Zum 17. Juni 1953
Veröffentlicht am 16. Juni 2007
Der Aufstand vom 17.Juni jährt sich dieses Jahr zum 54 Mal. Er war die erste Massenerhebung im Machtbereich der Sowjetunion überhaupt und eines der Schlüsselereignisse, die den Gang der deutsch-deutschen Geschichte bis zur Einheit im Sommer 1990 maßgeblich mitbestimmt haben. Nach ersten Arbeitsniederlegungen am 15. Juni brach am 17. Juni 1953 der Volksaufstand in der DDR aus. Parteihäuser gingen in Flammen auf, Haftanstalten wurden gestürmt und die Gefangenen befreit. Einige “Volkspolizisten” warfen demonstrativ ihre Uniformjacken weg und mischten sich unter Beifall unter die Demonstranten. Unter Beschuß, aber unter tosendem Beifall, wurde die verhaßte rote Fahne vom Brandenburger Tor geholt.
Der Aufstand vom 17. Juni 1953 erfaßt über 400 Orte und rund 600 Betriebe in der DDR, landesweit beteiligen sich mehr als eine halbe Million Menschen. Die sowjetischen Stadtkommandanten verhängen in 167 von 217 Städten und Landkreisen den Ausnahmezustand. Mit Hilfe der Volkspolizei schlägt das sowjetische Militär die Erhebung blutig nieder. Genaue Zahlen über die Opfer liegen nicht vor. Die SED bezeichnet den Aufstand als “faschistischen Putschversuch” und verhaftet tausende “Rädelsführer” und “Provokateure”.
Viele DDR-Bürger zogen daraus die Konsequenzen und wanderten in den Westen ab, sodass sich die DDR-Führung 1961 dafür entschied, die Mauer zu errichten, die Grenze zum Westen abzuschotten und so die Gesamtbevölkerung zu Gefangenen des Ostblocks zu machen. Doch die Ereignisse in Ungarn von 1956 und in der Tschechoslowakei von 1968 zeugen davon, dass der Sozialismus auch danach der Bevölkerung in Osteuropa nur mit Gewalt aufgezwungen werden konnte.
Sie Kämpften und starben für die Freiheit





