupt nicht erreichen konnten, weil die Polizei offenbar überfordert damit gewesen ist, diese Reisegruppe zum Startpunkt zu bringen. Nachdem die Reisegruppe bereits von Ohlsdorf aus rund 300 Meter in den Rübenkamp gegangen war und nur noch wenige Minuten von den Kräften auf der Kreuzung Rübenkampf / Lauensteinstraße entfernt war, weigerte sich die Polizei, weiterzugehen und drängte die Aktivisten wieder zurück nach Ohlsdorf, um sie dann mit der U-Bahn nach Norderstedt-Mitte zu schicken. Soweit uns bekannt ist, soll diese Reisegruppe von Norderstedt nach Bad Oldesloe gelangt und dort noch spontan marschiert sein.
Die Zahl der Festnahmen war angesichts der Ereignisse verhältnismäßig gering, es blieb im einstelligen Bereich. Alle Festgenommenen wurden nach Kenntnis des Ermittlungsausschusses (EA) sehr schnell wieder freigelassen. Bis in die Abendstunden wurden noch verstreute auswärtige Teilnehmer eingesammelt und deren Heimreise organisiert. Um 21:30 Uhr wurden die letzten auswärtigen Kameraden an einem sicheren Abreisebahnhof abgesetzt und der Einsatz aus Hamburger Sicht beendet.
Fazit: Der 1.Mai in Hamburg hat mehr oder weniger alles geboten, was ein Demonstrationstag in einer westdeutschen Großstadt bieten kann. Das kriminelle linke Gesindel hat trotz zahlenmäßiger Überlegenheit und massiver Bewaffnung zu spüren bekommen, dass der nationale Widerstand wehrfähig ist, wenn es darum geht, sein Recht auf die Straße zu erkämpfen. Trotz Tausender Gegendemonstranten, die von einem fragwürdigen Gerichtsurteil in ihrem kriminellen Treiben begünstigt wurden, sind wir in Barmbek marschiert. Sowohl spontan, als auch im Rahmen der angemeldeten Versammlung. Die meisten Teilnehmer haben bereits in ersten Reaktionen größte Zufriedenheit über den erlebnisreichen Mai-Kampftag in Hamburg geäußert. Für manche mag das Ausmaß der Ausschreitungen und Konfrontationen vielleicht etwas überraschend gekommen sein, aber für uns Hamburger und viele andere erfahrene Kameraden hat dieser Tag einfach nur das gehalten, was er versprochen hat. Bei fast einem Jahr Mobilisierungszeit war zu erwarten, dass es in Barmbek einen heißen Tanz geben würde und die Veranstalter möchten sich auf diesem Wege herzlich bedanken für hervorragende Unterstützung aller Mitkämpfer, die nach Hamburg gekommen sind!
Bilder vom Tag der Arbeit in Hamburg:
Es sind 5 Kommentare vorhanden:
Diesen Beitrag inhaltlich ergänzen
Als inhaltliche Ergänzungen werden nur objektive Fakten, die den eigentlichen Bericht durch neue Informationen ergänzen, zugelassen. Subjektive Meinungen gehören stattdessen in das Diskussionsforum und werden hier nicht freigeschaltet. Ziel einer Ergänzung sollte es sein, dem Leser möglichst viele Fakten zum Thema zur Verfügung zu stellen.







Hier der Bericht von Christian Worch:
Hier ein kleiner Bericht zum Vorabend des 1. Mai in Hamburg. Quelle ist “Der Nonkonformist”.
Nur eben eine kleine Klarstellung: Das NL-Kontingent bestand zum ueberwiegenden Teil aus Personen der NSA/ANS, diese sind nicht mit Kusters (NVU) angereist und standen auch nicht unter dessen Leitung. Wenn C.Cremer aus NRW irgendwo anreist behauptet auch niemand, dass zB. die ANs aus Dortmund “von ihm” gewesen seien. Ein Vertreter der nld. Autonomen Nationalen Sozialisten/NSA sollte eigentlich auch reden, konnte dies aber wohl wg. der “garantierten Demonstrationsfreiheit” in der BRD nicht mehr.
Christian Worch zu den Vorwürfen des Hamburger Polizei-Einsatzleiters Peter Born:
“Zu den Opfern der Hamburger Ausschreitungen gehört auch unser Online-Reporter Peter Wüst. Autonome brannten seinen BMW X3 ab. Die Feuerwehr kam später, um sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Ungeschnitten zeigt Wüst die Bilder seines Verlusts.”
http://www.shz.de/artikel/article/111/shzde-reporter-peter-wuest-angegriffen.html