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Werte Leserinnen und Leser, Freunde, Unterstützer, liebe Kameradinnen und Kameraden!

Wieder einmal geht für die ungezählten Mitstreiter der deutschen Sache ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Die ganze Bandbreite politischer Aktivitäten erforderte von jedem ein Höchstmaß an Kraft und Zeit, welches bisweilen an die Grenzen der Selbstaufopferung zu reichen scheint. Während nun viele von Ihnen einigen wohlverdienten Tagen der Ruhe im Kreise ihrer Lieben entgegensehen, wirft der Trauer- und Gedenkmarsch zum 13. Februar 2012 in Dresden bereits seine Schatten voraus.

Die Propagandamaschinerie der „Demokraten“ ist bereits in vollem Gange. Im Wissen, dass auch die Mehrheit der Dresdnerinnen und Dresdner dem Missbrauch der Opfer des 13. Februar 1945 für politische Interessen ablehnend gegenübersteht, sollen nun namhafte Schauspieler und Musiker gewonnen werden, um dem heraufbeschworenen „Protest in Seh- und Hörweite“ ein aufpoliertes Image zu verschaffen.

Ebenso im Licht der Hilf- und Ratlosigkeit unserer Gegner erscheint auch der erneute Handschlag zwischen „Demokraten“ und kriminellen Gewalttätern. So ist es bei weitem kein Zufall, wenn sich unter anderem Frank Richter, Chef der Landeszentrale für politische Bildung und Moderator der „Arbeitsgruppe 13. Februar“, zum Thema der rechtswidrigen Blockaden öffentlicher Versammlungen dahingehend äußert, dass eine Teilnahme an selbigen eine Gewissensentscheidung sei welche es zu respektieren gelte. Auch Berichte zu einem geplanten „Blockade-Training“ linksautonomer Gruppen auf dem Gelände der Technischen Universität in Dresden sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn wir nun nicht jeden dieser medialen Ausfälle im Einzelnen kommentieren, so nehmen wir sie doch zur Kenntnis und lassen sie in unsere Überlegungen mit einfließen. Denn auch unsere Vorbereitungen laufen seit Wochen auf Hochtouren. Eine mittlerweile gut eingespielte Mannschaft arbeitet neben der Erstellung aktueller Materialien, auch an der Ausgestaltung des bevorstehenden Trauermarsches. Selbst die Planungen anstehender Rechtskämpfe, mit denen 2012 verstärkt zu rechnen sein wird, sind bereits im Gange. Darüber hinaus soll auf zwei zentralen Vortragsveranstaltungen im west- und mitteldeutschen Raum, gemeinsam mit den Magdeburger Kameraden der „Initiative gegen das Vergessen“ ein kleiner Einblick in die aktuelle Entwicklung, sowie unsere Arbeit im Allgemeinen gegeben werden. Das Signal, welches wir damit aus Dresden senden wollen ist so klar wie einfach: „Gemeinsam für ein ehrenhaftes Gedenken!“.

6 Jahre Aktionswoche

Mit über 80 Aktionen in mehr als 40 Städten war die Aktionswoche rund um den 13. Februar 2011 die bisher umfassendste seit Entstehung des Aktionsbündnisses vor fünf Jahren. Die im Jahr 2007 erstmals initiierte Aktionswoche, gedacht zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem alliierten Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung – hier speziell im Fall Dresden – fand so in den letzten Jahren eine immer breitere Beteiligung und rückte damit die Aufarbeitung des Themas, sowohl nach Innen als auch nach Außen, stärker in den Mittelpunkt.

Diese Entwicklung ist begrüßenswert, da sie die Möglichkeit bietet die durch die Versäumnisse der Vergangenheit entstandenen Fehlentwicklungen zu korrigieren. Im kommenden Jahr soll dieser beschrittene Weg fortgesetzt werden. Wir wissen, dass dabei sämtliche Bemühungen fruchtlos wären, ohne die breite Beteiligung vieler Aktionsgruppen aus Dresden, Sachsen und weit darüber hinaus.

Verbunden mit dem Wunsch, das entstandene Band auch in Zukunft nicht abreißen zu lassen und gemeinsam die Tage rund um den 13. Februar weiter mit Inhalten zu füllen, sei all den Aktivistinnen und Aktivisten, Aktionsgruppen, Kameradschaften, Orts-, Kreis- und Landesverbänden an dieser Stelle auch einmal ein großes „Dankeschön“ ausgesprochen. Ihr Engagement gilt es in den Vordergrund zu stellen, wenn auf verschiedenen Medien immer wieder über die „Aktionswoche 13. Februar“ berichtet wird.

Ehrenhaftes Gedenken am 13. Februar

Auch 2012 soll die Aktionswoche rund um den 13. Februar ihren krönenden Höhepunkt im traditionellen abendlichen Trauer- und Gedenkmarsch finden. Wenn auch noch nicht absehbar ist, welcher Methoden sich die Verantwortlichen bei Stadtverwaltung, Ordnungs- und Polizeibehörden diesmal bedienen werden um das ehrenhafte Gedenken an die Toten unseres Volks verächtlich zu machen, so steht dennoch auch zukünftig jeder Einzelne mit Würde und Disziplin für eine anständige Ehrenbezeugung ein.

Jedem Zeitgenossen der seine Augen nicht vor der Realität verschließt muss bewusst sein, dass sich durch eine tatsächliche physische Auseinandersetzung mit dem Staatsapparat in der derzeitigen Situation kaum eine Besserung der Zustände für unser Anliegen herbeiführen lässt. Vielmehr würde eine offene Konfrontation einmal mehr in der uns vom System gelegten Schlinge einer Gewaltspirale und Kriminalisierung münden.

Selbstverständlich werden wir alle juristischen Möglichkeiten genau prüfen, abwägen und zum Einsatz bringen, um auch im kommenden Jahr den Trauer- und Gedenkmarsch in Dresden in seiner traditionellen Form durchführen zu können. Für den ärgerlichen Fall einer Blockade oder anderweitiger schwerwiegender Rechtsbeugungen, vor welchen heute kein Veranstalter trotz noch so gewissenhafter Vorbereitung und Organisation mehr gefeit ist, gilt für jeden Einzelnen die Losung: „Ob wir marschieren oder nicht, Ihre Ehre zu schützen ist unsere Pflicht!“ Gemeint sind dabei natürlich die Luftkriegstoten von Dresden, deren Angedenken zu schützen am 13. Februar die Aufgabe und Pflicht eines jeden Teilnehmers ist. Wer sich nicht an dieses Mindestmaß an Disziplin und gegenseitiger Verantwortung halten kann oder will, der sollte am 13. Februar zuhause bleiben.

Für jeden anderen aber gilt, am 13. Februar 2012 die Fackel der Erinnerung weiter zu tragen, wenn tief aus unseren Seelen der Ruf in die Herzen dringt: „Vergesst niemals Dresden!“

Besuchen Sie uns auch auf unserer Seite im Weltnetz unter: www.gedenkmarsch.de/dresden. Hier können Sie sich als Unterstützer eintragen lassen oder erhalten über die uns angeschlossenen Partnerseiten das aktuelle Material zum 13. Februar 2012. Nähere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Autor bzw. Quelle: AktionsbĂĽndnis gegen das Vergessen

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