Wieder “Streß” vorm East Coast Corner

Veröffentlicht am 13. August 2007

Rostock/ Mecklenburg: Ein lautes IIIIHHHH und auch ÄÄÄHHH, danach war wieder alles vorbei. Was im Juni noch für bundesweite Schlagzeilen sorgte, ist inzwischen nur noch lächerlich und peinlich: der antifaschistische Protest gegen den nationalen Szeneladen East Coast Corner in der Hansestadt Rostock.

Mittwochabend vorm East-Coast-Corner
Mittwochabend vorm East-Coast-Corner

Am Mittwochabend waren sie wieder da: Antifaschisten der Kröpeliner-Tor-Vorstadt in Rostock. Als sie Ende Juni mit 150 Antifaschisten in einer Samstagnacht auf das nationale Bekleidungsgeschäft zugingen, kam es zu einer Straßenschlacht zwischen Antifa und Polizei. Auch am Mittwochabend sollen es linken Angaben zufolge, wieder 150 Personen gewesen sein; und natürlich ganz erfolgreich.

…Kernaussage der Aktion ist die unumstössliche Tatsache “Scheisse stinkt”. Dies muss den Ladenbetreibern mitgeteilt werden. Das Grundmuster der Aktion ist ähnlich, nur der Zeitpunkt variiert. Die Anwohner sind angehalten, einen schönen Spaziergang zu unternehmen um dann ganz plötzlich aus verschiedenen Richtungen kommend zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Laden zu landen. Dort stimmen alle ein lautes IIHHH und ÄÄÄHHH an und hinterlassen Zettel mit der beschriebenen Tatsacheninformation…

, heißt es dazu bei Indymedia. “Flashmob”, nennen Antifaschisten die Aktion, die bei den meisten Anwohnern nichts weiter als Kopfschütteln verursachen dürfte. Handelt es sich bei den „Demonstranten“ mitnichten um Anwohner, die ihren Unmut über den Laden zum Ausdruck bringen wollen, sondern um die üblich zusammengekarrten Antifaschisten der Hansestadt, deren Anblick bei den tatsächlichen Anwohnern bisweilen eher Abstoß und Ekel hervorrufen dürfte.

Dem linken Treiben vor dem Laden begegneten auch die Betreiber des nationalen Geschäftes, was man nun wiederum als Skandal auf linker Seite ausmachen möchte. Denn, im Laden war man offensichtlich auf die „Spontandemonstration“ vorbereitet, nachdem der lokale Radiosender diese bereits vorweg beworben hatte. So verwunderte es kaum, dass sich neben den eigentlichen Mitarbeitern des East Coast Corner noch weitere Nationalisten eingefunden haben, um das Geschäft von außen zu schützen. Der dabei ausfindig gemachte „Skandal“: die Nationalisten waren mit „Schlaggegenständen“ bewaffnet. Dass sich die Antifaschisten in Rostock nun ausgerechnet über diesen Umstand aufregen, wundert allerdings schon. Kann man es den Nationalisten schließlich kaum verdenken, dass diese nach dem Motto „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ lieber gleich in Position gehen, bevor der linke Pöbel sich wieder einmal am Gebäude in der Doberaner Straße zu schaffen macht. War es schließlich auch derselbe Pöbel, der in den Monaten zuvor Scheiben und Jalousien des Geschäftes zerstört hat.

Gleichwohl die Antifa nun glaubt eine erfolgreiche Aktion am vergangenen Mittwoch durchgeführt zu haben, so zeugt diese eigentlich nur noch davon, dass die Motivation gegen den Laden vorzugehen offenbar stark nachgelassen hat. Demonstrationen, Unterschriftensammlungen, Angriffe, angebliche Waffenkäufe, Sachbeschädigungen usw.usf., hat nicht einmal ansatzweise das gewünschte Ziel erreicht: denn den Laden gibt es nach wie vor. Dabei hatte es vor nicht wenigen Monaten noch den Anschein, als wäre die Antifa fest entschlossen mit allen erdenklichen Mitteln die Ladeninhaber aus der Kröpeliner-Tor-Vorstadt zu vertreiben. Geblieben von den nächtlichen Ausschreitungen um den East Coast Corner ist stattdessen nur noch ein lautes IIIHHH und ÄÄÄHHH, sonst nichts.





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